Vampire gegen Herakles (D)
Herkules gegen die Vampire (AUT)
Ercole al centro della Terra (IT)
Hercule contre les vampires (F)
Hércules en el centro de la Tierra (ES)
Hércules contra o Vampiro (POR)
Hércules no Centro da Terra (BRA)
Hercules in the Centre of the Earth
Hercules in the Haunted World
Hercules vs. the Vampires
Sword and Sandal
IT / D 1961
R: Mario Bava
D: Reg Park, Giorgio Ardisson, Christopher Lee, Leonora Ruffo, Evelyn Stewart, Marisa Belli, Franco Giacobini, Raf Baldassarre, Mino Doro, Monica Neri, Gaia Germani, Elisabetta Pavan, Claudio Marzulli u.a.
Deutsche Erstaufführung: 27. April 1962
Deutsche Wiederaufführung: 16. Mai 1971
Synchronkartei
Schnittbericht: Alte deutsche DVDs (Kinowelt / Retrofilm / Filmjuwelen) - Koch Films (Mario Bava-Collection #6)
Schnittbericht: UK / Internationale Fassung - Italienische Fassung
Schnittbericht: US Fassung - Italienische Fassung
Italo-Cinema
Score: Armando Trovaioli
OFDb
"Glaube immer nur an das, was du tust - und nie an das, was du siehst!"
Ein Zaubertrank beraubt Deianira (Leonora Ruffo) ihres Verstandes. Herakles (Reg Park) begegnet ihr im Palast von Kalydon, als er einen Überfall auf seinen Freund Theseus (Giorgio Ardisson) melden will, und beschließt, ihr zu helfen. Von dem Priester Keros (Mino Doro) erfährt er, dass Deianira nur ein im tiefsten Hades zu findender Stein helfen könne. Herakles und Theseus brechen auf und reisen in die Unterwelt. Sie erreichen ihr Ziel und finden den Stein. Theseus trifft auf eine unvergleichlich schöne Frau (Ida Galli). Zu dritt reisen sie zurück und das Wunder geschieht: der Stein heilt Deianira. Aber Pluto ist erzürnt, denn die schöne Frau aus dem Hades ist Persephone, seine Gattin... [Quelle: Kinowelt]
Zusammen mit Theseus (Giorgio Ardisson) kehrt Herakles (Reg Park) heim nach Icalia, um dort seine geliebte Deianira (Leonora Ruffo) zur Frau zu nehmen. Doch die Beiden erwartet eine böse Überraschung: Das Königreich steht unter einem mächtigen Zauber, der sich nur mithilfe eines Steins aus der Unterwelt aufheben lässt. Neben unzähligen Gefahren auf dem Weg dorthin erwartet Herakles mit dem Magier Lykus (Christopher Lee) allerdings ein Widersacher, wie er ihn noch nie zuvor bekämpfen musste. [Quelle: Koch Media]
Im selben Jahr wie DIE RACHE DER WIKINGER inszenierte Mario Bava seinen ersten Fabfilm in Form einer aufsehenerrgenden Peplumproduktion, bei der er einen farbenprächtigen Herkules-Streifen mit Elementen des italienischen Gothic-Horrorkinos gekonnt vermengte. Heraus kam ein traumhaft schöner Trivialfilm, der angefangenen bei den Kulissen über die herausragende Bildgestaltung mit all ihren prächtigen Farbexperimenten und Lichteffekten bis hin zur atemberaubenden Tricktechnik voll und ganz überzeugt. Wenn man bedenkt, dass Mario Bava bei dieser deutsch-italienischen Koproduktion, für die sich die "SpA Cinematografica" sowie die Münchner Filmproduktionsgesellschaft "Omnia Deutsche Film Export" zusammengetan hatten, quasi nur ein Apfel und ein Ei zur Verfügung gestellt wurden, um einen kolossalen Sandalenfilm zu drehen, der das Publikum aus den Socken hauen sollte, dann stellt das, was der Regisseur mit handwerklichem Geschick und endlos viel Kreativität auf die Beine stellte, eine wahre Meisterleistung dar. Bava erschafft mit seinen handgemachten Spezialeffekten, innovativen Farbexperimenten und atemberaubenden Pappmaché-Kulissen nicht nur fabelhafte Welten, die malerisch schön gestaltet sind und ein surreales Ambiente versprühen, sondern entfaltet zugleich auch sein visionäres Talent als Kameramann, indem er einen unzulänglich finanzierten Film, der obendrein auch noch eine äußerst naive Erzählstruktur aufweist, wie ein bildgewaltiges Gemälde aussehen lässt, das den Zuschauer mit seiner hypnotischen Farbenpracht in einen rauschartigen Zustand versetzt. Verstärkt wird das Ganze durch dampfende Schauplätze, psychedelisch ausgeleuchtete Höhlenlandschaften, einem heiligen Apfel, einem geheimnisvollen Stein und monströse Kreaturen, zu denen neben einem Vampir und einem steinernen Monster auch lebende Tote zählen, mit denen sich der bärenstarke Held im Filmfinale herumschlagen muss. Somit ließ Bava nicht nur griechische Mythen mit Gothic-Horror und Fantasie verschmelzen, sondern ließ auch schon lange vor George A. Romeros DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN mordlüsterne Zombiehorden ihr Unwesen treiben. Ein fantastisches Filmspektakel, das ich 2018 im Rahmen des TERZA-ViSIONE sogar auf der großen Leinwand bestaunen durfte. Ein einmaliges Filmerlebnis, das unvergessen bleibt!
"Jeder, der mit dem deutschen Fernsehen der 1970er und 1980er sozialisiert wurde, kennt Historienfilme italienischer Prägung, die einst in den Nachmittags- und Mitternachtsschienen der öffentlich-rechtlichen Kanäle ‚weggesendet‘ wurden. Doch keiner dieser Filme kann es in technischer Finesse, farblicher Brillanz und traumwandlerischer Vielseitigkeit mit VAMPIRE GEGEN HERAKLES aufnehmen, der wohl der märchenhafteste Peplum in Form und Gestalt sein dürfte. Nie sah die Unterwelt so bunt, der Hades so schillernd aus – selten gelang die filmische Illusion so perfekt wie hier. Mario Bava hat mit diesem Film nicht nur gestalterische Maßstäbe gesetzt, sondern sich selbst ein weiteres, unbedingt zu entdeckendes Denkmal in der Filmgeschichte. Schnürt die Sandalen, die Reise kann beginnen!" (Splatting Image)
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