Sie nannten ihn Mücke (1978)
Originaltitel: Lo chiamavano Bulldozer
Herstellungsland:Italien, Deutschland
Erscheinungsjahr: 1978
Darsteller: Bud Spencer, Raimund Harmstorf, Ottaviano Dell'Acqua, Enzo Santaniello, Marco Stefanelli, Giovanni Vettorazzo, Reinhard Kolldehoff, Nando Paone, Joe Bugner, Luigi Bonos
Regie: Michele Lupo
"Sie nannten ihn Mücke" von Michele Lupo zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Film Bud Spencer in einer seiner sympathischsten und menschlichsten Rollen zeigt, weil er hier nicht nur der starke, schlagfertige Hau Drauf Held ist, den man aus vielen seiner Filme kennt, sondern zugleich eine warme fast väterliche Ausstrahlung besitzt, die den ganzen Film trägt und ihm eine besondere Herzlichkeit verleiht. Für mich ist der Film ganz klar ein kleines Meisterwerk, das liegt vor allem in seiner gelungenen Mischung aus Verantwortung, Gefühl, Humor, Zusammenhalt, Freundschaft, Gerechtigkeit und den Schutz der Schwächeren, ohne dabei schwer oder belehrend zu wirken. Zwar gibt es die ein oder andere Klamaukszene im Film, aber alles in allem überwiegen die zahlreichen positiven Aspekte nebst Protagonist der Geschichte. Besonders stark ist die Figur von Mücke selbst, da sie trotz ihrer Kraft immer bodenständig, gutmütig und nahbar bleibt. Als Zuschauer bekommt man sehr schnell das Gefühl auf der Seite eines echten Menschen zu stehen, der Fehler haben darf, aber im Kern aufrichtig ist und das Richtige tun will. Der Film besitzt einen ganz eigenen Charme, der zwar typisch für Bud Spencer Filme ist, aber hier besonders rund erscheint bzw. äußerst stark zum Vorschein kommt. Die klare Handlung, die einprägsamen Figuren, die humorvolle Direktheit und das Gefühl, dass letztlich das Gute mit Kraft, Herz und Verstand siegen kann machen diesen Bud Spencer Film zu etwas wahrlich Besonderem. Rein formal betrachtet ist das jetzt nicht unbedingt ein großer Kunstfilm, vielmehr ist es ein Film, der innerhalb seines Genres fast alles recht überzeugend erfüllt, was man sich nur wünschen kann. Michele Lupos Werk ist sehr unterhaltsam, warmherzig, charismatisch, emotional zugänglich und trägt die unverwechselbare Persönlichkeit Bud Spencers in besonders reiner Form in sich. Hinzu kommt Raimund Harmstorf als Antagonist, der ebenfalls in seiner Rolle vollkommen aufblüht. Sehr gut auch der Soundtrack bzw. Maintitle von Oliver Onions, der perfekt auf Mücke zugeschnitten ist. Natürlich in der deutschen Kinosynchronisation gesehen, die atmosphärisch dicht und sehr stimmig ist. Nostalgie pur, ich liebe diesen Film. Für mich ganz klar der beste Bud Spencer Film aller Zeiten. Von mir gibt es 10/10
SIE NANNTEN IHN MÜCKE - Michele Lupo
- alex_wintermute
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- Registriert: Di., 03.11.2020 13:16
Re: SIE NANNTEN IHN MÜCKE - Michele Lupo
Genau das ist der Grund, warum ich mir die Bud Spencer-Filme immer wieder gerne anschaue. Über die Jahre gesehen hat es sich zwar nur noch auf die selben Filme reduziert, aber "Sie nannten ihn Mücke" ist bei mir vergleichsweise noch häufiger dabei gewesen. Ich tendiere allerdings meistens zum Doppelpack mit Terence Hill.