BETT-KANONEN
● BETT-KANONEN / BETTKANONEN (D|1973)
mit Heidrun Hankammer, Judith Frisch, Heidi Kappler, Narziss Sokatscheff, Monika Rohde, Karl-Heinz Bauer, Claus Jurichs,
Hans-Joachim Ketzlin, Günter Glaser, Rena Bergen, Herbert Übelmesser, Marianne Köddermann, Conny Bellenbaum, u.a.
ein City Film | im Verleih der Modern Film
ein Film von Ralf Gregan
»Du hast doch lieber einen drin als draußen!«
Der Sensationsjournalist Joe (Günter Glaser) berichtet einem Kollegen über diverse Frauengeschichten und deren Karrieren in Schlafzimmern. Diese brisanten Informationen hatten ihm die entsprechenden Damen bereitwillig anvertraut, sodass sich tiefe Einblicke in das Leben der besseren Gesellschaft und anderer Milieus zeichnet. Handelt es sich jedoch ausschließlich um Frauen, die einfach zu allem bereit sind, oder werden sie gleichermaßen von den Männern ausgenutzt? Das Gespräch der Journalisten nimmt Runde für Runde beziehungsweise Bett für Bett …
Ralf Gregans "Bett-Kanonen" weist alleine vom Titel her bereits auf sehr leistungsfähige und entfesselte Protagonistinnen hin, die sich ihre Vorteile wahlweise über ausgelassenen Sex erarbeiten. Was so betrachtet nach einem wilden Ritt durch zeitgenössische Bahnhofskinos klingt, entpuppt sich leider nach geringer Spieldauer als eine Veranstaltung, die zwar allerlei akrobatische Eindrücke vermittelt, aber sich nicht von ähnlich angelegten Produktionen dieser Zeit abzuheben weiß. Ein Klatschjournalist berichtet einem Kollegen von zahlreichen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Frauen, die mit Sex Karriere machen konnten, doch es handelt sich noch nicht einmal um seine eigenen Sex-Kapriolen, sondern die Erfahrungen der anderen. Zwar ist kein Neid in seinem Gesicht zu erkennen, aber man ahnt, dass er bei all den attraktiven Betthäschen doch gerne selbst das Objekt der Begierde gewesen wäre. Da es sich um mehrere Erzählungen mit unterschiedlichen Protagonisten aus unterschiedlichsten Kreisen handelt, ist die Geschichte des Bremer Regisseurs episodenhaft angelegt und gibt ihren Akteuren in den jeweiligen Intervallen genügend Möglichkeiten, sich willen- hüllen- und zügellos zu zeigen. Immer wenn der Schwenk wieder an die Bar gelangt, an der sich der Journalist mit seinem Sex-Tratsch zu profilieren versucht, ist dem Zuschauer klar, dass der Film in eine neue Phase kommen wird, was sich jedoch nicht auf den Stil der Inszenierung, sondern ausschließlich auf die Personen, Geschichten und deren sexuellen Drive bezieht. Es gibt hier im Prinzip nicht mehr zu sehen als in anderen einschlägigen Softsex-Produktionen dieser Zeit, was sich vor allem auf den Entkleidungsdrang und die Zeigefreudigkeit der meist sehr nett anzusehenden Hauptdarstellerinnen bezieht. Die Regie billigt den hier angebotenen "Bett-Kanonen" jedoch etwas mehr Diskretion zu, wenn sich die Bettdecken bei sexuellen Aktionen wie von Geisterhand alleine aufstellen werden, um exponierte Stellen zu verhüllen. Die verschiedenen Geschichten bieten eine unterschiedliche Qualität an, sodass alles zwischen vergnüglicher Unterhaltung bis gähnender Langeweile zu finden ist.
Tendenziell manövriert sich dieses über Jahrzehnte in der so gut wie in der Versenkung verschwundene Vehikel in Richtung eines schwächeren Vertreters, doch wenn man hier irgendeinen individuellen Anstoß findet, kann der Film weitgehend milde stimmen. Hier zu nennen ist etwa Heidrun Hankammer, die die Besetzungsliste sogar namentlich anführen darf, wobei das allgemeine Rollenprofil der Schauspielerin das Gleiche bleibt. Bekannt für meistens kurze Auftritte, ist sie hier, den verschiedenen Intervallen geschuldet, auch nur recht zeitlich begrenzt zu sehen, doch kann wie immer einen sehr ansprechenden Eindruck machen. Hier und da lassen sich ein paar bekannte Schauspieler ausfindig machen, doch das große Star-Aufgebot konnte auch hier nicht versammelt werden, selbst nicht für Sphären des zeitgenössischen Erotikfilms. Eine Erwähnung ist sicherlich noch die Beteiligung von Narziss Sokatscheff wert, der seinen nackten Arsch hier ungewöhnlicherweise als lüsterner Scheich in die Kamera schwingen darf. Musikalisch wird man immer wieder gedanklich zu Ralf Gregans später entstandenem "Das Amulett des Todes" geführt, da einige Stücke bereits hier zu hören sind. Außerdem wurde "Bett-Kanonen" ebenfalls von der Produktionsfirma City Film hergestellt. Der Verlauf verliert sich bevorzugt in über die Maßen langgezogenen Sex-Szenen, derentwegen das Zielpublikum schlussendlich in den Film gelockt werden sollte oder tatsächlich rekrutiert werden konnte, legt bei dieser Gelegenheit jedoch eine globale Substanzlosigkeit offen. Am Ende gibt es wenig zu sehen, das andernorts nicht schon deftiger beziehungsweise interessanter simuliert zu sehen war. Die Dialoge bemühen sich um komödiantische bis schlüpfrige Untertöne, was für Auflockerung sorgen soll und die verschiedenen Intervalle mit unterschiedlichen Geschichten sollen für Abwechslung stehen, doch alles ist unterm Strich nicht interessant genug, um zu einem positiven Fazit kommen zu können. Bei "Bett-Kanonen" muss bereits im Vorfeld irgendein gesteigertes Interesse vorhanden sein, um gut mit dem Angebot klarzukommen, da sich ansonsten höchstwahrscheinlich das Gegenteil etablieren dürfte.
Ralf Gregans "Bett-Kanonen" weist alleine vom Titel her bereits auf sehr leistungsfähige und entfesselte Protagonistinnen hin, die sich ihre Vorteile wahlweise über ausgelassenen Sex erarbeiten. Was so betrachtet nach einem wilden Ritt durch zeitgenössische Bahnhofskinos klingt, entpuppt sich leider nach geringer Spieldauer als eine Veranstaltung, die zwar allerlei akrobatische Eindrücke vermittelt, aber sich nicht von ähnlich angelegten Produktionen dieser Zeit abzuheben weiß. Ein Klatschjournalist berichtet einem Kollegen von zahlreichen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Frauen, die mit Sex Karriere machen konnten, doch es handelt sich noch nicht einmal um seine eigenen Sex-Kapriolen, sondern die Erfahrungen der anderen. Zwar ist kein Neid in seinem Gesicht zu erkennen, aber man ahnt, dass er bei all den attraktiven Betthäschen doch gerne selbst das Objekt der Begierde gewesen wäre. Da es sich um mehrere Erzählungen mit unterschiedlichen Protagonisten aus unterschiedlichsten Kreisen handelt, ist die Geschichte des Bremer Regisseurs episodenhaft angelegt und gibt ihren Akteuren in den jeweiligen Intervallen genügend Möglichkeiten, sich willen- hüllen- und zügellos zu zeigen. Immer wenn der Schwenk wieder an die Bar gelangt, an der sich der Journalist mit seinem Sex-Tratsch zu profilieren versucht, ist dem Zuschauer klar, dass der Film in eine neue Phase kommen wird, was sich jedoch nicht auf den Stil der Inszenierung, sondern ausschließlich auf die Personen, Geschichten und deren sexuellen Drive bezieht. Es gibt hier im Prinzip nicht mehr zu sehen als in anderen einschlägigen Softsex-Produktionen dieser Zeit, was sich vor allem auf den Entkleidungsdrang und die Zeigefreudigkeit der meist sehr nett anzusehenden Hauptdarstellerinnen bezieht. Die Regie billigt den hier angebotenen "Bett-Kanonen" jedoch etwas mehr Diskretion zu, wenn sich die Bettdecken bei sexuellen Aktionen wie von Geisterhand alleine aufstellen werden, um exponierte Stellen zu verhüllen. Die verschiedenen Geschichten bieten eine unterschiedliche Qualität an, sodass alles zwischen vergnüglicher Unterhaltung bis gähnender Langeweile zu finden ist.
Tendenziell manövriert sich dieses über Jahrzehnte in der so gut wie in der Versenkung verschwundene Vehikel in Richtung eines schwächeren Vertreters, doch wenn man hier irgendeinen individuellen Anstoß findet, kann der Film weitgehend milde stimmen. Hier zu nennen ist etwa Heidrun Hankammer, die die Besetzungsliste sogar namentlich anführen darf, wobei das allgemeine Rollenprofil der Schauspielerin das Gleiche bleibt. Bekannt für meistens kurze Auftritte, ist sie hier, den verschiedenen Intervallen geschuldet, auch nur recht zeitlich begrenzt zu sehen, doch kann wie immer einen sehr ansprechenden Eindruck machen. Hier und da lassen sich ein paar bekannte Schauspieler ausfindig machen, doch das große Star-Aufgebot konnte auch hier nicht versammelt werden, selbst nicht für Sphären des zeitgenössischen Erotikfilms. Eine Erwähnung ist sicherlich noch die Beteiligung von Narziss Sokatscheff wert, der seinen nackten Arsch hier ungewöhnlicherweise als lüsterner Scheich in die Kamera schwingen darf. Musikalisch wird man immer wieder gedanklich zu Ralf Gregans später entstandenem "Das Amulett des Todes" geführt, da einige Stücke bereits hier zu hören sind. Außerdem wurde "Bett-Kanonen" ebenfalls von der Produktionsfirma City Film hergestellt. Der Verlauf verliert sich bevorzugt in über die Maßen langgezogenen Sex-Szenen, derentwegen das Zielpublikum schlussendlich in den Film gelockt werden sollte oder tatsächlich rekrutiert werden konnte, legt bei dieser Gelegenheit jedoch eine globale Substanzlosigkeit offen. Am Ende gibt es wenig zu sehen, das andernorts nicht schon deftiger beziehungsweise interessanter simuliert zu sehen war. Die Dialoge bemühen sich um komödiantische bis schlüpfrige Untertöne, was für Auflockerung sorgen soll und die verschiedenen Intervalle mit unterschiedlichen Geschichten sollen für Abwechslung stehen, doch alles ist unterm Strich nicht interessant genug, um zu einem positiven Fazit kommen zu können. Bei "Bett-Kanonen" muss bereits im Vorfeld irgendein gesteigertes Interesse vorhanden sein, um gut mit dem Angebot klarzukommen, da sich ansonsten höchstwahrscheinlich das Gegenteil etablieren dürfte.