Conquest (D)
Conquest (IT)
La conquista de la tierra perdida (ES)
Conquest: À Conquista da Terra Perdida (POR)
El bárbaro: la conquista de la tierra perdida (MEX)
Mace the Outcast
IT 1983
R: Lucio Fulci
D: Andrea Occhipinti, Jorge Rivero, Sabrina Siani, Violeta Cela, Josè Gras Palau, Conrado San Martín, Gioia Scola
Deutsche Erstaufführung: Mai 1984 (VHS-Premiere)
Synchronkartei
Schnittbericht: Ungeprüft - Not Rated
Schnittbericht: NL 16 - VCL ungeprüft
Italo-Cinema
Filmclub BALI
Score: Claudio Simonetti
OFDb
"Du hast Weg der Tapferkeit und der Aufopferung gewählt, Ilias. Deine Reise wird dich mitten in das Zentrum einer dunklen Macht führen. Möge dich unser Segen stets schützen, mein Sohn, denn Mut soll allen Männern ein Beispiel sein. Mögen die Götter dir die Kraft geben, dein Schicksal zu erfüllen."
Aus den alten grauen Vorzeiten menschlichen Daseins ... Kraftvoll, jung und vital – das ist Ilias (Andrea Occhipinti),Sohn eines Stammeshäuptlings. Um seine Männlichkeit zu erproben, tritt er eine Reise in das gefahrenvolle, animalisch-grausame Leben der Vorzeit an. Ein magischer Elfenbeinbogen ist sein einziger Wegbegleiter. Das unergründliche Land Ocrons (Sabrina Siani) ist sein Ziel. Mit eiserner Hand und grausamen Ritualen herrscht die unbezähmbare Wilde über ihr Volk. Ihre Armee von Wolfsmenschen nimmt Ilias‘ Fährte auf und hetzt ihn, blutgeil und mordgierig, durch Ocrons Reich. Eine unheimliche Odyssee in die nebelgrauen Vorzeiten unserer Vorfahren. [Quelle: 84 Entertainment]
Keine Ahnung, was Lucio Fulci geritten hat, als er 1983 im Fahrwasser des Erfolges von CONAN - DER BARBAR das vorliegende Machwerk verbrach, denn CONQUEST dürfte zweifelsfrei zu sein verquerster Film sein, den er in seiner langen Laufbahn als Regisseur auf die Beine gestellt hat. Sein fantastischer Streifen entführt uns in ein nebelverhangenes Land, in dem nicht nur pelzige Fabelwesen hausen, sondern auch eine Frau namens Ocron, die außer einem eisernen Leder-Slip und einer lebenden Schlange nichts an ihrem Körper trägt. Dafür schlürft sie gerne die Gehirne ihrer Gegner aus und unterhält eine ganze Armee an unglaublichen Gestalten, zu denen neben zombieartigen Geschöpfen auch wolfsähnliche Kreaturen zählen. Zur verworrenen Story gibt es auch nicht viel zu erzählen, da diese vornehmlich aus blutigen Keilereien besteht, die wie am Fließband vonstattengehen. Neben den beiden Hauptprotagonisten, Ilias und Mace, die mit einem magischen Flitzebogen bewaffnet sind, der effektreich mit Laserlichtpfeilen schießt, gibt es auch den bösen Zora (Conrado San Martín), der in einer dubiosen Blechuniform festsitzt. Ansonsten gibt es noch aufplatzende Abszesse, die glücklicherweise mit einem magischen Kraut geheilt werden können und eben ganz viel Nebel, der wiederum dafür sorgt, dass große Teile der Filmszenen im völligen Dunkeln bleiben. Möchte nicht wissen, wie viele Nebelmaschinen Fulci am Set dieses diffusen Films in Beschlag genommen hat. Hinzu gesellt sich auch noch ein Weichzeichner-Filter, der dem Film einen milchig-vernebelten Touch verleiht. Dies hat zur Folge, dass man während den Nachtszenen, von denen es einige in diesem Film gibt, so gut wie gar nichts erkennt. Dann wären da noch die Schauspieler, die allesamt hölzern wirkende Darbietungen aufs Parkett legen. Einzig die Filmmusik von Claudio Simonetti, die teilweise sehr hypnotisch wirkt, sowie die Kameraarbeit können bei diesem Filmfiasko überzeugen, das dennoch irgendwie Spaß bereitet. Hierzulande wurde der Streifen 2012 von 84 Entertainment auf DVD veröffentlicht. Neben der regulären Fassung, von der auch die Screenshots stammen, beinhaltet das Mediabook neben der Soundtrack-CD auch noch eine Extra-DVD mit einer Grindhousefassung, die weitaus heller ausgefallen ist. Werde diesbezüglich in der nächsten Woche auch noch ein paar Vergleichsbilder posten. Amen.
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