Insel der Sadisten (D)
Platinum High School (USA)
I perduti dell'isola degli squali (IT)
A Ilha das Víboras (POR)
Isla de víboras (MEX)
Rich, Young and Deadly
Trouble at Sixteen
USA 1960
R: Charles F. Haas
D: Mickey Rooney, Terry Moore, Dan Duryea, Conway Twitty, Warren Berlinger, Yvette Mimieux, Jimmy Boyd, Richard Jaeckel u.a.
Deutsche Erstaufführung: 20. Januar 1961
Synchronkartei
Score: Van Alexander and his Orchestra & Conway Twitty
OFDb
Der in Scheidung lebende Ingenieur Steven Conway (Mickey Rooney) reist nach dem tödlichen Unfall seines Sohnes an den Ort des grausamen Geschehens -eine auf einer einsamen Insel abgelegene Kadettenschule für straffällig gewordene Söhne reicher Eltern-, um das tragische Geschehen besser verstehen zu können. Als Conway -dem seit seiner Scheidung der Kontakt zu seinem Sohn anwaltlich unterbunden wurde- nach einer beschwerlichen Anreise die Insel endlich erreicht, wird er sogleich von dem mürrisch wirkenden Major Kelly (Dan Duryea) und dessen recht undiszipliniert wirkenden Kadettenhaufen auf eine nicht gerade gastfreundliche Art in Empfang genommen. Bereits nach kürzester Zeit beschleicht Conway das mulmige Gefühl, dass sowohl etwas mit der straflagerähnlichen Besserungsanstalt nicht stimmt als auch etwas an dem angeblichen Unfalls seines Sohns faul zu sein scheint. Unbeeindruckt von der augenscheinlichen Gegenwehr Major Kellys setzt Conway seine Nachforschungen auf der Insel unnachgiebig fort. Dabei stößt er erwartungsgemäß auf einige Ungereimtheiten, die den Tod seines Sohnes in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Wird es Conway gelingen -dessen Leben im weiteren Verlauf immer öfters in Gefahr gerät-, seine grauenhafte Vermutungen letztendlich auch zu beweisen? Und noch viel wichtiger: Wird es ihm überhaupt gelingen, die Insel noch lebend zu verlassen?
Ein sehr erstaunlicher B-Movie, den Charles F. Haas im Jahre 1960 ablieferte und an den ich im Vorfeld keinerlei Erwartungen hegte. Die INSEL DER SADISTEN entpuppte sich als ein düster inszeniertes Glanzstück, das obendrein auch keine Gefangenen macht. Mickey Rooney glänzt in der Rolle des überaus souverän wirkenden Ingenieurs Cornwall, der im Alleingang das Rätsel um den mysteriösen Tod seines Sohns klären möchte. Dabei gelang es dem Regisseur hervorragend, durchweg eine unbehagliche Stimmung aufzubauen, die auch bis zur finalen Dialogszene keinen Abbruch erleidet. Dies wäre dann auch der einzige Wermutstropfen, denn der pathetisch anmutende Abschluss-Plausch zwischen Cornwall und Jimi hätte sich Charles F. Haas dann doch besser gespart. Aber abgesehen von diesem kurzen Moment verbleibt ein eindrucksvoller und zugleich schonungsloser Film, der in der deutschen Fassung obendrein auch noch mit einer erstklassigen Synchro versehen wurde. Ein sehenswerter Geheimtipp!
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US-Titelvorspann:
