Merete Van Kamp
INSEL DER SCHWARZEN WITWEN
● THE MOST DANGEROUS WOMAN ALIVE / LETHAL WOMAN / INSEL DER SCHWARZEN WITWEN (US|SA|1988)
mit Robert Lipton, James Luisi, Deep Roy, Prudence Solomon, Nita, Philippa Vernon, Adrienne Pierce, Kryska Wilkowska und Shannon Tweed
eine Produktion der Pure Gold Productions | Independant Network Inc Film Ventures
ein Film von Christian Marnham
»Nicht gerade sportlich von Ihnen, eine Frau in ihrem Schlaf zu töten!«
Christine Newhouse (Merete Van Kamp) hat bei der US-Army eine erfolgreiche Karriere vor Augen, doch ihre Ambitionen werden innerhalb von wenigen Momenten zunichte gemacht. Während ihrer Offiziers-Ausbildung wird die attraktive Frau nämlich von ihrem Vorgesetzten Colonel Maxime (James Luisi) vergewaltigt und gedemütigt. Obwohl sie ihn anzeigt und sogar vors Kriegsgericht bringt, wird der Fall heruntergespielt und der Täter frei gesprochen, um einen Skandal zu vermeiden. Bestätigt und triumphierend, vergewaltigt Maxine sein Opfer erneut. Christine verschwindet ohne viel Aufsehen von der Bildfläche und der traurige Fall scheint erledigt zu sein. Doch nach und nach verschwinden die Mitglieder des Kriegsgerichtes, welches den Colonel freigesprochen hatte, ohne eine Spur zu hinterlassen. Um den rätselhaften Fall zu lösen, setzt man den Geheimagenten Major Derek Johnson (Robert Lipton) auf die Geschichte an, der schließlich auf der Insel Bora Bora die schreckliche Wahrheit findet. Christina nennt sich nun Diana, die dort mit einer Gruppe von schönen Frauen agiert, um die Männer mit Sex anzulocken und sie vor ein eigenes Gericht zu stellen...
Die neunte Staffel "Dallas" bahnte den seltsamen Umweg zu diesem wohl eher unbekannten Film, dessen verschiedene Titel zunächst sehr interessant klingen. Hauptdarstellerin Merete Van Kamp, die in der Öl-Saga in 17 Folgen eine breitere Bekanntheit erlangen konnte, als sie Grace, die rechte Hand der gefährlichen Angelica Nero alias Barbara Carrera spielte, war hierbei vor allem die treibende Kraft, einmal unvoreingenommen zuzugreifen. Die aus Dänemark stammende Merete Van Kamp ist in dieser Produktion gleich in einer Hauptrolle bei ihrem aufreizenden Treiben zu begutachten, was im Endeffekt gar nicht einmal so uninteressant wirkt, wie die ersten Szenen des Films vermuten lassen. "Insel der schwarzen Witwen" gibt unheimlich schnell zu verstehen, um welche Art Film es sich dabei eigentlich handelt: viel zu schlecht, um wirklich schlecht zu sein. Dabei bilden eine Rache-Geschichte, ein Actionheld und eine konstruierte Romanze die übliche Würzmischung. Auffällig bleibt auch hier die Tatsache, dass sich im Endeffekt selbst kritische Untertöne immer wie Patriotismus anhören, aber in diese Hetzjagd durch die Vorhersehbarkeit sollte man vielleicht doch nicht allzu viel hinein interpretieren, da einem ansonsten der kleine Spaß daran genommen wird, den er trotz aller bezeichnenden Fehler vermittelt. Der Einstieg geschieht schnell, wird mit Rückblenden weiter verfeinert und bevor man sich versieht, wird die Protagonistin von ihrem Peiniger vergewaltigt, den sie vor ein Kriegsgericht zwingt. Auffällig sind die wirklich herrlich miesen Dialoge und Synchronsprecher, die alles ein bisschen weniger brisant erscheinen lassen, als es vielleicht gewünscht war.
Die Konstruktion bleibt also eindeutig, und plötzlich wird auch schon das erste Opfer per Helikopter auf die idyllische Insel geschafft - so glaubt man zumindest. Dort treffen die leicht bekleideten und angriffslustigen Damen alle Vorbereitungen. Offenbar wird jeder Besucher zunächst mit Sex weich gemacht, dann folgt das etwas alternative Kriegsgericht, bis die Hetzjagd durch den Dschungel folgt. Diese nicht unwichtigen Plot-Fragmente hätten ruhig ein wenig ausgiebiger geschildert werden können, um brisant und nachhaltig zu wirken, aber das andere Dutzend Angeklagte ist ja auch ohne jede Spur verschwunden, was dem Publikum vorenthalten wurde. Merete Van Kamp macht die komplette Angelegenheit mehr oder weniger optimistischer, hat sie doch letztlich die Fähigkeit die Hauptrolle der Anforderung nach zu schmeißen. Auf ihrer Insel lebt sie wie eine wilde Amazonen-Königin, deren Gefolgschaft gut ausgebildet zu sein scheint, sowohl im Bett als auch auf dem Schlachtfeld. Wie diese Konstellationen letztlich zu Stande kamen, bleibt allerdings ein ewiges Rätsel. Auch Diana lässt sich von ihren überaus willigen Mädchen verwöhnen, wobei das eher Wellness bedeutet als irgend etwas anderes. Merete Van Kamp bemüht sich um Wandlungsfähigkeit, doch dies bleibt in diesem recht platten Verlauf einfach auf der Strecke, da Kriegsbemalung und Kampfgeschrei einfach nicht ausreicht. Auch in Sachen Freizügigkeit gibt sie sozusagen gar keine erweiterte Vorstellung und sie überlässt dies ihren ebenso attraktiven Schwestern.
Insbesondere die überaus attraktive Shannon Tweed zeigt hier und da gerne etwas ausgiebiger, was sie zu bieten hat, doch das war es dann auch schon mit den außergewöhnlichen Schauwerten. Brutalität und Effekte sucht man auf der "Insel der schwarzen Witwen" vergebens, da die Regie sich in dieser Hinsicht lieber in Andeutungen verliert, aber dafür wird ausgiebig auf die Action-Tube gedrückt, was sich manchmal in recht gut choreografierten Kampfszenen äußert. Grauenhaft sind bleiben beispielsweise Ausstattung und Musik (der Abspann hält tatsächlich noch den lahmen Titelsong namens 'The most dangerous woman alive' bereit), genau wie die meisten darstellerischen Leistungen vor Ort, und die Dramaturgie ist erwartungsgemäß ebenfalls flach. Bereichert wurde das Ganze hingegen doch noch mit einigen schönen Aufnahmen der Schauplätze, die den exotischen Touch des Titels heraus arbeiten, wenngleich der Verlauf ihm wiederum beinahe den Reiz nimmt. Letztlich wirkt diese Produktion etwas billig zusammen geschnipselt und auch nicht besonders ambitioniert, für Einschätzungen der noch tieferen Kategorien aber schon wieder zu solide. Also darf man es sich im Endeffekt mal wieder aussuchen: was für die einen unglaublicher Schrott sein mag, ist für die anderen eher schon wieder eine kurzweilige Angelegenheit. Falls man filmisch gesehen also nicht nach den Sternen greift und sich des Charakters des Films bewusst ist, kann "Insel der schwarzen Witwen" eine abwechslungsreiche Unterhaltung darstellen, außerdem ist es nicht zu verachten, die schöne Merete Van Kamp etwas näher kennenzulernen.
Die neunte Staffel "Dallas" bahnte den seltsamen Umweg zu diesem wohl eher unbekannten Film, dessen verschiedene Titel zunächst sehr interessant klingen. Hauptdarstellerin Merete Van Kamp, die in der Öl-Saga in 17 Folgen eine breitere Bekanntheit erlangen konnte, als sie Grace, die rechte Hand der gefährlichen Angelica Nero alias Barbara Carrera spielte, war hierbei vor allem die treibende Kraft, einmal unvoreingenommen zuzugreifen. Die aus Dänemark stammende Merete Van Kamp ist in dieser Produktion gleich in einer Hauptrolle bei ihrem aufreizenden Treiben zu begutachten, was im Endeffekt gar nicht einmal so uninteressant wirkt, wie die ersten Szenen des Films vermuten lassen. "Insel der schwarzen Witwen" gibt unheimlich schnell zu verstehen, um welche Art Film es sich dabei eigentlich handelt: viel zu schlecht, um wirklich schlecht zu sein. Dabei bilden eine Rache-Geschichte, ein Actionheld und eine konstruierte Romanze die übliche Würzmischung. Auffällig bleibt auch hier die Tatsache, dass sich im Endeffekt selbst kritische Untertöne immer wie Patriotismus anhören, aber in diese Hetzjagd durch die Vorhersehbarkeit sollte man vielleicht doch nicht allzu viel hinein interpretieren, da einem ansonsten der kleine Spaß daran genommen wird, den er trotz aller bezeichnenden Fehler vermittelt. Der Einstieg geschieht schnell, wird mit Rückblenden weiter verfeinert und bevor man sich versieht, wird die Protagonistin von ihrem Peiniger vergewaltigt, den sie vor ein Kriegsgericht zwingt. Auffällig sind die wirklich herrlich miesen Dialoge und Synchronsprecher, die alles ein bisschen weniger brisant erscheinen lassen, als es vielleicht gewünscht war.
Die Konstruktion bleibt also eindeutig, und plötzlich wird auch schon das erste Opfer per Helikopter auf die idyllische Insel geschafft - so glaubt man zumindest. Dort treffen die leicht bekleideten und angriffslustigen Damen alle Vorbereitungen. Offenbar wird jeder Besucher zunächst mit Sex weich gemacht, dann folgt das etwas alternative Kriegsgericht, bis die Hetzjagd durch den Dschungel folgt. Diese nicht unwichtigen Plot-Fragmente hätten ruhig ein wenig ausgiebiger geschildert werden können, um brisant und nachhaltig zu wirken, aber das andere Dutzend Angeklagte ist ja auch ohne jede Spur verschwunden, was dem Publikum vorenthalten wurde. Merete Van Kamp macht die komplette Angelegenheit mehr oder weniger optimistischer, hat sie doch letztlich die Fähigkeit die Hauptrolle der Anforderung nach zu schmeißen. Auf ihrer Insel lebt sie wie eine wilde Amazonen-Königin, deren Gefolgschaft gut ausgebildet zu sein scheint, sowohl im Bett als auch auf dem Schlachtfeld. Wie diese Konstellationen letztlich zu Stande kamen, bleibt allerdings ein ewiges Rätsel. Auch Diana lässt sich von ihren überaus willigen Mädchen verwöhnen, wobei das eher Wellness bedeutet als irgend etwas anderes. Merete Van Kamp bemüht sich um Wandlungsfähigkeit, doch dies bleibt in diesem recht platten Verlauf einfach auf der Strecke, da Kriegsbemalung und Kampfgeschrei einfach nicht ausreicht. Auch in Sachen Freizügigkeit gibt sie sozusagen gar keine erweiterte Vorstellung und sie überlässt dies ihren ebenso attraktiven Schwestern.
Insbesondere die überaus attraktive Shannon Tweed zeigt hier und da gerne etwas ausgiebiger, was sie zu bieten hat, doch das war es dann auch schon mit den außergewöhnlichen Schauwerten. Brutalität und Effekte sucht man auf der "Insel der schwarzen Witwen" vergebens, da die Regie sich in dieser Hinsicht lieber in Andeutungen verliert, aber dafür wird ausgiebig auf die Action-Tube gedrückt, was sich manchmal in recht gut choreografierten Kampfszenen äußert. Grauenhaft sind bleiben beispielsweise Ausstattung und Musik (der Abspann hält tatsächlich noch den lahmen Titelsong namens 'The most dangerous woman alive' bereit), genau wie die meisten darstellerischen Leistungen vor Ort, und die Dramaturgie ist erwartungsgemäß ebenfalls flach. Bereichert wurde das Ganze hingegen doch noch mit einigen schönen Aufnahmen der Schauplätze, die den exotischen Touch des Titels heraus arbeiten, wenngleich der Verlauf ihm wiederum beinahe den Reiz nimmt. Letztlich wirkt diese Produktion etwas billig zusammen geschnipselt und auch nicht besonders ambitioniert, für Einschätzungen der noch tieferen Kategorien aber schon wieder zu solide. Also darf man es sich im Endeffekt mal wieder aussuchen: was für die einen unglaublicher Schrott sein mag, ist für die anderen eher schon wieder eine kurzweilige Angelegenheit. Falls man filmisch gesehen also nicht nach den Sternen greift und sich des Charakters des Films bewusst ist, kann "Insel der schwarzen Witwen" eine abwechslungsreiche Unterhaltung darstellen, außerdem ist es nicht zu verachten, die schöne Merete Van Kamp etwas näher kennenzulernen.