Kamera: Romolo Garroni
Musik: Carlo Esposito
Drehbuch: Tanio Boccia
Jeff Carters Schwester, Deborah, wurde vergewaltigt und anschließend ermordet. Bei der Leiche findet man einen Poncho. Dieses Indiz reicht bereits aus, um die Mörder (Montana und seine Bluthunde) zu bestimmen. Jeff will Rache, er verfolgt eine „blutige Spur“…
„Djangos blutige Spur“ entstammt einer Dekade in der sich der Italo-Western bereits auf seiner Abschiedstournee befand und die Haartrachten seiner männlichen Darsteller zusehends länger sowie ungepflegter wurden. Freilich wurden immer noch ordentliche Italo-Western inszeniert, aber der prozentuale „Rotzanteil“ mehrte sich und bescherte dem Bodensatz stets neue Mitglieder. Zum versöhnlichen Abschied setzten „Keoma“ und „Mannaja“ (sozusagen als Gunther und Siegfried einer Genregötterdämmerung“) noch mal zwei ganz fette Ausrufezeichen. Bis es soweit war, sollten allerdings noch einige Jahre ins Land ziehen.
Tanio Boccia hat mit seinen Italo-Western (wenn man von dem brillanten „Die sich in Fetzen schießen“ absieht) nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen. Sein IW Debüt feierte er mit „Für eine Handvoll Blei“. Ein Western, den man bestenfalls als eine halbwegs gelungene Imitation von „Eine Handvoll Dollar“ bezeichnen kann. Es folgten „Mein Leben für die Rache“ und „Djangos blutige Spur“.
"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen…“ (Helmut Kohl)
Da hat der „Kanzler der Spendenaffäre“ natürlich Recht. Ergo werden wir nach einem bleihaltigen wie durchaus interessanten Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit geladen. Dieser Trip vermittelt uns sukzessive, dass der Film sein gesamtes Pulver innerhalb der Anfangsphase verschossen hat, denn er (der Film) wirkt träge und wird zudem von einer miserablen Musik begleitet. Allerbeste Vorraussetzungen, um den Wohnzimmer-Pistoleros ihren Filmabend mal so richtig schön zu versaubeuteln. Rachestorys sind freilich zum größten Teil absehbar, aber ein gtes drehbuch wie ein guter Regisseur sind Manns genug, um rezidivierende Spannungsspitzen rauszukitzeln und den Zuschauer zum Film zu verführen. „Djangos blutige Spur“ ist allerdings von Spannung befreit. Und davon abgesehen, dass wir die Story schon aus neunhundertsiebenundzwanzig anderen Western kennen, haben wir es hier - und das können wirklich nur wenige Italo-Western von sich behaupten - mit einem ganz besonderen Scheißfilm zu tun.
Der Ninja aller Ninja, Richard Harrison, ist in der Rolle des Jeff Carter der Einzige, der den Film zumindest gelegentlich aus dem Totalausfallmodus herauslockt. Der Mann, der gemeinsam mit Maurizio Merli um den Titel „Markantester Schnauzbart der Filmgeschichte“ streiten könnte, wertet (mit seiner Präsenz) eh so gut wie jedes Vehikel auf. Man siehe diverse Ninja Flicks, die ohne ihn unerträglich wären und die obendrein niemanden (mich allerdings ausgeschlossen) interessieren würden
Gemessen an den bekannten Namen, die der Besetzungsstab zu bieten hat, mutet es nahezu sensationell wie die Protagonisten hier verheizt werden. Selbst Rik Battaglia, eine Type die eigentlich immer für Stimmung sorgen kann, bleibt blass. Die Krönung ist jedoch eine vollkommen deplatzierte Anita Ekberg, die nebenher rund 36 Kilo Übergewicht auf die Waage bringt. Sonderlich attraktiv fand ich die Frau eh nie, aber innerhalb „Djangos blutige Spur“ fällt sie mir fortwährend negativ auf. Die deutsche Synchronisation suggeriert die Wuchtbrumme übrigens nicht nur einmal als Traumfrau. Ich würde gerne wissen welcher Deibel den Dialogschreiber während seiner geistigen und sonstigen Ergüsse geritten hat?
Im Vergleich zu den zahlreichen Italo-Western, denen von der deutschen Bearbeitung der „Django-Stempel“ aufgedrückt wurde, kann man „Djangos blutige Spur“ als eines der wenigen Unikate bezeichnen. Nicht weil der Film so schlecht ist, sondern weil der Name Django in keiner Sekunde des Films erwähnt wird. Die deutsche Synchronisation schickt übrigens Topleute wie Lothar Blumhagen, Frank Glaubrecht, Horst Schön und Alexandra Lange ins Rennen.
Fazit: „Djangos blutige Spur“ wirkt einerseits fad und belanglos, aber andererseits auch außergewöhnlich… und zwar außergewöhnlich scheiße!
„Djangos blutige Spur“ entstammt einer Dekade in der sich der Italo-Western bereits auf seiner Abschiedstournee befand und die Haartrachten seiner männlichen Darsteller zusehends länger sowie ungepflegter wurden. Freilich wurden immer noch ordentliche Italo-Western inszeniert, aber der prozentuale „Rotzanteil“ mehrte sich und bescherte dem Bodensatz stets neue Mitglieder. Zum versöhnlichen Abschied setzten „Keoma“ und „Mannaja“ (sozusagen als Gunther und Siegfried einer Genregötterdämmerung“) noch mal zwei ganz fette Ausrufezeichen. Bis es soweit war, sollten allerdings noch einige Jahre ins Land ziehen.
Tanio Boccia hat mit seinen Italo-Western (wenn man von dem brillanten „Die sich in Fetzen schießen“ absieht) nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen. Sein IW Debüt feierte er mit „Für eine Handvoll Blei“. Ein Western, den man bestenfalls als eine halbwegs gelungene Imitation von „Eine Handvoll Dollar“ bezeichnen kann. Es folgten „Mein Leben für die Rache“ und „Djangos blutige Spur“.
"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen…“ (Helmut Kohl)
Da hat der „Kanzler der Spendenaffäre“ natürlich Recht. Ergo werden wir nach einem bleihaltigen wie durchaus interessanten Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit geladen. Dieser Trip vermittelt uns sukzessive, dass der Film sein gesamtes Pulver innerhalb der Anfangsphase verschossen hat, denn er (der Film) wirkt träge und wird zudem von einer miserablen Musik begleitet. Allerbeste Vorraussetzungen, um den Wohnzimmer-Pistoleros ihren Filmabend mal so richtig schön zu versaubeuteln. Rachestorys sind freilich zum größten Teil absehbar, aber ein gtes drehbuch wie ein guter Regisseur sind Manns genug, um rezidivierende Spannungsspitzen rauszukitzeln und den Zuschauer zum Film zu verführen. „Djangos blutige Spur“ ist allerdings von Spannung befreit. Und davon abgesehen, dass wir die Story schon aus neunhundertsiebenundzwanzig anderen Western kennen, haben wir es hier - und das können wirklich nur wenige Italo-Western von sich behaupten - mit einem ganz besonderen Scheißfilm zu tun.
Der Ninja aller Ninja, Richard Harrison, ist in der Rolle des Jeff Carter der Einzige, der den Film zumindest gelegentlich aus dem Totalausfallmodus herauslockt. Der Mann, der gemeinsam mit Maurizio Merli um den Titel „Markantester Schnauzbart der Filmgeschichte“ streiten könnte, wertet (mit seiner Präsenz) eh so gut wie jedes Vehikel auf. Man siehe diverse Ninja Flicks, die ohne ihn unerträglich wären und die obendrein niemanden (mich allerdings ausgeschlossen) interessieren würden
Gemessen an den bekannten Namen, die der Besetzungsstab zu bieten hat, mutet es nahezu sensationell wie die Protagonisten hier verheizt werden. Selbst Rik Battaglia, eine Type die eigentlich immer für Stimmung sorgen kann, bleibt blass. Die Krönung ist jedoch eine vollkommen deplatzierte Anita Ekberg, die nebenher rund 36 Kilo Übergewicht auf die Waage bringt. Sonderlich attraktiv fand ich die Frau eh nie, aber innerhalb „Djangos blutige Spur“ fällt sie mir fortwährend negativ auf. Die deutsche Synchronisation suggeriert die Wuchtbrumme übrigens nicht nur einmal als Traumfrau. Ich würde gerne wissen welcher Deibel den Dialogschreiber während seiner geistigen und sonstigen Ergüsse geritten hat?
Im Vergleich zu den zahlreichen Italo-Western, denen von der deutschen Bearbeitung der „Django-Stempel“ aufgedrückt wurde, kann man „Djangos blutige Spur“ als eines der wenigen Unikate bezeichnen. Nicht weil der Film so schlecht ist, sondern weil der Name Django in keiner Sekunde des Films erwähnt wird. Die deutsche Synchronisation schickt übrigens Topleute wie Lothar Blumhagen, Frank Glaubrecht, Horst Schön und Alexandra Lange ins Rennen.
Fazit: „Djangos blutige Spur“ wirkt einerseits fad und belanglos, aber andererseits auch außergewöhnlich… und zwar außergewöhnlich scheiße!
