DAS WERDEN WIR JA SEHEN!? 2.0

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Prisma
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Re: DAS WERDEN WIR JA SEHEN!? 2.0

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● 鬼婆 / ONIBABA - DIE TÖTERINNEN (JP|1964)
mit Nobuko Otowa, Jitsuko Yoshimura, Kei Satō, Taiji Taonoyama, Someshô Matsumoto, Kentarô Kaji und Uno Jūkichi
ein Produktion der Kindai Eiga Kyokai | im Verleih der NFF
ein Film von Shindō Kaneto

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»Ich bin kein Dämon! Ich bin ein Mensch!«


Im kriegszerrütteten Japan des 14. Jahrhunderts töten eine ältere Bäuerin (Nobuko Otowa) und ihre Schwiegertochter (Jitsuko Yoshimura) verirrte Samurai im hohen Schilfgras, um deren Rüstungen bei einem Hehler (Taiji Tonoyama) gegen Essen zu tauschen. Die Leichen lassen sie in einem großen Loch im Schilffeld verschwinden. Ihr brutaler Überlebenskampf gerät jedoch ins Wanken, als der heimgekehrte Soldat Hachi (Kei Satō) eine Affäre mit der jungen Frau beginnt. Aus Existenzängsten, Eifersucht und Furcht vor dem Verlassenwerden versucht die Alte ab sofort alles daranzusetzen, das junge Paar zu trennen …

Der Wind peitscht sich eine unwegsame Schilflandschaft zurecht, die Halme werden zu Spielbällen der Naturgewalten und veranstalten bedrohliche Schattenspiele. Es scheint, als veranstalte das Feld eine orchestrale Tragödie, um verheißungsvoll auf das hinzudeuten, was auf das Publikum zukommen wird. Zwei Frauen passen sich an die Natur und gegen die Natur des Menschen an. Sie funktionieren nur noch über ihren Überlebenstrieb, der ungebrochen ist. Schnell wird man Zeuge ihrer verzweifelten, aber ebenso kaltblütigen Strategie, durch jeden neuen Tag kommen zu können. So handelt es sich um einen guten Tag, wenn geschwächte und verletzte Samurai-Krieger des Weges kommen, die obendrein noch die Orientierung verloren haben. Welche Gefahr sollte schon von zwei abgemagerten und von der Not gezeichneten Frauen ausgehen? Man wird eines Besseren belehrt und bekommt eine noch kürzere Variante des kurzen Prozesses vor Augen geführt. Ein schwarzes Loch im Feld symbolisiert die Urängste des Menschen – in diesem Umfeld sind sie mehr als begründet. Die Grausamkeit beschränkt sich hierbei nicht auf das Visuelle, sondern geht in den Gedanken des Zuschauers weiter. Manche von den Opfern dürften noch nicht tot sein, denkt man sich ganz leise und insgeheim, also wirkt die Vorgehensweise umso brutaler. Man selbst sucht interessanterweise nicht nach Schuldigen oder Opfern, sondern platziert sich relativ neutral am Rande des kargen Geschehens. Die Schwarzweiß-Fotografie ist absolut brillant, die Geschichte leise und dennoch aufwühlend. Bei derartig starken Impressionen möchte man daher kaum glauben, dass es sich bei "Onibaba - Die Töterinnen" um eine klassische Independent- und Low-Budget-Produktion handelt, die über die eigene, unabhängige Gesellschaft des Regisseurs Shindō Kaneto finanziert und hergestellt wurde – nicht zuletzt, um sich von dem Diktat und den starren Vorgaben der großen Filmstudios freizumachen. Die finanziellen Beschränkungen zwangen die Macher zu einem extremen Minimalismus, der die psychologische Wirkung des Kammerspiels jedoch nur noch weiter verdichtete. Shindō reduziert das menschliche Dasein ohne gesellschaftliche Regeln auf seine nackten Urinstinkte und nutzt das wogende Gras als dynamische Bühne und visuelles Gefängnis.

Durch die avantgardistische, unheimlich stakkatoartige Musik von Hikaru Hayashi gewinnt die Szenerie eine fast fieberhafte Energie, die den Zuschauer packt, auch wenn nicht gerade Tür und Tor für den Tod geöffnet sind. Die kontrastreiche Schwarzweiß-Fotografie fabriziert intensive Stimmungen und Schwingungen, indem sie im gewittrigen Dunkel mit harten Schatten experimentiert. Immer wieder ist vom Teufel die Rede und man denkt sich insgeheim, dass er sich diese unmenschlichen Lebensbedingungen und die karge Einöde höchstpersönlich ausgedacht hat. Ein ebenso zentrales wie beklemmendes Motiv ist das metertiefe Erdloch mitten im Schilfmeer, das als Schacht in eine moralische und physische Hölle fungiert, in dem die Frauen ihre Opfer verschwinden lassen. Die Tötungsszenen sind in ihrer Pragmatik bestürzend, denn jede emotionale Regung wird beiseite geschoben, da die Frauen lediglich an die nächste, durch den Tod gesicherte Mahlzeit denken können. Getragen wird diese dichte Inszenierung von zwei Hauptdarstellerinnen, die im japanischen Heimatkino einen völlig unterschiedlichen, aber enormen Star-Status besaßen. Nobuko Otowa, die die ältere Frau verkörpert, war eine landesweit gefeierte Instanz und Shindōs Muse, während die jüngere Jitsuko Yoshimura als das unangepasste, wilde Gesicht der Japanischen Neuen Welle galt. Gemeinsam transportieren sie die unnachgiebige Natur zweier Frauen, die gegen alle Widrigkeiten das Überleben gelernt haben – lernen mussten. Bei aller Unmenschlichkeit kommen im Verlauf doch noch deutliche menschliche Züge wie Kontrollwahn, Angst, sexuelle Triebe und der unstillbare Wunsch nach einem besseren Leben auf. Das vage, symbolträchtige Finale des Films mündet schließlich in einem verzweifelten, metaphorischen Sprung, der reich an tieferen Deutungsebenen ist und von der zeitlosen Tragik menschlicher Entmenschlichung im Krieg erzählt. So wird "Onibaba - Die Töterinnen" zu einem filmischen Meisterwerk, das seine handwerkliche und narrative Brillanz in jeder einzelnen Einstellung konsequent ausspielt. Als Zuschauer bleibt man am Ende etwas fassungslos zurück, denn bei aller zeitlichen und realen Ferne handelt es sich zweifellos um keine Geschichte, die wie ein ausgedachtes Film-Märchen wirkt – denn im übertragenen Sinn kann der Teufel überall und nirgends lauern.

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Prisma
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Elke Sommer

BARON BLOOD


● GLI ORRORI DI CASTELLO DI NORIMBERGA / BARON BLOOD (I|D|1972)
mit Joseph Cotten, Massimo Girotti, Rada Rassimov, Alan Collins, Umberto Raho, Nicoletta Elmi, Dieter Tressler, Gustav De Nardo, Valeria Sabel und Antonio Cantafora
eine Produktion der Euro International Prodizioni Cinematografiche | Dieter Geissler Filmproduktion
ein Film von Mario Bava

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»Willkommen in Österreich!«


Als der junge College-Student Peter Kleist (Antonio Cantafora) in das österreichische Heimatdorf seiner Vorfahren reist, ahnt er nicht, welches Unheil er damit heraufbeschwört. Einer seiner Urahnen war der sadistische Schlossherr Otto von Kleist, der im ganzen Land als sogenannter Blutbaron gefürchtet war. Zusammen mit der attraktiven Restauratorin Eva Arnold (Elke Sommer) veranstaltet Peter in einer unbedachten Minute eine Geisterbeschwörung in den alten Schlossmauern. Mithilfe des alten Hexenspruchs erwacht das Monster tatsächlich wieder zum Leben. Der Baron nimmt eine neue Gestalt an und beginnt sofort, die Anlage und das Dorf mit einer Welle des Terrors heimzusuchen …

Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Horrorfilms "Baron Blood" kann als Paradebeispiel für das oft widersprüchliche Räderwerk des damaligen europäischen Genrekinos angesehen werden. Obwohl es sich um eine reine italienisch-westdeutsche Co-Produktion handelt, wurde das Projekt maßgeblich durch die Dynamik des internationalen Marktes geprägt. Überlieferungen nach geriet die Produktion während der Dreharbeiten durch globale finanzpolitische Erschütterungen an den Rand des Ruins, als Kredite eingefroren wurden. So sprang die US-amerikanische Verleihfirma Cinevision Films in dieser existenziellen Krise mit einer massiven Finanzspritze ein und rettete das Projekt quasi in letzter Sekunde, wodurch der Film im Ausland nachträglich ein stark amerikanisiertes Image erhielt. Auf der kreativen Ebene offenbarte das Projekt von Anfang an merkliche erzählerische Schwächen. Nüchtern betrachtet wirkt das Drehbuch reichlich dünn, sprunghaft und voller logischer Schlaglöcher, verlässt sich dabei auf damals bereits abgenutzte Gothic-Horror-Versatzstücke wie eine völlig unmotivierte Geisterbeschwörung im Schloss oder ein arg gehetztes Finale. Dass der Film aber dennoch funktioniert, würde unter normalen Umständen vielleicht an ein kleines Kinowunder grenzen, wenn der Regiestuhl nicht von Mario Bava besetzt gewesen wäre, der es erneut schafft, die Geschichte rein visuell aus der Versenkung zu heben. Es ist anzunehmen, dass Bava, der vor allem ein pragmatischer Handwerker mit feinem Gespür war, weniger an tieferen gesellschaftspolitischen Botschaften oder intellektueller Stringenz interessiert gewesen ist, was das Endprodukt quasi belegt. Wo heute nicht selten eine intellektuelle Schwere oder psychologische Dekonstruktionen angebracht werden, scheint am Set eher Zweckmäßigkeit geherrscht zu haben. Mario Bava nutzte bunte Lichter meisterhaft, um billige Kulissen edel wirken zu lassen, und improvisierte ungünstige Voraussetzungen in das glatte Gegenteil um. Anstatt einer logischen Realität folgte der Regisseur konsequent den Gesetzen einer Traumwelt. Seine wahre Kunst lag oft in einer isolierten, aber beachtlichen Interessenverlagerung hin zur reinen Bildsprache. Er schuf eine ganz eigene Geometrie der Angst, indem er das Publikum durch Orientierungslosigkeit, Schockeffekte, extreme manuelle Zooms und ein surreales Farbenspiel, etwa aus giftigem Grün oder tiefem Kobaltblau, in eine visuelle Trance versetzte.

Selbst im Angesicht von Verderben, Tod und Schrecken stellte der Regisseur die Ästhetik völlig diametral in den Vordergrund, sodass man in seinen opulenten Ambientes sprichwörtlich in Schönheit sterben durfte beziehungsweise musste. Als perfekte Projektionsfläche für diese Albtraumlandschaft dient die Burg Kreuzenstein in Niederösterreich, eine neugotische Schauburg des 19. Jahrhunderts, die durch das Zusammenfügen originaler historischer Bauteile aus ganz Europa wie ein perfekt kuratiertes Filmset wirkt und Kameraleuten auf engstem Raum spektakuläre Motive bietet. Innerhalb dieser ausgeklügelten Bildwelten richtet sich Bavas Fokus ganz ungeniert auf Elke Sommer, die vom Regisseur regelrecht als visuelles Zentrum instrumentalisiert, aber gleichermaßen hofiert wird. Mit extremen Close-ups auf ihre angstgeweiteten Augen benutzt die Linse ihre normalerweise ausdrucksstarke Mimik als emotionale Achse für den Zuschauer. Bava hebt sie farblich durch helle Kostüme gezielt aus den düsteren Burgmauern hervor und stilisiert selbst ihre denkwürdige Flucht durch die nebligen Gassen zu einer eleganten, fast modischen Inszenierung einer Frau in Gefahr, die im Rückblick ganz im Dienst der visuellen Faszination steht. Dass auf der Leinwand neben ihr kaum andere deutsche Gesichter zu sehen sind, lag an der asymmetrischen Verteilung der Produktionskapazitäten. Es ist anzunehmen, dass es sich um eine reine Papier-Co-Produktion gehandelt hat, bei der die deutsche Seite zwar Geld beisteuerte, das operative Filmgeschäft vor Ort jedoch komplett dem eingespielten italienischen Team rund um Mario Bava überließ. Bis auf wenige lokale Ausnahmen wie Dieter Tressler als Schnelldurchläufer dominierte die römische Equipe das Set, während Elke Sommer als deutsches Zugpferd reichte, um die gesetzlichen Länder-Quoten zu erfüllen. Es heißt, dass sie mit Bavas unaufgeregtem Arbeitsstil harmonierte, während der junge Italiener Antonio Cantafora eine prägnante Hauptrolle ablieferte. Er war damals in seiner Heimat zwar noch kein Kassenmagnet und das Budget bot ohnehin kaum Möglichkeiten für jeden doppelten Dreh (mit US-Stars), doch er erlangte nur ein Jahr später unter dem Pseudonym Michael Coby als Terence-Hill-Doppelgänger in populären Prügelkomödien Kultstatus. Was Elke Sommer betrifft, dominiert sie diesen Verlauf und verweist ihre prominenten Kollegen namens Massimo Girotti oder sogar Joseph Cotten in die zweite Reihe, was gerade bei Cotten auch an der überschaubaren Screentime liegen mag.

Elke Sommer ist im Rückblick nicht aus dieser Maschinerie des Grauens wegzudenken, doch ihr Schauspiel wirkt alles andere als minutiös angepasst. Oft entsteht der Eindruck von überspitzten Tendenzen, die sie unglaubwürdige emotionale Momente kreieren lassen. Gerade bei ihr fällt dieser sich manifestierende Eindruck auf, da Elke Sommer eigentlich für ihre überzeugende Sparsamkeit bekannt war: Schwere emotionale Situationen beinahe trotzig quittierend, eine von Grund auf positive Ausstrahlung anbietend und sich selten aus der Bahn werfen lassend. Vielleicht waren Angebot und Nachfrage hier noch nicht so perfekt abgestimmt wie im Nachfolger "Lisa und der Teufel". Das größte Paradoxon des Films liegt jedoch in seiner auffällig gespaltenen Rezeption. Im westdeutschen Kino der 1970er-Jahre fand der Film überhaupt keine Beachtung und somit keinen Verleih, da der klassische Schauerfilm hierzulande kommerziell so gut wie tot war. Das Publikum verlangte nach zweifellos wesentlich minderwertigeren Softsex-Reporten oder qualitativ schwankend ausgefallenen, aber sehr populären Italowestern. Elke Sommers immer noch vorhandene Star-Power reichte für den großen Wurf schlicht und einfach nicht aus, um das finanzielle Risiko für einen Verleih abzufedern. Deshalb feierte der Film in Deutschland erst im Fernsehen und später im Programmkino seine doch noch verdiente Premiere. Ganz anders verhielt es sich in den USA und anderen englischsprachigen Ländern. Dort wurde der Film durch den Verleih American International Pictures stark modifiziert und im Herbst 1972 zu einem handfesten Geschäft in den Autokinos. Obwohl die US-Kritik den Film damals verriss und er bis heute nicht selten niedrige Wertungen hält, spülte der Erfolg im englischsprachigen Raum so viel Geld in die Kassen, dass der Produzent Alfredo Leone dem Regisseur direkt im Anschluss für das Nachfolgeprojekt "Lisa und der Teufel" ein hohes Budget und künstlerische Freiheit zusicherte. Ein Traum für jeden Regisseur. So führte das bewusste Aushebeln jeglicher Drehbuch-Logik zugunsten reiner Bildgewalt am Ende dazu, dass Bava und Elke Sommer sich ohne Zögern gemeinsam auf den nächsten filmwirtschaftlichen Schleudersitz begaben. Insgesamt liefert der Film das für Bava typische, besondere und auch faszinierende visuelle Erlebnis: den schönen Schrecken und das Außergewöhnliche fürs Auge durch sein obligatorisches aber trennendes Schaufenster. Der Zuschauer muss erzählerisch gesehen allerdings davor in der Holzklasse Platz nehmen.

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Prisma
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Mark Wahlberg

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● FOUR BROTHERS / VIER BRÜDER (US|2005)
mit Tyrese Gibson, André Benjamin, Garrett Hedlund, Terrence Howard, Josh Charles, Sofía Vergara, Chiwetel Ejiofor, Kenneth Welsh und Fionnula Flanagan
eine Produktion der Paramount Pictures | Di Bonaventura Pictures | Four Brothers Films | im Verleih der United International Pictures
ein Film von John Singleton

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»Wenn ihr lang genug beim Teufel an die Tür klopft, wird euch auch jemand aufmachen!«


Nach dem scheinbar zufälligen Mord an ihrer Pflegemutter Evelyn Mercer (Fionnula Flanagan) kehren vier ungleiche Brüder nach Detroit zurück. Als die Männer bei den polizeilichen Ermittlungen auf Ungereimtheiten stoßen, beschließen sie, die Wahrheit auf eigene Faust herauszufinden. Ihre Nachforschungen führen sie tief in ein gefährliches Netz aus lokaler Korruption und organisierter Kriminalität. Schließlich nehmen die Brüder das Gesetz selbst in die Hand. Schon bald wird es für den hitzköpfigen Anführer Bobby (Mark Wahlberg), den ex-militärischen Frauenschwarm Angel (Tyrese Gibson), den bürgerlichen Geschäftsmann Jeremiah (André Benjamin) und den jüngsten, rebellischen Rocker-Bruder Jack (Garrett Hedlund) ebensgefährlich …

Die filmische Wurzel von John Singletons rasantem Action-Thriller "Vier Brüder" liegt überraschenderweise im klassischen Hollywood-Kino der 1960er-Jahre. Das dicht ausgearbeitete Drehbuch von David Elliot und Paul Lovett basiert lose auf dem profilierten Western "Die vier Söhne der Katie Elder" aus dem Jahr 1965, in dem einst Leinwandlegende John Wayne die Hauptrolle spielte. Vierzig Jahre nach dessen Entstehen bietet dieses Werk eine völlig andere, aber ebenso interessante und dramatische Geschichte. Regisseur Singleton übernahm dabei den dramaturgischen Kern des Originals – dass der Mord an der Mutter die entfremdete Familie wieder zusammenführt. Er verlegte die archaische Rachegeschichte jedoch aus den staubigen Prärien des Wilden Westens in das von wirtschaftlichem Verfall gezeichnete, tief verschneite Detroit. Dass dieser Genremix den Nerv der Zeit traf, bewies das Werk kurz nach seinem Start im Spätsommer 2005 an den Kinokassen. Der Film entwickelte sich zu einem soliden kommerziellen Erfolg, stürmte am Startwochenende direkt auf Platz 1 der US-Kinocharts und spielte weltweit mehr als das Doppelte seiner Produktionskosten ein. Während der Western von 1965 noch den klassischen Mythos von Recht und Gesetz im ungezähmten Territorium zelebrierte, nutzte die Regie das moderne Setting für einen rauen Neo-Noir-Thriller mit deutlichen ästhetischen Anleihen am Blaxploitation-Kino der 1970er-Jahre. Auf diese Weise wird ein korruptes System skizziert, in dem die Staatsgewalt versagt und die Brüder die Justiz selbst in die Hand nehmen müssen. In der gestalterischen Umsetzung setzt der Film vor allem auf eine schonungslose und überaus physische Bildsprache. Obwohl die Handlung in Michigan verortet ist, offenbaren die Produktionsnotizen, dass der Großteil der Dreharbeiten aus wohl steuerlichen Gründen im kanadischen Toronto und Hamilton stattfand, aber die düstere Atmosphäre entfaltet sich dennoch perfekt. Ein bemerkenswertes Detail der Produktion ist dabei die authentische Kälte: Sämtlicher Schnee im Film ist echt, da das Team komplett auf künstlichen Schnee verzichtete, was den Schauspielern körperlich einiges abverlangt haben dürfte. Zudem verzichtete Singleton weitgehend auf glatte CGI-Effekte und setzte stattdessen auf handgemachte Stunts, explosive Schießereien und eine dynamische Kameraführung.

Die auffällige visuelle Härte wird durch einen extrem stimmungsvollen Motown-Soul-Soundtrack begleitet, der den Schmerz über den Verlust der Ziehmutter beachtlich untermalt. Das Herzstück des Films bildet das ungleiche, aber dennoch harmonierende Quartett der adoptierten Brüder, deren Chemie die emotionale Achse der Erzählung bleibt. Der Mord an ihrer Mutter schweißt sie erneut zusammen; das Gefühl der Rache macht sie trotz gravierender charakterlicher Unterschiede in vielen Situationen sogar gleich. Mark Wahlberg war dem Vernehmen nach vom Drehbuch so angetan, dass er die Rolle des hitzköpfigen Anführers Bobby Mercer annahm, noch bevor ein Regisseur feststand – ein großes Glück für diese Produktion. Er verkörpert die Figur mit grimmiger Entschlossenheit und verleiht ihr eine faszinierende Art der ungeschliffenen Perfektion. Mark Wahlberg gilt als eines der bemerkenswertesten Phänomene Hollywoods. Wer hätte in den 1990er-Jahren damit gerechnet, dass er sich nach zahlreichen Eskapaden, Unterwäsche-Kampagnen, einem Home-Workout-Video und erfolgreichen Musikkarrieren in den USA und Europa zu einer derartigen schauspielerischen Kapazität entwickeln würde? Seine Kollegen stehen der packenden Interpretation allerdings in nichts nach. An seiner Seite spielt Tyrese Gibson den ex-militärischen Frauenschwarm Angel Mercer mit einer der Situation nicht immer angepassten Leichtigkeit. Der OutKast-Musiker André 3000 liefert als vermeintlich bürgerlicher Geschäftsmann Jeremiah Mercer eine überraschend nuancierte Performance ab, während Garrett Hedlund als jüngster Bruder für Rebellion und eine Naivität steht, die bereits ein Verhängnis andeutet. Dieses multikulturelle Ensemble bricht ganz bewusst ethnische Barrieren auf, da die tiefe Verbundenheit der ungleichen Brüder einzig durch die Liebe zu ihrer ermordeten Pflegemutter definiert wird. Ergänzt wird die Besetzung durch starke Nebenrollen von Terrence Howard, Chiwetel Ejiofor und Sofía Vergara in einer ihrer frühen Hollywood-Rollen. Nach der Veröffentlichung stieß "Vier Brüder" bei der Fachkritik erwartungsgemäß auf ein geteiltes Echo, aber das Werk genießt heute dennoch einen sehr hohen und verdienten Stellenwert. Der Film bietet eine dichte, über weite Strecken packende Geschichte, die schon jetzt als Kultfilm gehandelt wird und vielleicht das Potenzial besitzt, sich langfristig als Klassiker des Genres zu etablieren.

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Prisma
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● DER LETZTE MOHIKANER / EL ÚLTIMO MOHICANO / LA VALLE DELLE OMBRE ROSSE (D|E|I|1965)
mit Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Carl Lange, Marie France, Ricardo Rodríguez, Kurt Großkurth, Ángel Ter, Stelio Candelli, Cris Huerta,
Mariano Halcon, Jean Mathieu, Rafael Hernández, Charles Dechamps, Leandro San José, Martin Diaz sowie Dan Martin und Athony Steffen
ein International Germania Film | Procusa | Balcázar | Cineproduzione | im Constantin Filmverleih
nach den gleichnamigen Roman von James Fenimore Cooper
ein Film von Harald Reinl

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»Britische Ohren sind genauso empfindlich wie amerikanische!«


Der erfahrene Waldläufer Falkenauge (Anthony Steffen) und sein treuer mohikanischer Freund Unkas (Dan Martin) übernehmen die gefährliche Aufgabe, Cora (Karin Dor) und Alice (MarieFrance), die zwei Töchter eines britischen Kommandanten (Carl Lange), sicher durch ein umkämpftes Gebiet zu eskortieren. Doch auf dem Weg durch die unwegsame Wildnis lauert der rachsüchtige Huronen-Häuptling Magua (Ricardo Rodríguez), der mit den Franzosen verbündet ist und den Briten noch eine alte Rechnung offen hat. Als die Gruppe in einen Hinterhalt gerät und die Frauen entführt werden, beginnt für die beiden ungleichen Freunde und den sie begleitenden Captain Heyward (Joachim Fuchsberger) ein Wettlauf gegen die Zeit. Es entsteht ein Überlebenskampf, bei dem das Schicksal der gesamten Gruppe auf dem Spiel steht …

Ende 1962 konnte die Berliner Rialto Film Preben Philipsen einen Großerfolg mit Harald Reinls Karl May-Verfilmung "Der Schatz im Silbersee" landen, der 1964 als erster Film überhaupt mit der "Goldenen Leinwand" für mindestens drei Millionen Kino-Zuschauer ausgezeichnet wurde. Über die Jahre gesehen und durch zahlreiche Wiederaufführungen ist sogar von einer Gesamtanzahl von etwa 10 Millionen Zuschauern auszugehen. Obwohl Georg Marischkas "Die Sklavenkarawane" als erster Nachkriegsfilm nach Karl May zu bezeichnen ist, gilt "Der Schatz im Silbersee" auch heute noch als unumstrittener Auftakt einer sehr erfolgreichen Karl May Welle, die noch etliche Farbfilme hervorbrachte. Das Konzept derartig aufwändig hergestellter Abenteuerfilme nach bekannten Romanvorlagen ging also vollumfänglich auf und animierte die Konkurrenz, ähnliche oder sogar recht identische Angebote zu platzieren, da der Erfolg einigermaßen vorprogrammiert zu sein schien. Harald Reinls "Der letzte Mohikaner" war bereits für das Produktionsjahr 1963 mit alternativer Besetzung geplant, wurde dann aber erst zwei Jahre später realisiert, da der immense "Winnetou"-Erfolg quasi dazwischenkam und die zentrale Schaltstelle Constantin Film diesen Filmen Priorität einräumte. Diese strategische Verschiebung auf Verleihebene durch die Constantin führte selbstverständlich zu Einbußen beim Enderfolg, außerdem inszenierte man auf Basis der Romanvorlage von James Fenimore Cooper. Die Regie kopiert den Stil der May-Verfilmungen oder ruft besser gesagt das eigene Repertoire ab, um dem Publikum einen Film anzubieten, der trotz unterschiedlichen Autors dennoch funktionieren soll. Mit den Zugpferden Joachim Fuchsberger und Karin Dor konnte man auf zwei bewährte Interpreten zurückgreifen, die das deutsche Kino seit Jahren prägten und für volle Kinosäle sorgen konnten, doch alleine diese Grundvoraussetzungen reichen nicht aus, um einen ebenbürtigen Film anzubieten. Zwar war "Der letzte Mohikaner" kein ausgesprochener Flop an den Kinokassen, doch der erhoffte Erfolg blieb vergleichsweise aus, was sich beinahe durch den laufenden Film selbst erklärt, denn ihm fehlt das gewisse Etwas und hat darüber hinaus mit sehr langweiligen Intervallen zu kämpfen. Die Kölner International Germania Film produzierte unter Leitung des in Rechtswissenschaften promovierten Dr. Alfons Carcasona und Heinz Willeg hochinteressante Titel, die sich rückblickend oft als ausgesprochene Konkurrenzproduktionen beschreiben lassen, aber einen guten Mix zwischen Kopie und Alternative finden konnten.

Diese Beschreibung kann man leider nicht auf "Der letzte Mohikaner" beziehen, denn er bleibt in allen Belangen, vor allem thematisch und qualitativ gesehen, auf der Strecke. Dies lässt sich durchaus trotz Harald Reinls betont routinierter Regie auch auf den inszenatorischen Bereich übertragen, da der groß angekündigte Titelheld der Geschichte schwächelt und nur ein Statistendasein führt. Vom Angebot her bekommt man insgesamt wenig Neues angeboten, das nicht schon längst andernorts dagewesen ist, sodass sich dieses Abenteuer nur schleppend erschließt, ungünstigerweise viel zu vorhersehbar ist und darüber hinaus einen großen Fehler begeht. Man konzentriert sich zu sehr auf Joachim Fuchsberger und Karin Dor, was aufgrund des Star-Status der beiden nur logisch erscheint und Fans nicht irritieren dürfte. Allerdings werden beide zugunsten einer seicht-sentimentalen Note vergeudet, wenngleich man dies auf hohem Niveau seufzen darf. Karin Dor überzeugt hier mit Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein, welches nur von ihrem Auserkorenen ausgehebelt werden darf. An ihrer Seite ist die bezaubernde Marie France alias Paca Gabaldón zu sehen, hier übrigens in ihrem ersten Kinofilm. Dies alles kann der großen Titel-Ankündigung schließlich nur wenig schmeicheln. Um es daher deutlich zu sagen: Film und Verlauf leiden unter der schwachen und beinahe irrelevant wirkenden Performance von Anthony Steffen, der keinen Raum geboten bekommt. Seine sporadischen und nahezu nichtssagenden Szenen reichen gerade aus, um ihn als klassische Fehlbesetzung zu identifizieren. Dem Film geht ohne einen starken Helden schlussendlich auch das Potenzial verloren, dessen Stärke wie in ähnlich gelagerten Filmen auszuspielen. Sein Partner Dan Martin macht eine bessere Figur, da der Verlauf ihm auch eine kantigere Präsenz zubilligt. Steffen nimmt das Publikum jedenfalls nicht mit und es scheint, dass es ihm einerlei ist, was er grade tut. Ganz im Gegensatz zu Joachim Fuchsberger oder sogar Carl Lange, die für das einstehen, was sie darzustellen haben. Diese einseitig verteilte Dominanz schadet dem Verlauf erheblich, sodass wichtige Charaktere wie abgewickelt wirken. Dennoch erscheint es so, dass diese Gewichtungen genauso kalkuliert zu sein waren. Im Angebot bleibt das übliche Repertoire aus Action, Dramatik und Niedertracht in den Köpfen der Zuschauer zurück, sowie schöne Landschaftsaufnahmen, was sich im Sinne der Erwartungshaltung dann doch eher wie eine globale Sparflamme anfühlt. Insgesamt gesehen stellt "Der letzte Mohikaner" keinen der einschlägigen Platzhirsche des Genres dar.

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● DIE HÖLLE VON MACAO / LES CORROMPUS / IL SIGILLO DI PECHINO (D|F|I|1966)
mit Robert Stack, Elke Sommer, Nancy Kwan, Christian Marquand, Maurizio Arena, Dean Heyde, Heidy Bohlen,
Richard Haller, Ah Yue Lou, Marisa Merlini, Rosemarie Stack, Susanne Hsiao, Maria Minh sowie Werner Peters
eine Produktion der cCc Filmkunst | Critérion Film | Franca Film | Sonor Cinematografica | im Constantin Filmverleih
Ein Film von Frank Winterstein und James Hill

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»Wir könnten alles miteinander teilen, sogar uns selbst!«


Dem amerikanischen Fotoreporter Cliff Wilder (Robert Stack) fällt überraschend ein uraltes Medaillon in die Hände, welches zu einem sagenumwobenen Schatz führen soll. Schon bald bekommen verschiedene Interessengemeinschaften Wind von der Sache, sodass Wilder schon bald zahlreichen Attacken ausgesetzt ist. Die Chinesin Tina (Nancy Kwan) erhebt erbrechtlichen Anspruch auf das Medaillon und den verborgenen Schatz, ebenso wie der rücksichtslose Gangster Brandon (Christian Marquand) oder der korrupte Polizeichef Pinto (Werner Peters). Auch die geheimnisvolle Lilly Mancini (Elke Sommer) scheint nicht unbeteiligt zu sein. Als Wilder der Lösung immer näher kommt, wird es lebensgefährlich …

Dieser von Artur Brauners cCc Filmkunst produzierte Abenteuerkrimi war seinerzeit mit laufenden Kosten von rund 5 Millionen D-Mark sehr hoch budgetiert, was ihm in immer wieder auftretenden Intervallen der Opulenz auch anzusehen ist. Bei internationaler Ausrichtung konnte das Projekt ein zufriedenstellendes Ergebnis einfahren und hat qualitativ deutlich mehr anzubieten, als vergleichbare Vertreter aus dieser Zeit. Versehen mit einem von Dusty Springfield eingesungenen Titelsong in Bond-Manier, kommt gleich eine spannende Atmosphäre auf, die durch das Auffinden eines seit Ewigkeiten verschollenen Medaillons wie auf Schienen gelegt wirkt. Es kommt zu kurz aufeinanderfolgenden Intervallen der Action und Brutalität, die durch die angewendeten Foltermethoden überaus plastisch wirkt. Diese Strategie weist förmlich auf, dass man es mit keinen lange herumfackelnden Amateuren zu tun hat, deren Credo der Tod als logische Konsequenz der Folter zu sein scheint. Eingefasst in sehr schöne Bildkompositionen und opulente Kulissen, kommt eine dienliche Atmosphäre auf, die den Verlauf auch in Phasen der empfundenen Entschleunigung interessant erscheinen lässt. Zudem ist die Kamera-Arbeit von Heinz Pehlke hervorzuheben, die auf dynamische Winkeleinstellungen setzt, um die volle breite des Sets, der exotisch wirkenden Schauplätze und das Agieren der Interpreten einzufangen. Die Geschichte an sich wirkt ansprechend und temporeich genug, um sich schnell auf sie einlassen zu können, zumal es etliche Interessengruppen gibt, unter denen sich einige Personen befinden, beziehungsweise verbergen, die nicht so einfach auszurechnen sind. Im übertragenen Sinn bricht eine Art Goldfieber aus, welches als Sinnbild für die Gier nach Macht, Unabhängigkeit und Reichtum steht, vorausgesetzt, der von Geheimnissen umwitterte Schatz wird auch gehoben. In der Zwischenzeit rollen einige Köpfe, da es Konsorten gibt, die es nicht in Erwägung ziehen, Gefangene zu machen. Interessant wirkt der Einsatz der jeweiligen Personen im Fadenkreuz der skizzierten Interessenskonflikte: halbe Monster in Menschengestalt, anmutige Damen, gewöhnliche Kriminelle und dubiose Zeitgenossen, die durch die internationale Star-Besetzung gleich genügend Konturen, teils auch Charakter verliehen bekommen. Das tödliche Spiel um einen Logenplatz in der Hölle ist somit fulminant eröffnet.

Der sympathische Protagonist gelangt relativ unverhofft zwischen die uneindeutig wirkenden Fronten und alles beginnt mit einigen Fotos in absolutem Sperrgebiet, sodass der Zuschauer gleich mit waghalsigen Verfolgungsjagden und etwas pyrotechnischer Spielerei konfrontiert wird. Der US-Amerikaner Robert Stack macht eine gute Figur und zeigt sich von seiner agilen und überaus resoluten Seite. Ob Gegner, potenzielle Liebschaften oder Unbeteiligte; er fertigt sie alle ganz nach den Maximen einer derartigen Produktion ab. Dabei fallen ihm die schönsten Frauen in die Arme oder auch umgekehrt, die von Elke Sommer, Heidy Bohlen und Nancy Kwan die schönsten Gesichter beigesteuert bekommen. Der Feind von morgen könnte heute schließlich noch ein Freund sein. Hieraus lässt sich ein Großteil der Spannung ziehen, die durch Schurkenrollen forciert wird. An erster Stelle ist hier zweifellos der Österreicher Richard Haller zu nennen, der mit gleich zwei Titelrollen in der simultan laufenden Edgar Wallace-Reihe betraut wurde. Als Folterknecht ohne Skrupel und mit perverser Lust, seine Opfer leiden und schließlich sterben zu sehen, kann er eine überraschend überzeugende Performance anbieten. Christian Marquand wirkt hingegen eher mit gewöhnlichem kriminellem Wasser gewaschen, doch man ist permanent in Alarmbereitschaft, da er jederzeit einen Revolver zücken könnte. Zu erwähnen ist sicherlich noch Werner Peters, der beide Seiten der Medaille erfolgreich mit der nötigen Portion Undurchsichtigkeit bedient. Alles in allem ist die Produktion gut besetzt, wirkt in diesem wichtigen Bereich dementsprechend auch überzeugend. Bei so viel Aufwand darf die Inszenierung selbstverständlich nicht schwächeln. Bei den Themen Action, Tempo und Spannung kommt es zu vielversprechenden Angeboten, die Dialogarbeit ist in ihren Momenten auf Wortwitz und Situationskomik ausgelegt, spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. Trotz überwiegend positiver Eindrücke in Basisbereichen, schleicht sich hin und wieder eine Art Premium-Leerlauf ein, der aufgrund der hochwertigen Bebilderung und der ansprechenden Interpretationen beinahe nicht als solcher zu identifizieren ist. "Die Hölle von Macao" bietet unterm Strich den Vorteil, dass viel Aufwand um eine recht handelsübliche Story betrieben wird, die vor allem im letzten Drittel des Verlaufs noch einmal richtig anzieht und mit Überraschungen aufwartet.

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DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHMALEN HÜFTEN


● DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHMALEN HÜFTEN (D|1961)
mit Claus Wilcke, Hannelore Elsner, Demeter Bitenc, Dorothee Parker, Katharina Williams und Barbara Valentin
ein Rapid Film | im ABC Filmverleih
ein Film von Johannes Kai

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»Hier kennt einer den anderen. Wie soll man da glücklich sein?«


Auf einer einsamen griechischen Insel lebt die junge Yusha (Hannelore Elsner) und wird von den Bewohnern wie eine Aussätzige behandelt, da ihr ein eigenartiger Ruf vorauseilt. Sie wird von den Menschen ihrer Umgebung als Hexe verschrien, da die Männer, die einst in sie verliebt waren, auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind. Grund genug, um Yusha zu meiden und sie zu demütigen, wo es nur geht. Vor der Insel liegt eine luxuriöse Yacht, die Robert (Claus Wilcke) im betrunkenen Zustand nach einem Streit verlässt und auf der Insel strandet. Er ist es, der den nächsten Toten findet und ihn ins Dorf trägt, sodass er unter Mordverdacht gerät. Yusha glaubt allerdings an seine Unschuld und auch er lässt sich von den Gerüchten um ihre Person nicht abschrecken. Die beiden verlieben sich und möchten fliehen, doch vergessen, dass der Mörder immer noch immer nicht überführt ist …

"Das Mädchen mit den schmalen Hüften" kann zu einem der Vorläufer für die später florierende Abenteuerfilm-Welle der Rapid gezählt werden und transportiert etwa ein ähnliches Flair wie hauseigene Beiträge à la "Ein Toter hing im Netz" oder beispielsweise "Die Insel der Amazonen". Das dabei verbreitete Insel- und Hochseeflair prägt diese Filme genauso wie eine gute Prise Erotik, teilweise kann der Zuschauer sogar ein mysteriöses Element wahrnehmen. Wolf C. Hartwig, der als skandalerprobt galt, reicherte seine Produktionen mit ein bisschen mehr Exotik und Sex an, als es die Konkurrenz zu dieser Zeit gewagt hätte und in diesem Sinne versuchte Regisseur Johannes Kai seinen Film darauf abzustimmen, nicht aber ohne auf eine präsentable Geschichte zu achten, die immer wieder recht interessante bis unwirsche Züge anzunehmen weiß. Der Produktion kommt vor allem die damals kaum 20-jährige Hannelore Elsner in der Titelrolle zugute, die man noch am Anfang ihrer beeindruckenden Karriere sieht und hier erst in ihrem sechsten Film. Die Geschichte setzt sich zunächst aus sehr kontrastreichen Eindrücken zusammen. Beginnend mit einer Art dolce vita light einer illustren Runde auf einer luxuriösen Yacht, führt der Weg zu vollkommen ländlich geprägten, traditionell und karg wirkenden Lebensumständen auf einer kleinen Insel, die offensichtlich sehr stark vom Aberglauben der Bewohner dominiert wird. Die junge Yusha wird gemieden und ist als Hexe abgestempelt, da sie mit mysteriösen Todesfällen einiger junger Männer in Verbindung gebracht wird, schließlich muss für das Unbegreifliche irgendeine Erklärung her. Besonders die weiblichen Inselbewohner kolportieren diese Märchen bei jeder sich bietenden Gelegenheit, strafen die junge Frau mit Verachtung und schneiden sie, da sie von den Männern im Übrigen wie die verbotene Frucht betrachtet wird.

Ein Streit im Suff auf hoher See wird zum Beginn eines Hoffnungsschimmers für sie, denn Robert strandet auf der Insel und kann sich einen unbefangenen Blick leisten. Pech nur, dass er in einen Mordfall hineinschlittert, für den beide direkt, beziehungsweise indirekt von den Insulanern verantwortlich gemacht werden. Insbesondere die Szenen auf der Insel, die seinerzeit an der jugoslawischen Küste gedreht wurden, sind profilbildend und demonstrieren bildgewaltige Strecken. Dass eine hervorragende Atmosphäre dabei entsteht, ist nicht zuletzt auf die recht solide Inszenierung zurückzuführen, die sowohl bei Tag, als auch Nacht ihre Momente mit sich bringt. Wie gesagt ist das Prinzip der Story nicht uninteressant, jedoch gibt es anfängliche Probleme bei der Entscheidungsfindung und der Verlauf pendelt gerne zwischen Drama, Kriminalfilm und Liebes-Abenteuer hin und her. Für letztere Eindrücke sorgen zwei besonders gut aufspielende Jungdarsteller in Form von Hannelore Elsner und Claus Wilcke, sodass der Kulturschock zwischen Hinterwäldlerin und Yuppie nicht ganz so gravierend wirkt, da beide in dem anderen das finden, was sie vermissen. Hannelore Elsner bekommt die Gelegenheit sich darstellerisch zu profilieren, indem ihr die Geschichte vor allem melancholische Momente einräumt. Ihre blendende Konstitution unterstreicht das angekündigte Versprechen des Filmtitels, welcher allerdings zur Gattung der weniger gelungenen gehört. Elsner schafft es spielend den Beschützerinstinkt zu wecken und den Gerechtigkeitssinn zu animieren und man bekommt eine sehr beachtliche Interpretation im frühen Stadium ihrer Karriere geboten. Claus Wilcke steht für Hitzigkeit, Temperament und im Gegensatz zu Yusha auch für Erfahrung. Insgesamt ist zu betonen, dass die beiden ein sehr glaubhaftes und nett anzusehendes Paar bilden, mit dem man mitfiebern kann.

Der slowenische Schauspieler Demeter Bitenc hat mehrere Engagements bei der Rapid-Film vorzuweisen und kann in diesem schwarzweißen Treiben eine ambivalente Figur zeichnen, die zeitweise Skepsis, aber genauso gut Sympathie hervorrufen kann. Die restlichen Darsteller schlagen ihre Zeit auf der Yacht mit Kartenspielen, Alkohol und Liaisons untereinander tot. Die üppige Barbara Valentin als selbsternannte Schönheitskönigin sieht sich als Expertin für die erotischen Einlagen und ist daher permanent mit den (un)passenden Textilien bestückt. Unter den Frauen an Bord offenbaren sich massive Spannungen und stutenbissiges Gehabe, man ist einfach zu sehr auf engstem Raum gefangen. Vor allem die Wortgefechte mit den Damen Dorothee Parker und Katharina Williams heizen die Stimmung auf, dabei lassen sich auf hoher See ganz andere Töne als auf der Insel finden. Diese Variationen innerhalb der Dialoge und beim Tempo wirken sich ganz gut auf den allgemeinen Fluss aus und zum Ende hinnimmt die Bearbeitung wieder an Spannung zu, die man zuvor ein bisschen vermisst hat. Die nicht uninteressante Geschichte hätte insgesamt ein paar mehr Konturen verdient gehabt, insbesondere die brisante Stimmung auf der Insel hätte hier und da drastischere Züge annehmen können. Insgesamt zeigt sich "Das Mädchen mit den schmalen Hüften" vollkommen im Stil der damals handelsüblichen Produktionen von Wolf C. Hartwig, die durch Experimentierfreudigkeit und einen hohen Unterhaltungswert punkten. Der Film wird durch seine besondere Atmosphäre und die unverbrauchten darstellerischen Leistungen seiner Hauptdarsteller getragen, sodass speziell der Blick auf die Insel eine Ansicht rechtfertigt. Die teilweise etwas unrund wirkenden Tendenzen stellen unterm Strich keinen so gravierenden Hemmschuh dar, weil die Geschichte ihre Vorteile bereitwillig zur Schau stellt. Gut anzuschauen!

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Prisma
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● UNSER WUNDERLAND BEI NACHT | EPISODE 2 | MÜNCHEN (D|1959)
mit Angelika Meissner, Monika Peitsch, Leonhard Steckel, Charlott Daudert, Rainer Brandt, Horst Naumann, Rolf Weih, Klaus Dahlen, u.a.
es singt und begleitet Klaus Günter Neumann
eine Produktion der Cinephon Film | im Verleih der NF
ein Film von Reinhard Elsner


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»Und gegen diesen Bumsladen hier haben Sie nichts einzuwenden?«


Helga Barufka (Angelika Meissner) und Bessy Neuhaus (Monika Peitsch) spielen gerne mit dem Feuer. Die beiden Minderjährigen aus gut situierten Verhältnissen träumen davon, wie Erwachsene behandelt zu werden, worauf sie auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit pochen. Eines Abends werfen sie sich in Schale, um sich in das Münchner Nachtleben zu stürzen. In einem Lokal werden sie schnell als Objekte der Begierde ausgemacht und von verschiedenen Männern umgarnt, bis es zu zweifelhaften Angeboten kommt. Am Ende trennen sich die beiden auch noch und ziehen mit verschiedenen Herren davon, doch ahnen nicht, dass der so ausgelassene Abend noch unterschiedliche Gefahren für beide bereithalten wird …

Nach einem kabarettistischen Interludium kann die nächste Episode unter neuer Regie und alternativer Besetzung beginnen - dieses Mal im schönen München bei Nacht. Helga und Bessy wollen sich amüsieren, und das am liebsten in einem Nachtlokal, in dem der Eintritt für Jugendliche verboten ist. Zwar geben sie sich alle Mühe sich auf volljährig zu trimmen, allerdings werden es die Herren mit Erfahrung sein, die die Maskerade schnell durchschauen und auf ein ganz besonders unkonventionelles Abenteuer aus sind. Bereits am Eingang werden sie von einem Gast protegiert, der beim Türsteher behauptet, die beiden seien in seiner Begleitung. In diesem Münchner Nachtlokal, welches angeblich nur von 21.00 Uhr bis 4.00 Uhr geöffnet hat, sind sofort bekannte Klänge aus einer gewissen "Lolita-Bar" zu vernehmen, die auch in Harald Reinls "Der Frosch mit der Maske" Verwendung fand. Der Abend beginnt unbeschwert und ausgelassen, die Wege der beiden jungen Frauen werden allerdings unterschiedliche sein. Während Bessy an einen schmierigen Zuhälter gerät, der sie in seinem Bordell etablieren möchte, scheint Helga mehr Glück zu haben, denn sie landet mit Kino-Debütant Rainer Brandt auf einer wilden Party, einige Stockwerke höher, wo es noch zu einem Eklat kommen wird, genau wie im Foyer des Nachtlokals. Die beiden Mädels schenken sich also trotz anderer Wege rein gar nichts und der Profit ist in erster Linie die Erfahrung. Für Regisseur Reinhard Elsner sollte diese Episode der einzige Ausflug ins Kino-Geschäft werden, der ansonsten nur fürs Fernsehen inszenierte und dessen Karriere bereits im Jahr 1965 beendet war. Dieser zweite Teil des Films lehnt sich thematisch gesehen sehr stark an die seinerzeit populären "Halbstarken"-Filme an, deren kritischer Umgang mit der älteren Generation oft mit einigen Katastrophen garniert war. Die ältere Generation wird hier von Leonhard Steckel und Charlott Daudert repräsentiert, dabei gut situierte Leute spielen, die keine Zeit für ihre Tochter aufzubringen vermögen, immerhin sind gesellschaftliche Verpflichtungen viel wichtiger. Kein Wunder also, dass sich die Filmtochter Angelika Meissner selbstständig macht.

Meissners Karriere stand zu diesem Zeitpunkt bereits fast vor ihrem Ende und es folgten nur noch wenige Filmauftritte für die beliebte Interpretin, die sich aus privaten Gründen aus dem Geschäft zurückgezogen hatte. Ihre Filmmutter Charlott Daudert ist leider in ihrer letzten Rolle zu sehen, da sie wenig später, im Alter von nur 47 Jahren in Monte-Carlo verstarb. Sie ist dabei zu beobachten, wie sich in den feudalen Schlafgemächern wie eine Königin zurechtmacht, dabei an alles außer ihre Tochter denkt. Leonhard Steckel als wesentlich älterer Partner tut es ihr gleich und das Kind geht eigene Wege. Begleitet von Monika Peitsch sieht man neugierige Unschuld natürliches Auflehnen gegen die Eltern, deren Interesse das eigene nicht übersteigt. Trotz der Kürze dieser Münchner Episode kommt es zu zahlreichen Auftritten bekannter Darsteller oder solchen, die es noch werden sollten. Der Zeitgeist dominiert das Geschehen zu jeder Minute und wirkt gemessen an damaligen Verhältnissen sicherlich modern und flott, wenngleich sich dieser Eindruck bis heute natürlich nicht konservieren konnte. Gefahren haben unterschiedlichste Gesichter, doch sind hier beinahe ausschließlich männlichen Geschlechts, falls man Helgas oberflächliche Mutter nicht ausklammert, die durch ihre Nachlässigkeiten bei der Aufsichtspflicht quasi Beihilfe leistet. Ob Zuhälter, Bordell-Besitzer, Casanova oder mentale Wracks, die Netze dieser Leute sind weit gespannt und engmaschig. Die Regie behält es sich vor, dass die jugendlichen Angeklagten hier das letzte Wort haben dürfen, sodass Monika Peitsch ihren großen Auftritt bekommt, indem sie die Alten mit scharfzüngiger Kritik konfrontieren darf. Die zweite Episode von "Unser Wunderland bei Nacht" ist kurzweilig ausgefallen und nett anzusehen, bietet dabei einige ungewöhnliche Schauwerte an, die jedoch heute überholt wirken. Dennoch hat die Regie alles hier Mögliche herausholen können, vor allem aber überzeugen die jungen Interpretinnen Monika Peitsch und Angelika Meissner, da sie wie die Prototypen der zu beschützenden Jugendlichen wirken, die sich noch nicht einmal bewusst darüber waren, welche Anziehungskraft sie auszuüben vermochten.

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Prisma
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Marisa Mell

AMORI, LETTI E TRADIMENTI


● AMORI, LETTI E TRADIMENTI (I|1975)
mit Don Backy, Ugo Bologna, Sonia Viviani, Enzo Spitaleri, Franco Cremonini, Riccardo Parisio Perrotti, Roberto Giraudo,
Paola Maiolini, Aristide Caporale, Paola D'Egidio, Alfredo Adami, Marcello Martana, Luciano Martana sowie Malisa Longo
eine Produktion der Alexandra Cinematografica Internationale
ein Film von Alfonso Brescia

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»Mamma mia, ancora non hai capito!«


Der Mailänder Bauunternehmer Guido Mordacchia (Ugo Bologna) versucht mit allen Mitteln, den Schafhirten Baldo (Don Backy) um sein wertvolles Agrarland zu bringen. Um den vermeintlich naiven Mann aus der Provinz Latium gefügig zu machen, lädt Mordacchia ihn kurzerhand in seine luxuriöse Villa ein. Der gierige Unternehmer hat die Rechnung jedoch ohne den ungeahnten Charme des Hirten gemacht: Anstatt sich übertölpeln zu lassen, verdreht Baldo sowohl Mordacchias eleganter Ehefrau Greta (Marisa Mell) als auch dessen Tochter Paola (Sonia Viviani) gehörig den Kopf …

Alfonso Brescias "Amori, letti e tradimenti", was sinngemäß so viel bedeutet wie "Liebeleien, Betten und Seitensprünge", steht in der Tradition der Commedia sexy all'italiana, die sich im Herkunftsland großer Beliebtheit erfreute. Obwohl bereits im Jahr 1975 abgedreht, kam es aufgrund von Zensurverzögerungen erst 1976 zur Freigabe, sodass diese Erotikkomödie erst im Frühjahr 1977 in die Kinos gelangte. Die klamaukige Handlung dreht sich um den gierigen Mailänder Bauunternehmer Guido Mordacchia, der einem Hirten ein Grundstück abluchsen will – was als Basis für Turbulenzen und Wendungen schon einmal nicht unergiebig klingt, zumal das Klischee eines klassischen Kulturclashs zwischen Nord und Süd Verwendung findet. Für die männliche Hauptrolle wurde der Pop- und Rock-Star Don Backy besetzt, der eigentlich kein gelernter Schauspieler war, aber durch seine enorme Bekanntheit als Publikumsmagnet dienen sollte. Als echtes Naturtalent spielte er abseits solcher E-Movies allerdings auch in viel beachteten Werken wie Mario Bavas Thriller "Cani arrabbiati" mit. Anders als in deutschen Komödien der 1970er-Jahre kommt es jedoch zu keinen Gesangsdarbietungen. Die eigentliche Hauptattraktion des Films war Österreichs heißer Export Marisa Mell, die seinerzeit als einer der Top-Stars des Landes und des Genres gehandelt wurde. Obwohl der Film in Italien die strengste Altersfreigabe ab 18 Jahren erhielt, ist das Werk aus heutiger Sicht extrem zahm und verzichtet fast vollständig auf offensive Erotik. Man verlässt sich ganz auf schlüpfrige Andeutungen und Schlüssellochperspektiven. Marisa Mell beweist hier erneut ihr ausgeprägtes komödiantisches Talent und bewahrt sich eine dem Ambiente angepasste Eleganz, ohne die Hüllen fallen lassen zu müssen. Das Jahr 1975 markiert den Anfang einer ökonomischen und inhaltlichen Wende im italienischen Kino, bei der das Genre der Commedia sexy zunehmend freizügiger, derber und comichafter wurde, angefeuert durch neuere Erfolge wie die "Flotte Teens"-Reihe. Von dieser lauten Hektik ist in diesem Beitrag noch nichts zu spüren; man sieht der Produktion in jeder Einstellung ihren zeitlichen Ursprung von 1975 an.

Für die Produzenten war die handwerkliche Qualität des Films letztlich völlig nebensächlich, da man sich auf einen garantierten finanziellen Erfolg an den Kinokassen der italienischen Provinzen verlassen konnte. Marisa Mells Name diente dabei als Qualitätsversprechen und Aushängeschild, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt ihre Hochpreis-Phase der frühen 1970er Jahre – in der sie durch bekannte Filme wie "Nackt über Leichen" Spitzen-Gagen verdiente und ein echtes Jetset-Leben führte – bereits hinter sich hatte. Die Produzenten nutzten zudem ihre enorme Medienpräsenz in erotischen Magazinen als kostenlose Werbung aus; so zierte sie im November 1976 das Cover des italienischen Playboys und weckte beim Kinopublikum eine Erwartungshaltung von Nacktheit, die der zahme Film letztlich gar nicht bedient. Im deutschsprachigen Raum ging dieses Werk komplett unter und hat bis heute nie einen Verleih, eine Synchronisation oder einen alternativen Titel erhalten. Die Qualität des Films ist schwer in einer deutlichen Tendenz zusammenzufassen. Sind auf der einen Seite Vorteile von leichter Situationskomik, Ästhetik sowie solider Bebilderung und Zurückhaltung der Schauspieler zu spüren, fühlt man sich auf der anderen Seite von der Regie im Stich gelassen: Der Film plätschert teils langatmig vor sich hin und bietet insgesamt zu wenig Erotik. Dass es verbal und andeutungsweise schlüpfrig zugehen muss, liegt dabei in der Natur der Sache, dürfte dem typischen Zielpublikum jedoch nicht ausgereicht haben. Es fehlt hier grundlegend an prickelnder Provokation, denn die Geschichte ist weit vor dem Showdown leicht zu durchschauen, sodass ein vor allem von der Regie bequem gewählter Weg und ein dementsprechender Gesamteindruck zurückbleiben. Zuschauer finden im Cast zwar Genrenamen wie Malisa Longo als verlässliche Stammbesetzung dieser Produktionen oder die ebenso attraktive Sonia Viviani, doch auch sie bieten nur dezent das an, was das Publikum in einem solchen Film sucht. So bleibt "Amori, letti e tradimenti" zu zaghaft, vorsichtig und vergleichsweise brav, um für die obligatorischen erotischen Offenbarungen zu sorgen, die man eigentlich gewohnt ist.

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Prisma
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● DAS VERRÜCKTESTE AUTO DER WELT (D|1975)
mit Rudolf Zehetgruber, Sal Borgese, Evelyne Kraft, Kathrin Oginski, Walter Giller, Gerd Frickhöffer, Walter Roderer, Ruth Jecklin, Marion Winter und Ulrich Beiger
ein Barbara Film | im Constantin Filmverleih
ein Film von Rudolf Zehetgruber

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»Sind Sie wirklich an dieser Karre interessiert?«


Das Schweizer Waisenhaus von Schwester Johanna (Kathrin Oginski) steht hoch verschuldet vor dem Aus. Um es zu retten, treten der Mechaniker Jimmy Bondi (Rudolf Zehetgruber) und sein Partner Aldo Regozzani (Sal Borgese) bei einer hoch dotierten Alpen-Rallye an. Mit der Hilfe ihres computergesteuerten Wunder-Käfers Dudu wollen sie das Preisgeld von 100.000 Franken einfahren. Auf der Strecke von St. Moritz nach Montreux müssen sie sich nicht nur gegen ein engagiertes Nonnen-Team rund um Schwester Engelmunda (Evelyne Kraft) durchsetzen, das in einer teilbaren, aus zwei Vorderteilen zusammengebauten Heck-an-Heck-Citroën-2CV-Ente antritt, sondern vor allem gegen den skrupellosen Marchese de la Pozzi (Ulrich Beiger). Dieser will den Sieg erzwingen und schleust Saboteure in das Rennen ein. Bondi muss alle technischen Spezialprogramme des Wunderautos aktivieren, um die unfairen Tricks der Widersacher abzuwehren …

"Das verrückteste Auto der Welt" aus dem Jahr 1975 bildet den vierten Teil der legendären deutschen Dudu-Filmreihe rund um den technisch hoch entwickelten Wunder-Käfer. In dieser betont heiteren Filmkomödie schickt der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Rudolf Zehetgruber den gelben VW Käfer 1303 in eine spektakuläre Alpen-Rallye in der Schweiz. Die treibende Kraft hinter der Geschichte ist ein klassisches Underdog-Motiv, das sich merklich von den oft abstrusen Handlungen einiger der anderen Serienteile abhebt. Ein Team aus Nonnen in ihrer skurrilen Heck-an-Heck-Ente und dem Mechaniker Jimmy versucht das Preisgeld der Rallye zu gewinnen, um ein insolventes Waisenhaus vor dem Ruin zu retten. Für die damalige Zeit bot der Film passabel umgesetzte Spezialeffekte und mechanische Tricks, die von Tüftlern direkt am Set improvisiert wurden. So verfügt der Wunder-Käfer im Film über angebliche 250 PS, einen zukunftsweisenden Hybridantrieb aus Benzin- und Elektromotor sowie eine Computeranlage für zahlreiche Spezialprogramme, mit denen er etwa seitlich ausparken, auf Stelzen stehen oder mittels eines ausfahrbaren Propellers wie ein Helikopter fliegen kann. Die Besetzung des Films war für eine deutsche B-Movie-Klamotte dieser Epoche erstaunlich hochkarätig und glänzt durch eine gut funktionierende schauspielerische Dynamik, die die inszenatorischen Schwächen der Regie geschickt abfedert. Ein besonderes Highlight bildet das Zusammenspiel der beiden Nonnen, bei dem vor allem die Schweizer Schauspielerin Evelyne Kraft als Schwester Engelmunda trotz ihrer strengen Ordenstracht von der Kamera geschickt als optischer Blickfang platziert wird. Des Weiteren überzeugt der vielseitige Charakterdarsteller Ulrich Beiger in der Rolle des Marchese de la Pozzi. Ein echter Casting-Coup im schweizerischen Raum gelang zudem mit der Verpflichtung des Volkstheater-Königs Walter Roderer als exzentrischer Gläubiger, der von seiner langjährigen Bühnenpartnerin Ruth Jecklin in der Rolle seiner Assistentin perfekt ergänzt wird. Weniger glücklich agiert das Drehbuch mit dem großen Star des deutschen Nachkriegskinos, Walter Giller.

In der Rolle des Jean-Pierre geht Giller schauspielerisch leider in einer ziemlich unbedeutenden und belanglosen Nebenrolle unter, die seinem eigentlichen komödiantischen Talent kaum Raum zur Entfaltung bietet. Eine positive Überraschung liefert hingegen Kathrin Oginski als Schwester Johanna. Oginski, die Ehefrau des Regisseurs, war die große weibliche Konstante der gesamten Reihe und spielte in allen fünf Teilen mit – allerdings in jedem Film in einer komplett anderen Rolle. Obwohl sie keine klassisch ausgebildete Kinoschauspielerin war und abseits der Filme ihres Mannes nicht vor der Kamera stand, macht sie ihre Sache im Zusammenspiel mit den Profis deutlich besser als erwartet und verleiht ihrer Rolle eine natürliche Frische. Trotz der spielfreudigen Besetzung war Rudolf Zehetgruber in der Filmbranche für seine oft verbesserungswürdigen Regie-Arbeiten bekannt, bei denen Tempo und Kosteneffizienz meist vor handwerklicher Präzision gingen. Da Zehetgruber unter dem Pseudonym Robert Mark auch gleich selbst die männliche Hauptrolle des Jimmy Bondi übernahm, fehlte am Set oft der kritische oder führende Blick von außen, was die Dialoge und das komödiantischen Timing stellenweise recht hölzern wirken lässt. Ein weiteres Markenzeichen seiner Low-Budget-Produktionen war das Recycling von Filmmaterial. An den Kinokassen in Deutschland war dieser vierte Teil, der im Großverleih Constantin Film lief, dennoch ein beachtlicher kommerzieller Erfolg und profitierte vom gewaltigen Wunder-Käfer-Boom der 1970er-Jahre. Der wirtschaftliche Erfolg war so nachhaltig, dass der Film Jahre später in einer erweiterten zweiten Fassung erneut in die Kinos gebracht wurde. Während Dudu in der ursprünglichen Kinofassung von 1975 noch komplett stumm war, fügte man für die Wiederaufführung zusätzliche Szenen hinzu und verpasste dem Käfer seine charakteristische, sprechende Computerstimme, die für zusätzliche Lacher sorgen sollte. Das ziemlich vorhersehbare Ende entlässt die Zuschauer mit einem guten Gefühl und rundet ein Werk ab, das trotz aller handwerklichen Patzer und diverser Anflüge von Plattitüden seinen festen Platz als charmanter Kultklassiker im deutschen Familien-Unterhaltungskino behauptet hat.

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Prisma
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● DER TIGER VON ESCHNAPUR / LA TIGRE DI ESCHNAPUR / LE TIGRE DU BENGAL (D|I|F|1959)
mit Debra Paget, Paul Hubschmid, Sabine Bethmann, Claus Holm, René Deltgen, Jochen Brockmann, Valéry Inkijinoff, Luciana Paluzzi, Jochen Blume und Walther Reyer
eine cCc Filmproduktion der Gloria | Rizzoli Film | Régina Film | Critérion Film | im Gloria Verleih
ein Film vonFritz Lang

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»Es gibt in Eschnapur für dich keine Gitter!«


Der deutsche Architekt und Ingenieur Harald Berger (Paul Hubschmid) reist im Auftrag des mächtigen Maharadscha Chandra (Walter Reyer) nach Indien, um in Eschnapur moderne Schulen und Krankenhäuser zu errichten. Bereits auf dem Weg dorthin rettet er die Tempeltänzerin Seetha (Debra Paget) vor einem blutrünstigen Tiger. Zwischen dem Europäer und der geheimnisvollen Frau entbrennt schnell eine leidenschaftliche Liebe. Doch diese Zuneigung birgt tödliche Gefahren, denn auch der stolze Maharadscha hat es auf Seetha abgesehen und verlangt, sie zu seiner Frau zu machen. Während am Hof von Eschnapur im Verborgenen gefährliche Machtkämpfe toben und Chandras intriganter Bruder Prinz Ramigani (René Deltgen) eigene Pläne schmiedet, reisen Bergers Schwester Irene (Sabine Bethmann) und deren Ehemann Dr. Walter Rhode (Claus Holm) ihrem Verwandten hinterher, da sie Schlimmes ahnen. Umgeben von Hofintrigen und Fanatismus geraten Harald und Seetha in ein Netz aus Eifersucht und Verrat …

Als sich das deutsche Nachkriegskino der späten 1950er-Jahre in risikoarmen und kostengünstigen Heimatfilmen und seichten Komödien einrichtete, bewies der Berliner Produzent Artur Brauner einen bemerkenswerten Weitblick. Mit einem für damalige Verhältnisse astronomischen, aber von ihm zweifellos gewohnt kühl und präzise kalkulierten Budget von rund 4,6 Millionen D-Mark stemmte er ein internationales Mammutprojekt. Brauner war kein unbedachter Zocker, sondern sicherte dieses enorme wirtschaftliche Wagnis von vornherein strategisch ab. Er legte die Produktion als deutsch-französisch-italienische Co-Produktion an und inszenierte die Geschichte als monumentalen Zweiteiler, wodurch er die teuren Kulissen und Reisekosten quasi nur einmal finanzieren musste, dem Publikum aber zwei separate Kinotickets verkaufen konnte. Die wichtigste Versicherungspolice für diese Millioneninvestition war jedoch der Dreh an Originalschauplätzen und die spektakuläre Besetzung. So weist bereits der Vorspann explizit auf eine weitere, wichtige Kollaboration hin: »Die Aufnahmen in Indien wurden in der Provinz Rajasthan durchgeführt. Wir danken Seiner Hoheit Maharajadhiraj Maharana Shri Bhagwal Singhji Bahadur of Mewar Udaipur für seine freundliche Unterstützung.« Mit der Verpflichtung des echten Hollywood-Stars Debra Paget holte Brauner den exklusiven Glanz der Traumfabrik in den Gloria Verleih und öffnete damit die Tür zum internationalen Weltmarkt. Als sicheren Publikumsmagneten für die heimischen Kassen stellte er ihr den charmanten und nicht minder bekannten Paul Hubschmid zur Seite, der mit seiner eigenen Hollywood-Erfahrung der ideale weltmännische Partner war. Flankiert wurde dieses Duo von der schauspielerischen Routine des Wiener Burgtheater-Stars Walther Reyer, der dem eifersüchtigen Maharadscha eine fast shakespearianische Tragik verleiht, und dem profilierten Charakterkopf René Deltgen als bedrohlichem, aber vertrautem Feind und Antagonisten.

Inmitten dieses fantastischen Märchens fungierte die aufstrebende Sabine Bethmann als erfrischend wirkender Entwurf für das Publikum – eine perfekte Symbiose aus vertrauter Kino-Sympathie und moderner, westlicher Eigenständigkeit. Neben diesem kaufmännischen und personellen Fundament ist es vor allem die architektonische und visuelle Inszenierung von Fritz Lang, die den Film zu einem bleibenden Kunstwerk erhebt. Lang bewies auch hier seine kompromisslose Präzision im Umgang mit Raum, Licht und Geometrie. Das Indien des Films entfaltet seine monumentale Wirkung nicht etwa durch dokumentarischen Realismus, sondern durch eine exakt kalkulierte Studiokunst, oder besser gesagt Illusion, die in den Berliner Spandau-Studios von den Filmarchitekten Helmut Nentwig und Willy Schatz erschaffen wurde. Lang nutzte diese gigantischen Kulissen nicht als bloße Kulissenschieberei, sondern als aktiven Teil der Dramaturgie. Jede symmetrische Treppenflucht, jedes wuchtige Prunktreppenhaus und die tiefen, schattigen Gänge der unterirdischen Katakomben spiegeln die Ausweglosigkeit und die moralische Gefangenschaft der Figuren wider. Verstärkt wird diese architektonische Wucht durch den virtuosen Einsatz des damals vergleichsweise teuren Eastmancolor-Verfahrens. Das farbenprächtige Spektakel war für das Publikum jener Zeit ein berauschendes visuelles Erlebnis, bei dem Lang die leuchtenden, fast künstlich übersteigerten Farben Indiens und den glänzenden Prunk des Palastes gezielt einsetzte, um das Kinopublikum aus dem grauen deutschen Nachkriegsalltag in einen ultimativen Traum von Exotik zu entführen. Doch so beachtlich diese handwerkliche und logistische Leistung für ihre Zeit auch war, so sehr verblassen manche Farben und Effekte unweigerlich mit dem Blick von heute. Aus moderner Sicht wird sofort augenfällig, dass das hier gezeigte Indien eine rein westliche Projektionsfläche für kontinentale Sehnsüchte bleibt, was sich besonders in der damals üblichen, heute jedoch kritisch hinterfragten Schönfärberei zeigt.

Die indischen Hauptrollen wurden nicht mit einheimischen Darstellern besetzt, sondern mit Interpreten, die das fremde Volk lediglich imitieren. Fairerweise muss gesagt werden, dass jede andere Besetzungstaktik zu einem Schuss in den Ofen geführt hätte. Auch der Zahn der Zeit an der Tricktechnik lässt sich nicht leugnen. Während das damals innovative Wanderschablonen-Verfahren – bei dem der echte Tiger separat gefilmt und in die Szenen der Schauspieler einkopiert wurde – 1959 noch für atemlose Spannung sorgte, erkennt das mittlerweile an digitale Perfektion gewöhnte Auge die optischen Schnittkanten sofort. Dieser unübersehbare Bruch zwischen edler Studiokunst und sichtlich gealterten Requisiten nimmt dem Film aus heutiger Perspektive zwar etwas von seiner dramatischen Ernsthaftigkeit, verleiht ihm dafür jedoch einen ganz nostalgischen Charme. Inmitten dieses künstlichen Ensembles gibt es jedoch eine bemerkenswerte Ausnahme, die den kolonialen Kinoblick jener Jahre auf die Probe stellt. Einzig der Schauspieler Valéry Inkijinoff strahlt eine ungeschönte Authentizität und beinahe drakonische Stärke aus. Durch seine tatsächliche asiatische Abstammung bricht er aus der maskenhaften Künstlichkeit des restlichen Hofstaats aus und wirkt als einziger Darsteller in dieser exotischen Welt real – ganz im Gegensatz etwa zu Jochen Brockmann, der in seiner Rolle sichtlich im verkleideten Theatergestus seiner Epoche gefangen bleibt und an Folklore erinnert. Letztlich bleibt "Der Tiger von Eschnapur" damit ein faszinierendes Dokument seiner Epoche. Wer bereit ist, über die Stolpersteine des damaligen Zeitgeists hinwegzusehen, erlebt ein aufwändig durchkomponiertes, spektakulär besetztes Kinomärchen. Versehen mit üblichen Zutaten aus dem bundesdeutschen Kino-Hausgebrauch kommt es zu packender Dramatik, die sich aus dem Kampf um eine schöne Frau und perfiden Intrigen ergibt. Es ist das bleibende Zeugnis eines mutigen kaufmännischen Wagnisses und einer visuellen Präzision, die das internationale Unterhaltungskino jener Jahre maßgeblich geprägt haben.

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