Schieß, solange du kannst (D)
L'arme à gauche (F)
Tête la première (F)
Corpo a corpo (IT)
Armas para el Caribe (ES)
Un yate hacia Jamaica (ES)
Um Iate para a Jamaica (POR)
Cargamento rojo (MEX)
Trama no Caribe (BRA)
Guns for the Dictator
The Dictator's Guns
F / IT / ES 1965
R: Claude Sautet
D: Lino Ventura, Sylva Koscina, Alberto de Mendoza, Leo Gordon, Antonio Casas, Antonio Martín, Ángel del Pozo, José Jaspe, Ángel Menéndez, Jean-Claude Bercq u.a.
Deutsche Erstaufführung: 22. Juli 1967
Synchronkartei
Mediathek (ARTE)
Score: Michel Colombier & Eddie Barclay
IMCDb
OFDb
Jacques Cournot (Lino Ventura) ist ein erfahrener Kapitän, der sein Geld mit Schiffsüberführungen verdient. Als ihn der wohlhabende Geschäftsmann Hugo Hendrix (Alberto de Mendoza) zu einem lukrativen Auftrag überredet, ahnt er nicht, worauf er sich einlässt. Er soll die Luxusjacht Dragoon ihrer Eigentümerin Madame Osborne (Sylva Koscina) abkaufen und in die Karibik überführen. Doch kurz nach Besichtigung wird die Jacht gestohlen, und Cournot wird zum Hauptverdächtigen. Madame Osborne überredet Cournot, mit ihr zusammen nach dem verschwundenen Schiff zu suchen. Schon bald gibt es Hinweise, dass sich an Bord eine wertvolle Fracht befindet. Je tiefer Cournot in die Machenschaften seines Auftraggebers gerät, desto klarer wird, dass er Teil eines internationalen Waffenhandels geworden ist. Zwischen einsamen Inseln, offenem Gewässer und undurchsichtigen Bündnissen muss er entscheiden, wem er noch vertrauen kann. Während die Gefahr wächst, kämpft er nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, seine moralischen Grundsätze zu bewahren. (Quelle: ARTE)
SCHIEß, SOLANGE DU NOCH KANNST von Claude Sautet entpuppt sich als ein gelungener Genre-Mix aus Abenteuer- und Kriminalfilm, der mit einem für die damalige Zeit recht heftigen Finale endet. Der Film beginnt zunächst als klassischer Krimi, indem Lino Ventura in den Verdacht gerät, an einem Schiffsdiebstahl beteiligt gewesen zu sein, der letztlich einem großangelegten Waffenschmuggel dienen soll. Nebenbei geschehen auch die ersten Morde der Gangsterbande, was wiederum im Handumdrehen die Polizei auf den Plan ruft. Nachdem Ventura ausgiebigen Polizeiverhören unterzogen wurde, unterbreitet ihm die von Sylva Koscina gespielten Schiffsbesitzerin das Angebot, gemeinsam mit ihr nach dem geraubten Diebesgut zu fahnden. Gesagt, getan, und bereits nach kurzer Zeit finden sie das an einer Strandbank gestrandete Schiff in den Weiten des karibischen Meers verlassen vor. Mit Betreten des haverierten Schiffs beginnt nicht nur sogleich der abenteuerlastige Teil des Films, der von da an wie ein beklemmendes Kammerspiel daherkommt, bei dem sich das Geschehen nur noch auf dem Schiff oder der benachbarten Strandbank abspielt, sondern auch das Erwachen der beiden Hauptprotagonisten, denn entgegen ihrer Annahme hat die Gangsterbande gar nicht den Kahn verlassen, sondern in versteckten Ecken sich auf die Lauer gelegt. Was folgt, ist eine nervenzerreißenden Suche nach einer Fluchtmöglichkeit, die von da an in einer immer beklemmender werdenden Atmosphäre für allerhand Spannung sorgt, bis der Film schlussendlich mit einem für die damalige Zeit heftigen Knall endet. Während Lino Ventura, der normalerweise eher bärbeißige Raubein-Typen spielt, einen aufrechten Seemann darstellt, der eher milde Persönlichkeitszüge aufweist, verkörpert Sylva Koscina einen auf den ersten Blick ambivalenten Charakter, hinter dem aber eine gestandene Frau steht, die letztendlich genau weiß, was sie tut. Beide Schauspieler legen übrigens ganz exzellente Darbietungen aufs Parkett. Etwas weniger Screentime wurde Alberto de Mendoza zugesprochen, der als rückgratloser Hochstapler in Erscheinung tritt, der sein kriminelles Potenzial weitaus überschätzt. Als Gegenspieler verpflichtete Sautet den US-amerikanischen Schauspieler Leo Gordon, der als Gangsterboss Morrison einen Charakter verkörpert, der egozentrische, kaltblütige und größenwahnsinnige Züge aufweist. Nachdem der Film hierzulande seit seinem damaligen Kinostart nicht mehr in der deutschen Synchronfassung zu sehen war, veröffentlichte PIDAX diesen erstmals 2020 erstmals auf DVD, was aber irgendwie an mir vorbeigegangen war. Zudem scheint dem Film am 04.01.1966 für den Kinostart zunächst eine FSK 16-Freigabe erteilt worden zu sein, bevor dieser am 02.05.1966 auf eine FSK 12-Freigabe heruntergestuft wurde. Alles in Allem ein spannungsvoller Film, der mir auf Anhieb gefiel.
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