LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Nebelige Schlösser, mystisches Gewirre und blutiges Gekröse.
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Prisma
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LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

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Elke Sommer

LISA UND DER TEUFEL


● LISA E IL DIAVOLO / LISA UND DER TEUFEL / EL DIABLO SE LLEVA LOS MUERTOS (I|D|E|1973)
mit Telly Savallas, Alessio Orano, Eduardo Fajardo, Gabriele Tinti, Kathleen Leone, Franz von Treuberg, Espartaco Santoni sowie Alida Valli und Sylva Koscina
eine Produktion der Leone International | Roxy Film | Tecisa
ein Film von Mario Bava

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» Ich bevorzuge allerdings Geister gegenüber Vampiren!«


Lisa (Elke Sommer) verirrt sich während einer Tour durch Toledo und trifft in einem Antiquitätenladen auf den unheimlichen Butler Leandro (Telly Savalas), der einer Teufelsfigur auf einem städtischen Fresko gleicht. Auf ihrer Flucht schließt sie sich einer wegen einer Autopanne gestrandeten Reisegruppe um Sophia (Sylva Koscina) und Francis (Eduardo Fajardo) an. Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einem abgelegenen Herrenhaus, das von einer blinden Gräfin (Alida Valli) und ihrem labilen Sohn Maximilian (Alessio Orano) bewohnt wird. Zu Lisas Entsetzen arbeitet dort ausgerechnet der furchteinflößende Leandro als Diener. Im Laufe der Nacht geraten die Gäste in einen Strudel aus bizarren Familiengeheimnissen, Tod und Wahnsinn, bis für Lisa die Grenzen zwischen Realität und Albtraum komplett verschwimmen …

Mario Bavas "Lisa und der Teufel" wird in heutigen Genre- und Fankreisen ebenso wie sein filmisches Portfolio oft mit einer fast unantastbaren Ehrfurcht betrachtet, bei der kritische Stimmen nicht selten mit Unverständnis quittiert werden. Ein genauerer Blick auf Bavas Karriere offenbart jedoch das Bild eines pragmatischen Handwerkers des italienischen Kommerzkinos, der neben visueller Poesie eben auch viel konfusen Leerlauf und uninspirierte Erzählungen produzierte. Dieses Spannungsfeld zwischen bildgewaltiger Kunst und erzählerischem Krempel zeigt sich fast nirgendwo so deutlich wie bei diesem Spätwerk. Der Film ist ein Paradebeispiel für ein Projekt, das mit uneingeschränkter Prokura wirtschaftlich und erzählerisch an die Klippen eines Abgrundes gefahren wurde. Nachdem Bava dem Produzenten Alfredo Leone zuvor mit dem kommerziell erfolgreichen "Baron Blood" gutes Geld eingespielt hatte, gewährte dieser ihm für das neue Projekt ein großzügiges Budget von rund einer Million Dollar und absolute gestalterische Freiheit. Der Regisseur nutzte diesen exklusiven Freifahrtschein, um ohne Rücksicht auf Marktlogik oder klassische Sehgewohnheiten ein extrem unkonventionelles, surrealistisches Eitelkeitsprojekt umzusetzen, das vor allem im retrospektiven Blick einen eigenartigen Reiz verbreiten kann. Als erzählerisches Fundament diente ein Skript, an dem neben der Regie auch der anspruchsvolle italienische Theaterschauspieler Giorgio Albertazzi mitschrieb. Albertazzi wollte literarische Leitmotive aus Dostojewskis "Der Doppelgänger" und Thomas Manns "Der Tod in Venedig" einweben, während Bava die Geschichte primär als visuelles Skelett für seine Spezialeffekte und die unheimliche Atmosphäre eines barocken Herrenhauses verstand. Da am Set jedoch ein unabhängiger Drehbuchautor fehlte, der Bavas visuelles Diktat diszipliniert und die Fäden zusammengehalten hätte, blieb das Skript ein zähes und konfuses Fragment, dessen offenkundige Lücken man beim Drehen durch reine Haute-Improvisation zu füllen versuchte. Das Ergebnis war ein erzählerisches und visuelles Labyrinth, in dem die Nachvollziehbarkeit im klassischen Sinne keine große Bedeutung mehr hat. Der Film verweigert daher jede rationale Auflösung und sperrt die Protagonistin Lisa stattdessen in eine Art metaphysische Zeitschleife. Bereits zu Beginn, als sie in den Gassen von Toledo ein Teufelsfresko betrachtet, schnappt die Falle des Schicksals zu. Der dort abgebildete Seelenräuber gleicht exakt dem diabolischen Butler Leandro, grandios verkörpert von Telly Savalas. Das Herrenhaus entpuppt sich als eine Art Fegefeuer oder vielleicht Zwischenwelt, in der Lisa als Reinkarnation einer verstorbenen Geliebten agiert, um alte Morde immer wieder neu zu durchleben, bis das makabre Ende ihre eigene Existenz enthüllt.

Klingt das generell uninteressant? Mitnichten, denn Bava inszeniert diese traumartige Welt voller schöner, aber seltsam leblos agierender Hüllen, etwa dargeboten von Sylva Koscina und Elke Sommer, denen er die hässlichen Fratzen des Horrors als reizvolles Gegengewicht gegenüberstellt. Es ist wie ein Blick durch ein Schaufenster. Man darf nur schauen, aber nichts anfassen. Obwohl Sommer und Koscina im fertigen Film kaum gemeinsame Szenen haben, verband die beiden Hauptdarstellerinnen hinter den Kulissen eine weitaus längere und engere Geschichte. Bereits 1967 hatten sie in der britischen Spionage-Komödie "Heiße Katzen" das mörderische Hauptdarsteller-Duo verkörpert, was eine kollegiale Vertrautheit schuf. Als hochgebildete Kosmopolitinnen und Sprachgenies – Sommer sprach sechs Sprachen fließend, während die ehemalige Physikstudentin Koscina ebenfalls mühelos zwischen Italienisch, Kroatisch, Englisch und Französisch wechselte – gehörten sie am Set zu den wenigen Akteurinnen, die sich mit jedem Crewmitglied ohne Dolmetscher unterhalten konnten. Zudem durchliefen beide ähnliche Karriere-Zyklen zwischen Europa und großen Hollywood-Produktionen. Dass die beiden Weltstars 1973 in Toledo aufeinandertrafen, lag auch an geschäftlichen Verpflichtungen im Hintergrund, denn Elke Sommer war keineswegs die einzige Karte, die von deutscher Produktionsseite ausgespielt wurde. Da es sich um eine offizielle dreigliedrige Koproduktion handelte, floss deutsches Kapital der Münchner Roxy Film unter der Leitung von Ludwig Waldleitner in das Projekt. Um die gesetzlichen Koproduktions-Quoten im Cast formal zu erfüllen, gesellte sich zum hochkarätigen Starensemble sogar eine Prise bayerischer Würze. Der exzentrische Aristokrat und Kleindarsteller Franz Graf von Treuberg wurde für eine kleine Statistenrolle besetzt. Beim Dreh begab sich Mario Bava in dem vollen Bewusstsein auf dünnes Eis, dass das fertige Werk ein kommerzieller Misserfolg werden könnte. Gestützt auf seinen notorischen Pessimismus und der trügerischen Sicherheit, dass der US-Produzent Samuel Z. Arkoff den Film blind für den amerikanischen Markt übernehmen würde, schuf er ein Werk rein nach seinem eigenen Gusto. Die Quittung folgte prompt bei der Festival-Premiere in Cannes 1973, wo der sperrige Kunstfilm Verleiher zurückließ und weltweit keine Käufer fand. Das Münchner und italienische Produktionskapital war komplett eingefroren. Um den finanziellen Totalverlust abzuwenden, griff der offenbar umtriebige Produzent Alfredo Leone zu einem radikalen Schritt und nutzte den damaligen weltweiten Boom von William Friedkins "Der Exorzist" als eine Art Rettungsanker. Er ließ das Originalmaterial drastisch umschreiben, degradierte Bavas kunstvolle Szenen zu bloßen Rückblenden und brachte eine reißerische Exploitation-Variante unter dem Titel "Der Teuflische" auf europäische Märkte.

Im Gegensatz zur Urfassung ist diese Exorzismus-Version gezielt für das breite Publikum ausgewertet und lief in den 1970er-Jahren regulär in den europäischen Kinos, so auch im September 1977 in Frankreich. In Deutschland wurde diese Version schließlich 1975 über den auf Genrefilme spezialisierten Avis-Filmverleih in die Lichtspielhäuser gebracht. Die von Bava ursprünglich intendierte Kunstfassung sahen Kinogänger der damaligen Zeit hingegen nie, sodass der Kultstatus des Films als ziemlich jung zu bewerten ist. So feierte die originale Schnittfassung in Deutschland erst im Jahr 2007 ihre offizielle Premiere auf DVD, gefolgt von modernen Editionen, die heute meist beide Versionen für Sammler bereithalten. Für die reißerischen Nachdrehs der US-Fassung kehrte Elke Sommer als einzige Hauptdarstellerin des Originalcasts wieder vor die Kamera zurück und sah sich mit einer Strapaze konfrontiert. Hierbei lieferte die Deutsche einen beeindruckenden und vor allem physischen Kraftakt ab, bei dem sie, an ein Krankenhausbett gefesselt, obszön fluchte oder widerlichen grünen Schleim zu spucken hatte. Es ist jedoch bedauerlich, dass eine so facettenreiche Künstlerin in der oft lautstarken modernen Horrorszene oft auf derartige Rollen reduziert wird, da dies ihrer tatsächlichen Lebensleistung in keiner Weise gerecht wird. Elke Sommer war eine der ganz wenigen deutschen Schauspielerinnen, die eine echte, hochkarätige Weltkarriere in Hollywood absolvierten. Als sprachgewandte Schauspielerin drehte sie in den 1960er-Jahren große Kinoklassiker oder bewies ihr herausragendes komödiantisches Talent. Nach ihrer Zeit im internationalen Starkino erfand sie sich erfolgreich als anerkannte expressionistische Malerin und jahrzehntelang gefragte Theaterikone neu. Darüber hinaus wird heute gerne vergessen, dass sie bereits in den späten 1950er-Jahren das frische, moderne Gesicht einer jungen Generation im deutschen Wirtschaftswunder-Kino war. Wer Elke Sommer und die Bruchlinien des europäischen Kinos anerkennen will, sollte sie daher nicht auf Bavas Spätwerk reduzieren, sondern ihre gesamte und beeindruckende Entwicklung von der modernen deutschen Nachkriegs-Ikone bis zum weltgewandten Hollywoodstar betrachten. "Lisa und der Teufel" bewegt sich gestaltungstechnisch auf höchstem Niveau, wirkt erzählerisch jedoch unausgereift. Die Opulenz der Eindrücke, Sets und Bilder erscheint dabei beinahe erdrückend, überstimulierend und beschäftigend, allerdings ist es aber nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, diesen Film auf einen Thron zu heben. Hoch anzurechnen ist allerdings gerade hier eine Art der Deutungshoheit, die von der Regie wie ein Geheimnis gehütet und dem Publikum strikt verweigert wird, obwohl mit den Jahren jedes Staubkorn aus Set und Story mit Bedeutung angereichert wurde. So ist "Lisa und der Teufel" vielleicht erst richtig zu begreifen, wenn sich der Zuschauer selbst begreift.

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Richie Pistilli
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von Richie Pistilli »

Einer der wenigen Bava-Filme aus seiner Hochphase, mit dem ich mich noch ein wenig intensiver auseinandersetzen muss.
Die Erstsichtung ließ mich seinerzeit etwas ratlos zurück. Und bei der zweiten Runde war ich in unpassender Stimmung.
Aber wie heißt es so schön: Aller guten Dinge sind drei... :)

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Prisma
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von Prisma »



Ich habe mir den Film auch schon mehrmals angesehen und dachte bei der Premiere, dass ich unaufmerksam war und daher etwas Wichtiges für die Handlung verpasst hätte. Aber das war beim zweiten Mal genauso. Schaue ich ihn mir heute an, dann hauptsächlich wegen der hochkarätigen Entourage, aber nicht wegen des Films an sich. Er ist und bleibt für mich einfach zu sperrig. Die Tage wollte ich mir mal die alternative Version mit dem Exorzismus-Thema anschauen, den habe ich nämlich nach der Erstansicht nie wieder gesehen. Dort dreht Elke Sommer ja erst richtig auf. Ich meine mich zu erinnern, dass mir "Baron Blood" eher zugesagt hat, den ich mir aber auch nochmal reinziehen muss, da ich mich an den Verlauf kaum noch erinnern kann.

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Sid Vicious
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von Sid Vicious »

Richie Pistilli hat geschrieben:
Mo., 31.08.2026 19:54
Einer der wenigen Bava-Filme aus seiner Hochphase, mit dem ich mich noch ein wenig intensiver auseinandersetzen muss.
Die Erstsichtung ließ mich seinerzeit etwas ratlos zurück. Und bei der zweiten Runde war ich in unpassender Stimmung.
Aber wie heißt es so schön: Aller guten Dinge sind drei... :)
Ich habe den als "Irgendwie haut das alles nicht hin" in Erinnerung. Evt. schaue ich mir den Film demnächst noch mal an.
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Prisma
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von Prisma »

Sid Vicious hat geschrieben:
Di., 01.09.2026 18:26
Ich habe den als "Irgendwie haut das alles nicht hin" in Erinnerung. Evt. schaue ich mir den Film demnächst noch mal an.

Bei der aktuellen Sichtung hatte ich richtig Bock auf den Film und es gibt ja viele Facetten, die einen hier gut bei der Stange halten können. Aber dennoch unterschreibe ich den Einwand, dass alles nicht so richtig hingehauen hat. Bava fantasiert am Zuschauer vorbei, zumindest unter Umständen. Die Nachfolgeversion "Der Teuflische" habe ich mir jetzt auch angeschaut, allerdings als "La maison de l'exorcisme", und bei Elke Sommers alternativem Drive habe ich mich aber gar nicht so uninteressiert gefühlt, wie im Vorfeld gedacht.

samgardner
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von samgardner »

Müsste ich unbedingt mal wieder ansehen. Hab den Film als sehr rätselhaft in Erinnerung, aber durchaus einer meiner Lieblingsfilme von Bava. Vorbei am kann man schon sagen, aber oft mag ich gerade solche Filme besonders.
Prisma hat geschrieben:
Mo., 31.08.2026 15:59
Im Gegensatz zur Urfassung ist diese Exorzismus-Version gezielt für das breite Publikum ausgewertet und lief in den 1970er-Jahren regulär in den europäischen Kinos, so auch im September 1977 in Frankreich. In Deutschland wurde diese Version schließlich 1975 über den auf Genrefilme spezialisierten Avis-Filmverleih in die Lichtspielhäuser gebracht.
Ist eine Weile her, dass ich mich damit beschäftigt hab, aber das wäre mit komplett neu. Soweit ich's erinnere wurde die Exorzismus-Version hierzulande gar nicht gezeigt (ich denke es gibt dafür auch gar keine Synchro). Falls der Film wirklich durch den Avis Verleih in die Kinos kam, müsste das die Bava-Version gewesen sein. Aber gab es wirklich einen Kinostart in Deutschland? Ich glaub nicht dran, evtl. gab es mal eine Ankündigung, aber ich hab nie ein Plakat oder Aushangfotos gesehen. Die Erstveröffentlichung hierzulande müsste die VHS von Geiselgasteig Video gewesen sein unter dem Titel "Der Teuflische" und das war die Version von Mario Bava (allerdings gekürzt) - diese Fassung lief später auch im Fernsehen (z.B. 1986 in einigen 3. Programmen).

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Richie Pistilli
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von Richie Pistilli »

So habe ich das mit den beiden Fassungen auch in Erinnerung.
Bin bisher weder dazu gekommen, mein Refresh zu zelebrieren, noch den Sachverhalt mit den beiden Schnittfassungen im Netz abzuchecken.

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Prisma
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Re: LISA UND DER TEUFEL - Mario Bava

Beitrag von Prisma »

samgardner hat geschrieben:
Sa., 05.09.2026 20:28
Vorbei am kann man schon sagen, aber oft mag ich gerade solche Filme besonders.

Im Grunde genommen habe ich mich auch nur auf hohem Niveau beklagt, denn der Film bietet gerade mir zahlreiche Pluspunkte, die ich persönlich sehr schätze. Wie hier so gut wie jeder weiß, bringen mich viele gerne gesehene Schauspieler in jeden Hochgenuss oder Durchschnitt aber auch Schrott, doch ich empfinde es sogar in diesem zweiten Fall nie als verschwendete Zeit. Mein nüchternes Fazit zu "Lisa und der Teufel" ist vielleicht lediglich, dass ich in ihm kein verkanntes Meisterwerk sehe, sondern höchstens ein zu einem solchen hochstilisiertes. Auch bin ich kein ausgesprochener Bava-Fan, das muss ich fairerweise sagen, obwohl ich mitunter voll auf style over substance abfahre.

samgardner hat geschrieben:
Sa., 05.09.2026 20:28
Ist eine Weile her, dass ich mich damit beschäftigt hab

Genau hier liegt das Problem. Ich hatte mit vor Jahren Notizen zum Film gemacht und mir für die zweite Version den Avis Verleih aufgeschrieben. Da hatte ich aber auch nur die französische Version "La maison de l'exorcisme" gesehen. Woher ich diese Info hatte, weiß ich nicht mehr, aber sie ist tatsächlich falsch, da brauchte ich eben gar nicht mehr lange zu suchen. Auch hatte ich mir notiert, dass er die FSK im April 1975 unter dem Titel "Der Teuflische" passiert hatte. Aber Du hast es selbst angesprochen, es gibt keinerlei Kino-Aushang oder Plakate, was ohnehin einer der besten Indikatoren dafür ist, dass ein Film nie im Kino gelandet ist. Es gab also keinen Massenstart und auch keine regionalen Vorführungen über kleinere Verleiher. Gut, dass Du nachgehakt hast, es handelt sich um eine Falschmeldung.

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