DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER - Marco Vicario

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Richie Pistilli
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DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER - Marco Vicario

Beitrag von Richie Pistilli »

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Das Superding der sieben goldenen Männer (D)
Il grande colpo dei 7 uomini d'oro (IT)
La CIA mène la danse (F)
El gran golpe de los siete hombres de oro (ES)
Os Sete Homens de Ouro Atacam de Novo (POR)
O Grande Golpe dos 7 Homens de Ouro (BRA)
Le gros coup des 7 hommes en or (BE)
Seven Golden Men Strike Again


IT / F / ES 1966

R: Marco Vicario
D: Philippe Leroy, Rossana Podestà, Gastone Moschin, Gabriele Tinti, Maurice Poli, Giampiero Albertini, Dario De Grassi, Enrico Maria Salerno, Jacques Herlin u.a.



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Deutsche Erstaufführung: 9. Mai 1967

Synchronkartei

Bretzelburger

Splattertrash

Score: Armando Trovajoli

IMCDb

OFDb



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"Es ist nur ihre Gesellschaftsordnung, die mir unsympathisch ist. Sie haben zu viel Freiheit, zu viel Gold,
zu viel Kultur, Dollars, Coca Cola, Petroleum... und das Volk muss barfuß gehen und Zuckerrohr kauen
."


Eigentlich der Strafverfolgung ausgesetzt, werden Professor Albert (Philippe Leroy), Adolf (Gastone Moschin), Aldo (Gabriele Tinti), August (Giampiero Albertini), Anthony (Dario De Grassi), Alfonso (Manuel Zarzo) Alfred (Maurice Poli) und die verführerische Giorgia (Rossana Podestà) von der US-Regierung engagiert, um auf einem Amerika naheliegenden Inselstaat den dortigen kommunistischen Diktator (Enrico Maria Salerno) zu kidnappen. Dafür winkt der Siebenerbande Straffreiheit und eine Belohnung von sieben Millionen Dollar. Tatsächlich fällt es Giorgia und ihren Reizen nicht schwer, das Ziel der Operation zu umgarnen, doch Albert und seine Jungs haben längst ein lohnenswerteres Ziel im Auge, das sie nebenbei erobern wollen: einen mit Goldbarren gefüllten Tanker, der in der Nähe ankert. Aber man kann ahnen, daß am Ende mal wieder jeder alles für sich haben möchte... (Quelle: OFDb)



"Auch ein Diktator braucht Liebe..."


Nachdem die bemerkenswerte Heist-Komödie 7 GOLDENE MÄNNER 1965 beim Publikum wie eine Bombe einschlug, drehte Regisseur Marco Vicario nur ein Jahr später das Sequel DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER, für welches er auch wieder auf die hochkarätige Besetzung des Vorgängers zurückgriff. Im Vergleich zum ersten Teil der Heist-Saga, dessen Coup eher unscheinbar über die Bühne ging, haut das spektakulärere Sequel weitaus mehr auf die Kacke, was sich in mehr Action, technischen Gimmicks und einer aufwändigeren Inszenierung bemerkbar macht. Trotz zahlreicher Albereien gelingt es dem Film, nie die Grenze zum Klamauk zu überschreiten, was zugleich eine der zahlreichen Verdienste des Streifens darstellt. Neben zahlreichen ausgefeilten Heist-Gimmicks, wie beispielsweise ein Sessellift für Goldbarren, Laserwerkzeuge, Boxhandschuhwerfer, Infrarotbrillen, Flugrucksäcke, überdimensionierte Fotokameras oder technische Apparaturen mit allerhand blinkenden Lichtern, fällt die zigarrenpaffende Rossana Podestà wieder durch ihre ständigen Kostüm-, Kontaktlinsen- und Perückenwechsel auf. Nebenbei verdreht sie Enrico Maria Salerno den Kopf, der in der Rolle eines kommunistischen Diktators eine Revolution gegen die Vereinigten Staaten von Amerika plant. Letztlich führt Giorgia mit ihm eine regelrechte Umerziehung durch, für deren Zielerreichung sie ausschließlich auf ihre unwiderstehlichen Reize setzt. Zudem bekam Rossana Podestà im zweiten Teil mehr Screentime zugesprochen. Bereits die Eröffnungsszene, in der zwischen dem Professor und seiner Maitresse ein Rollentausch vorgenommen wurde und somut die Geschehnisse des Vorgängers rekapituliert, zeigt auf, wo es im Sequel von 7 GOLDENE MÄNNER langgeht: Während Giorgia einen Bankraub per Funk koordiniert, stolziert der Professor im Kleid seiner Maitresse, das diese zu Beginn des ersten Teils zur Schau trug, in eine Bank, um den nächsten Coup für sich und seine Bande einzuleiten. Obwohl die Fortsetzung stellenweise etwas grotesk anmutet, macht das unbeschwerte Heist-Spektakel, das neben seiner Anti-Castro-Satire auch noch das Bond-Genre persifliert, dennoch einen Riesenspaß. Obwohl die deutsche Synchronfassung absolut erstklassig ist, fiel mir schon beim ersten Teil auf, dass der eigentliche Name des deutschen Spezialisten, Adolf, in der deutschen Sprachfassung nicht genannt wird. Während der Professor Gastone Moschin mit "Hase" betitelt, benennt Maurice Poli ihn im zweiten Teil nur als "Artur". "Zum ersten Mal ins Kino kam das Werk am 10. Februar 1966 in den Niederlanden. In Italien hatte es seine Premiere am 25. Oktober 1966 in Rom. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Film zum ersten Mal am 9. Mai 1967 vorgeführt." (Quelle).


Was bleibt, ist ein kunterbuntes Heist-Abenteuer, das mit seinen durchdachten Wendungen und jede Menge Action in exotischen Kulissen gedreht wurde. Zwar war mit dem zweiten Teil der 7-GOLDENEN-MÄNNER-Heist-Saga das Thema offiziell abgechlossen, aber Michele Lupo ließ es sich nicht nehmen, im Jahr 1968 mit DER COUP DER 7 ASSE (7 VOLTE 7) eine inoffizielle Fortsetzung nachzuschieben. Weitere italienische Heist-Filme aus jener Dekade waren beispielsweise DER SUPER-COUP DER PROFI-ASSE, BRADOCK - DREI UNZEN ZUM FÜNF-UHR-TEE, DIE 7-MILLIARDEN SUPERMASCHE, COUNTDOWN FÜR 3 MILLIONEN, HOCHKARÄTIGER EINSATZ, 7 UOMINI E UN CERVELLO und TOP JOB - DIAMANTENRAUB IN RIO.


"Fortsetzung des Films ‚7 goldene Männer‘; wie auch schon der Vorgänger ein quirliger, grotesk übersteigerter Krimispaß. [...] Gekonnte Unterhaltung ohne die sonst üblichen Brutalitäten. Ein empfehlenswerter Schmunzelspaß.“ (Quelle)


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Sid Vicious
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Re: DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER - Marco Vicario

Beitrag von Sid Vicious »

Ich finde den Vorgänger besser, aber das spricht nicht gegen DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER, der mir auch Freude bereiten konnte. Die Drehbücher sind halt gut verfasst bzw. gut visualisiert worden.
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Richie Pistilli
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Re: DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER - Marco Vicario

Beitrag von Richie Pistilli »

Sid Vicious hat geschrieben:
Sa., 29.08.2026 23:00
Ich finde den Vorgänger besser, aber das spricht nicht gegen DAS SUPERDING DER 7 GOLDENEN MÄNNER, der mir auch Freude bereiten konnte.

Habe das anfänglich auch so gesehen, aber mittlerweile bewerte ich das Sequel gleichwertig. Der Charme des ersten Teil liegt in einer gewissen inszenatorischen Zurückhaltung, wohingegen in der Forstsetzung das Spektakel sein Unwesen treibt. Letztlich mag ich beides gleich gern. Die erneute Sichtung beider Teile hat mir große Freude bereitet.


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