Der Mann, der kam, um zu töten (D)
Mad Mexican (D - VHS)
L'uomo dalla pistola d'oro (IT)
Doc, manos de plata (ES)
10.000 dólares vivo o muerto (ES)
Un colt pour Mac Gregor (F)
O Homem da Pistola de Ouro (POR)
El hombre de la pistola de oro (ARG)
The Man with the Golden Gun
Man with the Golden Pistol
The Man Who Came to Kill
Doc, Hands of Steel
IT / ES 1965
R: Alfonso Balcázar
D: Carl Möhner, Luis Dávila, Fernando Sancho, Gloria Milland, Umberto Raho, Loris Loddi, Óscar Pellicer, Irene Mir, Pedro Gil, Daniela Igliozzi, Juanita Espín, Franco Balducci, Dario De Grassi u.a.
Deutsche Erstaufführung: 11. Januar 1967
Synchronkartei: Rialto Film GmbH, München
Synchronkartei: TV-Fassung
Nischenkino
Score: Angelo Francesco Lavagnino
OFDb
Der ehemalige Chirurg und Berufsspieler „Doc“ MacGregor (Carl Möhner), bekannt als „Die magische Hand“, wird nach einer Notwehrtat gejagt. Ein Kopfgeld von 10.000 Dollar wird auf ihn ausgesetzt. Auf der Flucht nimmt er die Identität des legendären Revolverhelden Larry Kitchener an und gerät in die kleine Stadt Baldosas, wo Kitchener die Bürger vor einem skrupellosen General (Fernando Sancho) schützen wollte. MacGregor muss nun mit dem Kopfgeldjäger Slade (Luis Dávila) zusammenarbeiten ... [Quelle: Pidax]
Alfonso Balcázars dritter Italo-Western, der 1965 gedreht wurde, orientiert sich zwar einerseits an den einschlägigen Filmproduktionen amerikanischer Machart, bietet aber zugleich auch schon die schonungslose Gewalt, die bei den italienischen Vertretern zum guten Ton gehören. DER MANN, DER KAM, ZU TÖTEN räumt zwar keine Preise ab, unterhält dafür aber ungemein und ist tadellos in Szene gesetzt. Als Hauptdarsteller wurde der österreichische Schauspieler Carl Möhner auserkoren, der in der Rolle des Doc Mac Gregor voll und ganz überzeugt. Er spielt einen ehemaligen Chirurgen, der mittlerweile der Trinksucht und dem Glücksspiel verfallen ist. Als es eines Abends in einem Saloon zu einer bleihaltigen Auseinandersetzung kommt, erschießt Mac Gregor einen Angreifer in Notwehr. Trotz seiner Unschuld wird ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, was ihn wiederum zur Flucht zwingt. Kurz darauf findet er am Wegesrand eine Leiche, was ihn wiederum dazu verleitet, mit der getöteten Person einen Identitätswechsel vorzunehmen. Was Mac Gregor zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht ahnt, ist, dass seine neue Persönlichkeit, Larry Kitchener , ein Revolverheld war, der sehnsüchtig von den Bürgern der Westernstadt Baldosas erwartet wird, damit er diese in der Funktion des neuen Sheriffs von der Terrorherrschaft eines erbarmungslosen Halunken befreit, der mit seiner Bande in der Gegend Angst und Schrecken verbreitet. Unterstützung erhält Larry Kitchener von einem Kopfgeldjäger namens Slade, der eigentlich hinter Mac Gregor her ist. Da aber Slade den Doktor noch nie zu Gesicht bekommen hat, sieht er in Larry Kitchener eine andere Person, die er fortan in der Funktion des Hilfssheriffs beim Kampf gegen die brutale Gangsterbande unterstützt.
Eine der überragendsten Darbietungen legt Fernando Sancho aufs Parkett, der in der Rolle des kaltblütigen Bandenchefs für einige Garstigkeiten sorgt. Pablo Reyes, der sich selbst "der General nennt, malträtiert nicht nur Sheriff Kitchener aufs Übelste, sondern ermordet auch eiskalt Frauen, alte Menschen und hilflose Kinder. Ein Sadist, wie er im Buche steht. Abgerundet wird das Ganze mit einer hörenswerten Filmmusik von Angelo Francesco Lavagnino. Zum ersten Mal durfte ich diesen tollen Film 2017 auf dem Italo Western-Festival in Nürnberg bestaunen, wo er mich auf der großen Leinwand auch auf Anhieb abgeholt hat. Zwischenzeitlich wurde der Film von PIDAX als DVD veröffentlicht, die neben der deutschen Kinosynchro, bei der Carl Möhner sich selbst spricht, auch die neuere TV-Synchro enthält. Einziger Makel: Die Kinosynchro, die an einigen wenigen Stellen mit der TV-Synchro aufgefüllt wurde (Grund unbekannt), weist in zwei Szenen kurze Asynchronitäten auf.
Der Evangelische Film-Beobachter (Nr. 21/1967) schrieb zum deutschen Kinostart: „Ein psychologischer [...] Western, hart, aber mit sauberen handwerklichen Leistungen und klaren ethischen Verhältnissen.“ In der Titelrolle dieses Spaghettiwesterns über Loyalität, Täuschung und Überleben ist der Österreicher Carl Möhner zu sehen. Die VHS-Veröffentlichung trug den Titel „Mad Mexican“. (Quelle)
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