Der Stachel (D)
Der Dreh mit dem Millionencoup (D)
Gli amici di Nick Hezard (IT)
The American Connection (ES)
Blåst till tusen / Dubbelblåsningen (SWE)
Nick the Sting
IT 1976
R: Fernando Di Leo
D: Luc Merenda, Lee J. Cobb, Gabriele Ferzetti, Luciana Paluzzi, Dagmar Lassander, Isabella Biagini, Fred Williams, William Berger, Mario Pisu, Umberto Raho, Fulvio Mingozzi u.a.
Deutsche Erstaufführung: VHS-Premiere
Synchronkartei
Nischenkino
Score: Luis Enríquez Bacalov
OMCDb
OFDb
Alles läuft wie geplant bis der Amerikaner (Lee J. Cobb) auftaucht. Er ist der Größte in der Unterwelt, auch genannt der König. Nick der Stachel (Luc Merenda), ein kleiner Ganove, kommt ihm jedoch auf die Schliche, als er seine eigenen Juwelen rauben lassen will, um von der Versicherung Entschädigung zu kassieren. Der Amerikaner will ihn beiseite schaffen lassen, doch Nick legt ihn hinein, indem er ein falsches Gefängnis bauen lässt. Freunde werden als Polizisten verkleidet und der Amerikaner wegen angeblichen Mordes festgenommen. Entführungen, Intrigenspiele, Verfolgungsjagden … werden Nick und seine Bande es schaffen den Amerikaner zu bezwingen? [Quelle: Cineploit Records]
Obwohl Fernando Di Leos Gangsterkomödie im Gesamtfazit nur mittelmäßig ausfällt, entpuppt sich der Film als äußerst unterhaltsam. Letztlich handelte es sich bei DER STACHEL um eine Auftragsarbeit, die Di Leo samt dem bereits von Alberto Silvestri verfassten Drehbuch kurzfristig übernahm. Dabei merkte er recht schnell, dass sich das Drehbuch aufgrund fehlender Rahmenbedingungen sowie einer viel zu geringen Finanzierung in der ursprünglichen Fassung inszenatorisch nicht realisieren ließe. Was folgte, war eine totale Fragmentierung des Drehbuchs, infolgedessen sich der ursprüngliche Plot in Wohlgefallen auflöste. Obwohl Di Leo seinen Film rasant inszenierte, wirkt das Ganze aufgrund des zerlegten Drehbuchs ein wenig unausgegoren. Selbst Luc Merenda, der die Rolle des Hauptprotagonisten übernahm, legt zwar einerseits eine solide Darbietung an den Tag, wirkt aber andererseits in manchen Szenen auch etwas Fehl am Platz. Hinzu gesellen sich komödiantische Anteile, zu denen auch die überkandidelten Performances zählen, die sämtliche Charaktere aufs Parkett legen. Neben Luc Merenda treten auch noch Lee J. Cobb, Gabriele Ferzetti, Luciana Paluzzi, Dagmar Lassander, William Berger, Umberto Raho und Fulvio Mingozzi in Erscheinung, die ebenso allesamt solide Darbietungen abgeben. Letztlich sollte es Di Leo mit seiner filmischen Melange aus Film Noir und Gangsterkomödie nicht gelingen, einen mehr als mittelmäßigen Film auf die Beine zu stellen. Zwar besitzt DER STACHEL eine wendungsreiche Handlung, einen schwungvollen Inszenierungsstil und theatralischen Darbietungen, wirkt aber zugleich in vielen Szenarien kraft- und einfallslos. Als wiederum gelungen sehe ich die wenigen Actionszenen an, in denen auch mehrfach die Split-Screen-Technik ihre Verwendung fand. Alles in allem stellt DER STACHEL einen prominent besetzten Film dar, bei dem das eigentliche Potenzial inszenatorisch nicht ausgeschöpft wurde. Schade!
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Filmausschnitt:
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Verfolgungsjagd:
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Titelsequenz:
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Trailer: