Operation Taifun (D)
Spion wider Willen (D)
Con la morte alle spalle (IT)
Con la muerte a la espalda (ES)
Typhon sur Hambourg (F)
Putain de mission (F)
A morte espreita (POR)
O Satânico Electra I (BRA)
With Death on Your Back
Deadly Fire
Electra One
IT / D / F / ES 1967
R: Alfonso Balcázar
D: George Martin, Vivi Bach, Rosalba Neri, Klausjürgen Wussow, Daniele Vargas, Maria Luisa Rispoli, Michel Montfort, Ignazio Leone, Hans Waldherr, María Badmajew, Georges Chamarat u.a.
Deutsche Erstaufführung: 12. Juli 1967
Synchronkartei
Schnittbericht: Deutsche Videofassung - Originalfassung
Schnittbericht: Deutsche Kinofassung - Originalfassung
Schnittbericht: Italienische Fassung - Originalfassung
Score: Claude Bolling
IMCDb
OFDb
Große Aufruhr ist bei den Weltmächten entstanden, denn es stellt sich die Frage, ob es einer gefährlichen Gruppe gelingen könnte, einen Atomkrieg zwischen den großen Mächten zu entfesseln. Jedenfalls treibt die Organisation ELECTRA ein gefährliches Spiel, als sie Colonel Randolph von der US Air Force eine Wahnsinnsdroge einflößen lässt, der daraufhin nur in letzter Sekunde daran gehindert werden kann, den Start der interkontinentalen Atomraketen auszulösen. Zum Glück beschließen Amerikaner und Russen, vertreten durch ihre Agenten Bill (Michel Montfort) und Ivan (Ignazio Leone), ein gemeinsames Vorgehen gegen ELECTRA, dessen erster Schritt die Übergabe der von Professor Rowland (Georges Chamarat) entwickelten Gegendroge an die Russen ist. Das Köfferchen mit den schriftlichen Unterlagen und chemischen Instrumenten soll an einem neutralen Ort, anlässlich einer großen Juwelenausstellung in der Villa Van Hallen in Hamburg, übergeben werden. Aber auch die Organisation ELECTRA ist auf der Hut, da sie bereits vorteilhafte Verkaufsverhandlungen wegen der Wahnsinnsdroge führt und die attraktive Agentin Silvana (Rosalba Neri) und ihr Begleiter Klaus (Klausjürgen Wussow) verstehen es dann auch, Professor Rowland und seine Assistentin Monica (Vivi Bach) in eine Falle zu locken. In einem kurzen Kampf wird Rowland getötet, während Monica von dem berühmten Juwelendieb Gary (George Martin), genannt El Lince, welcher sich gerade einige kostbare Schmuckstücke angeeignet hat, gerettet wird. Was dann folgt, ist eine atemberaubende Verfolgungsjagd quer durch die Hansestadt... (Quelle: Schakuguku / Schnittberichte)
Alfonso Balcázar inszenierte 1967 einen Eurospy-Film, in dem ausnahmsweise mal kein Agent die Hauptrolle spielt, sondern ein unbedeutender Juwelendieb, der während eines Raubzugs rein zufällig zwischen den Fronten einer internationalen Geheimdienstmission gerät. Zwar entpuppt sich OPERATION TAIFUN als ein flott inszenierter sowie unterhaltsamer Genrebeitrag, wobei das Drehbuch recht dünn ausfällt. Eng genommen wirkt der Film wie eine Abfolge turbulenter Verfolgungsjagden, die entweder per Auto, per Pedes oder in der Luft vonstattengehen. Für die Autoverfolgungsszenen zeichnet sich kein Geringerer als Rémy Julienne verantwortlich. Trotz der ganzen Action kann der Film auch mit seinen Locations punkten, denn während der Streifen zunächst in Paris beginnt, spielt sich der Großteil der Handlung in der deutschen Hansestadt Hamburg ab, bevor schließlich das Finale in die Alpen verlagert wird. Ansonsten wirkt der Film recht comichaft. Als Hauptdarsteller verpflichtete Balcázar den spanischen Schauspieler Jorge Martín, der international unter dem Pseudonym George Martin in Erscheinung trat. In der Rolle des Juwelendiebs Gary gerät er in eine Geheimdienstoperation der Amerikaner und Russen, die händeringend eine Geheimformel in die Finger bekommen wollen, hinter der auch das Verbrechersyndikat ELECTRA her ist. Während Daniele Vargas den Kopf der Bande verkörpert, spielt die reizende Rosalba Neri seine erbarmungslose Handlangerin, die gegenüber ihren Opfern keinerlei Gnade kennt. Als Hüterin der Geheimformel schickte Balcázar die dänische Schauspielerin Vivi Bach ins Rennen, die letztlich von den Gangstern gejagt und von Gary beschützt wird. Dann wäre da auch noch Klausjürgen Wussow, der einen Killer in den Diensten Rosalba Neris spielt. OPERATION TAIFUN kam am 12. Juli 1967 in die deutschen Kinos, wobei der Streifen in einem neuen 3D-Filmverfahren auf 70mm sowie mit dem Tonwiedergabeverfahren "Hi-Fi Stereo 70" aufgenommen wurde. Hierzulande wurde der Film vor einigen Jahren von Filmjuwelen lizenziert und als DVD ausgewertet, für die eigens eine deutsche Kinokopie abgetastet wurde. Zwar offenbart sich die Bildqualität als tadellos, aber leider stimmt das Bildformat der Hauptfassung nicht so ganz. Als Bonus ist auf der DVD eine VHS-Fassung enthalten, die den Film zwar im richtigen Breitbildformat präsentiert, dafür aber weitaus schlechtere Bildqualität aufweist. Alles in Allem bin ich mit der DVD zufrieden. Was bleibt ist ein rasanter Agentenfilm, der erstklassig das Flair der Hansestadt Hamburg präsentiert.
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