Vado... l'ammazzo e torno
Italien 1967
Edd Byrnes
George Hilton
Gilbert Roland
Stefania Careddu
José Torres
Ivano Staccioli
Ignazio Spalla
Adriana Giuffrè
Riccardo Pizzuti
Marco Mariani
Valentino Macchi
Rodolfo Valadier
Guglielmo Spoletini
Der Bandit Monetero überfällt mit seiner Bande einen Goldtransport, aber eine paar seiner Bandenmitglieder machen sich mit dem geraubten Gold aus dem Staub. Als Monetero sie stellt, haben sie das Gold bereits an einem geheimen Ort versteckt. Der einzige Hinweis auf das Versteck ist ein Medaillon. Monetero wird allerdings geschnappt, kann aber mit der Hilfe von einem Fremden entkommen. Gemeinsam machen sie sich nun auf die Suche nach dem Gold. Ihnen dicht auf der Spur ist Clayton, ein Bankier, der es ebenfalls auf das Gold abgesehen hat... (Quelle: ofdb)
Gut, ich gebe es gleich vorweg zu: Dieser Film war zusammen mit HANDVOLL DOLLAR der erste Italowestern, den ich bewusst gesehen habe und hat einen großen Anteil daran, dass ich heute überhaupt auf Foren wie diesem unterwegs bin. Ich wollte mehr Italowestern sehen, ich wollte mehr Filme mit Hilton sehen. Mein Schicksal war besiegelt.
Er sollte auch grob definieren, worauf ich bei Western bis heute besonderen Wert lege - lockere Darsteller in coolen Rollen, hitzige Darsteller in Schurkenrollen, spanische Weiten, hervorragende Musikbegleitung, verspielte Kameraarbeit, Sonne, Hitze, Schweiß...
Enzo hat hier einen Western mit leichterem Grundton geschaffen, ohne aber in Klamauk zu verfallen. Die Story - hauptächlich bestehend aus einer Abfolge von Szenen, in denen die drei Protagonisten ständig neue Allianzen bilden und sich gegenseitig übers Ohr hauen - wird flott erzählt und mit einer gehörigen Prise (Selbst-)Ironie serviert. Irgendwelchen moralischen Zwängen fühlt sich keiner der Beteiligten unterworfen. Es wird betrogen, weil es einfach am meisten Spaß macht und weil ehrliche Arbeit sich sowieso nicht richtig auszahlt.
A propos Spaß - es scheint, als hätten alle Beteilgten während des Drehs eine Menge davon gehabt. Entsprechend gut funktioniert die verspielte Lockerheit über weite Strecken, trotz des sicherlich nicht üppigen Budgets und der dadurch begrenzten Drehzeit.
Man könnte sagen, dass Castellari bemüht war Leones Western-Stil mit der Grundstimmung klassischer Abenteuerunterhaltung wie etwa DER ROTE KORSAR zu verbinden - selbstverständlich auf einem den äußeren Bedingungen organisatorischer wie finanzieller Art geschuldeten Niveau. Herausgekommen ist eine Art "Zwei glorreiche Halunken" light - sicher kein Meilenstein der Filmgeschichte aber jedenfalls für mich einer der unterhaltsamsten Ritte überhaupt im europäischen Western.
Sehr bedauerlich, dass es weltweit keine würdige DVD gibt. Da die deutsche Synchro auch sehr gelungen ist, wäre ein neuer, stark verbesserter Release hierzulande besonders zu begrüßen.
Erklärt mich für übergeschnappt, aber mit fettem Nostalgiebonus vergebe ich satte 9/10 Punkten.
LEG' IHN UM, DJANGO - Enzo G. Castellari
Re: LEG' IHN UM, DJANGO - Enzo G. Castellari
Da es wohl weltweit zu meinen Lebzeiten zu keiner vernünftigen digitalen Veröffentlichung des Films mehr zu kommen scheint, muss ich mich eben mit anderen Dingen rund um den Streifen befassen.
Neuester Zugang in meiner Sammlung zum Film ist eine Einladung der Ufa zur Premiere im Ufa-Pavillon. Seltsam daran ist das Datum - der 13. März 1970. Produziert wurde der Film 1967, die FSK-Freigabe wurde im Februar 1969 erteilt, laut Filmdienst erfolgte die Premiere im März 1969.
Hat jemand eine Erklärung für eine Premiere in Berlin ein Jahr später?
Die Wiederaufführung als GLORY, GLORY HALLELUJA war erst 1974, und die Einladung lautet ja auch auf LEG IHN UM, DJANGO.
Die Einladung soll aus dem Nachlass von Berlinale-Gründer und (ganz höflich ausgedrückt) berüchtigtem Opportunisten Dr. Alfred Bauer stammen und sieht für mich erst mal glaubwürdig aus.
Neuester Zugang in meiner Sammlung zum Film ist eine Einladung der Ufa zur Premiere im Ufa-Pavillon. Seltsam daran ist das Datum - der 13. März 1970. Produziert wurde der Film 1967, die FSK-Freigabe wurde im Februar 1969 erteilt, laut Filmdienst erfolgte die Premiere im März 1969.
Hat jemand eine Erklärung für eine Premiere in Berlin ein Jahr später?
Die Wiederaufführung als GLORY, GLORY HALLELUJA war erst 1974, und die Einladung lautet ja auch auf LEG IHN UM, DJANGO.
Die Einladung soll aus dem Nachlass von Berlinale-Gründer und (ganz höflich ausgedrückt) berüchtigtem Opportunisten Dr. Alfred Bauer stammen und sieht für mich erst mal glaubwürdig aus.
Re: LEG' IHN UM, DJANGO - Enzo G. Castellari
Du warst da nicht dabei als der in Nürnberg lief oder ?

Re: LEG' IHN UM, DJANGO - Enzo G. Castellari

Re: LEG' IHN UM, DJANGO - Enzo G. Castellari
Ich nehme an, es war die Halleluja-Fassung, die während der Halleluja-Stellen rotstichig wird?