Die Cobra - Tödlicher als alle Waffen(D)
Il Cobra (IT)
Le Cobra (F)
El cobra (ES)
O Homem da Aventura (POR)
A arma negra da China vermelha (BRA)
Female Cobra
The Cobra
IT / ES 1967
R: Mario Sequi
D: Peter Martell, Dana Andrews, Anita Ekberg, Elisa Montés, Jesús Puente, George Eastman, Peter Dane, Luciana Vincenzi, Giovanni Petrucci, Guido Lollobrigida, Conrado San Martín u.a.
Deutsche Erstaufführung: 26. Juli 1968
Synchronkartei
Score: Antón García Abril
OFDb
Eine mächtige Geheimorganisation, genannt "Cobra", versucht von ihrem Sitz in Istanbul aus im Auftrag der Chinesen die USA mit riesigen Mengen an Rauschgift zu überschwemmen. Da ihr niederträchtiges Ansinnen von Erfolg gekrönt ist, entschließt sich die oberste Riege des US-Geheimdienst dazu, den Ex-Agenten Mike Rand (Peter Martell) damit zu beauftragen, das internationale Vertriebsgeflecht der Organisation aufzudecken, um den ganzen Laden anschließend unschädlich zu machen. Also reist Rand auf dem direkten Weg zu einem kurzen Intermezzo nach Istanbul, bevor es dann für ihn weiter nach Beirut geht, wo ihn die Häscher des Cobra-Kartells bereits mit gezückten Waffen sehnsüchtig erwarten.
Obwohl Mario Sequis Spionagethriller eine flüssige Erzählweise aufzeigt, fehlt es dem Film letztendlich an Spannung, was wiederum dafür sorgt, dass der Film nicht richtig in die Puschen kommt. Hinzu gesellt sich ein unsorgfältiger Inszenierungsstil sowie verschiedene Ungereimtheiten im Handlungsverlauf, die beim Zuschauer mehrere Fragezeichen hinterlassen. Was die Darbietungen der beteiligten Darsteller betrifft, so würde ich diese als durchweg solide bezeichnen. Als Hauptdarsteller wurde der italienische Schauspieler Peter Martell auserkoren, dessen Rolle als Eurospy-Agent zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig wirkt. Letztlich wirkt seine Figur wie die Inkarnation der von ihm gespielten Westernhelden, denn Mike Rand entpuppt sich als ein ungehobelter, draufgängerischer Rüpel, der dem Alkohol verfallen ist. Kein Wunder, denn trotz seiner erfolgreichen Arbeit für den US-Geheimdienst, wurde er einige Jahre zuvor von dessen Führungsriege als unschuldiges Bauernopfer auserkoren, das letztlich seinen Kopf für etwas hinhalten musste, was er überhaupt nicht begangen hat. Als er eines schönen Tages völlig unverhofft von seinem Vorgesetzten Cpt. Kelly zur erneuten Mitarbeit aufgesucht wird, hat Mike Rand gerade erst kurz zuvor seinen Revolver gegen Geld eingetauscht, um sich damit seine tägliche Dosis Alkohol besorgen zu können. Obwohl er zunächst etwas skeptisch reagiert, nimmt er schließlich das Angebot an und begibt sich schnurstracks in den Nahen Osten, um den Verantwortlichen des Cobra-Kartells das Handwerk zu legen. Während der amerikanische Schauspieler Dana Andrews besagten Cpt. Kelly verkörpert, spielt Anita Ekberg eine unfreiwillige Handlangerin der Organisation, die von dieser zu ihren Missetaten gezwungen wird. Erwähnenswert wäre auch George Eastman, der als Handlanger der "Cobra" sein Schauspieldebüt feiert. Positiv zu erwähnen wäre auch noch die deutsche Synchronfassung, die den ernsthaften Charakters des Films treffend unterstreicht. Was bleibt, ist ein mittelprächtiger Genre-Vertreter, dem etwas Sorgfalt bei der Inszenierung fehlt. Ansonsten ist der Film eine kurzweilige Angelegenheit.
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