Die Chance ist gleich Null (D)
Crossfire (D)
Agente Z 55 missione disperata (IT)
Agent Z-55, mission désespérée (F)
Agente Z-55, misión Hong Kong (ES)
Agente Z-55 - Em Missão Desesperada (BRA)
Desperate Mission
IT / F / ES 1965
R: Roberto Bianchi Montero
D: Germán Cobos, Yôko Tani, Gianni Rizzo, Maria Luisa Rispoli, Milton Reid, Leontine May, Francisco Sanz, Giovanni Cianfriglia, Anita Ferrari, Bruno Ariè, José Calvo, George Chow u.a.
Deutsche Erstaufführung: 20. Mai 1966
Synchronkartei
Score: Francesco de Masi
IMCDb
OFDb
"Ich bin ein verkommenes Individuum, dass für ein paar dreckige Dollar den Spion spielt."
Ein von den Chinesen gefangen gehaltener Atomwissenschaftler (Francisco Sanz) wird von dem Geheimagenten Z 51 befreit, wobei dieser jedoch getötet wird und Professor Larsen spurlos verschwindet. Daraufhin entsendet der amerikanische Geheimdienst seinen besten Mann, Agent Z 55 (Germán Cobos), nach Hongkong, damit dieser die Mission erfolgreich zu Ende bringt. Kaum am Zielort angelangt, muss Agent Z 55 unerfreuliche Bekanntschaften mit mehreren kriminellen Banden machen, die allesamt ebenso hinter dem Wissenschaftler her sind. Zu allem Überfluss gerät Z 55 auch noch in die Gefangenschaft mehrerer Banden, die in bei der Suche nach dem verschwundenen Professor ihn zur Zusammenarbeit nötigen. Bleibt letztlich die Frage, ob es Agent Z 55 gelingen wird, sich wieder aus den Fängen seiner Widersacher zu befreien, um schließlich seinen Auftrag erfolgreich zu Ende bringen zu können?
"Ein altes Sprichwort sagt: Du sollst in den Apfel nicht reinbeißen, bevor nicht sicher ist, dass er keinen Wurm hat."
Roberto Bianchi Monteros Agentenfilm DIE CHANCE IST GLEICH NULL zählt zweifelsfrei zu den ernsthafteren Eurospy-Produktionen, kommt aber inszenatorisch nicht über ein gehobenes Mittelmaß hinaus. Als Drehkulisse wurde die chinesische Großstadtmetropole Hongkong auserkoren. Während der Film anfänglich ein wenig vor sich hindümpelt, nimmt er erst im letzten Drittel etwas an Fahrt auf, um von da an Action und Gewalt freien Lauf zu lassen. Obwohl sich die Story als nicht sonderlich originell herausstellt, bietet der Film dem geneigten Genreliebhaber dennoch ausreichend Unterhaltung. Als Hauptdarsteller verpflichtete Montero den spanischen Schauspieler Germán Cobos, dessen vage Ähnlichkeit mit Sean Connery nicht von der Hand zu weisen ist. Ebenso wie Agent 007 entpuppt sich Agent Z 55, der eigentlich Robert Manning heißt, als ein draufgängerischer Schürzenjäger, der sich den gesamten Handlungsverlauf über auf eine uncharmante Art und Weise von einer schönen Frau zur nächsten hangelt. Während die meisten seiner Agentenkollegen bei ihren Flirtversuchen wenigstens noch ein bisschen Charme versprühen, herrscht bei Z 55 der reine Chauvinismus vor, denn neben seinen schlechten Manieren und seiner Überheblichkeit sind es seine kaltschnäuzigen Anmachsprüche, die seine Filmfigur unsympathisch erscheinen lassen. Was seine restliche Darbietung anbelangt, so legt er eine passable Leistung an den Tag. Für die Rolle des Gegenspielers verpflichtete der Regisseur den markant aussehenden Gianni Rizzo, der in der Rolle des "Barons" Z 55 die Hölle heiß macht. Gleiches gilt für den indischen Schauspieler Milton Reid, mit dem Robert Manning während des Filmverlaufs mehrfach aneinander gerät. Als weibliche Schauspielerinnen wurden Yôko Tani, Maria Luisa Rispoli, Leontine Snell sowie Susan Baker ins Rennen geschickt, um letztlich den machohaften Anmachversuchen Mannings zu erliegen. Abgerundet wird das durchwachsene Spektakel mit einer Filmmusik von Francesco de Masi, die zwar nett anzuhören ist, aber nicht unbedingt zu seinen besten Werken zählt. Abschließend sei auch noch darauf hingewiesen, dass die Filmfigur Z 55 alias Robert Manning zwei Jahre später nochmals in dem Agentenfilm TECHNICA PER UN MASSACRO auftauchte, bei dem Roberto Bianchi Montero ebenfalls Regie führte.
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