WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Agenten rippen einsam off - Bond-Kopien aus europäischem Klon-Technik-Anbau
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Prisma
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WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

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WIE TÖTET MAN EINE DAME?


● WIE TÖTET MAN EINE DAME? / DAS GEHEIMNIS DER GELBEN MÖNCHE / TRIO A SEGNO PER UCCIDERE (|D|A|I|1966)
mit Stewart Granger, Karin Dor, Scilla Gabel, Rupert Davies, Adolfo Celi, Luis Induni, Erika Remberg, Klaus Kinski,
Molly Peters, Demeter Bitenc, José Marco Rosello, Slobodan Dimitrijevic, Alan Pinson, Andrea Fior und Curd Jürgens
eine Intercontinental Produktion | PEA | im Nora Filmverleih
ein Film von Manfred R. Köhler

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»Unvorstellbar, dass so eine Lapalie missglückt!«


An ihrem 25. Geburtstag soll Sandra Perkins (Karin Dor) ein Vermögen von mehreren Millionen Dollar erben, doch bevor sie in den Genuss der absoluten Unabhängigkeit kommen kann, folgen zahlreiche Mordanschläge auf die schöne Erbin. Während eines Fluges kommt es zunächst zu einem misslungenen Giftanschlag, anschließend verlässt die korrupte Crew das Flugzeug, um es über dem offenen Meer abstürzen zu lassen. Gemeinsam mit dem Passagier und Geheimagenten James Vine (Stewart Granger) bringt sie die Maschine unbeschadet zu Boden, allerdings ist Sandra immer noch in akuter Lebensgefahr. Eine verbrecherische Organisation setzt weiterhin alles daran, den perfiden Mordplan in die Tat umzusetzen, sodass James Vine auf eigene Faust ermittelt. Wer will Sandra aus dem Weg geräumt sehen?

Der deutsche Synchronregisseur, Drehbuchautor und Filmregisseur Manfred R. Köhler inszenierte in seiner Karriere nur wenige Kinofilme, die darüber hinaus allesamt den Abenteuer- oder Agentenkrimis zuzuordnen sind. Sein 1966 entstandener Vertreter "Wie tötet man eine Dame?" lief in österreichischen Kinos unter dem ebenso wenig geglückten Titel "Das Geheimnis der gelben Mönche", bei dem sich eine deutliche Anlehnung an gängige Wallace-Formate beobachten lässt, was sich in Teilen auch in der Auswahl der einschlägig bekannten Besetzung widerspiegelt. Dem in Jugoslawien gedrehten Film eilen Ungereimtheiten bei der Herstellung voraus, wie beispielsweise Probleme bei der Finanzierung, was sich im fertigen Produkt jedoch nicht unbedingt exponiert offenbart. Daher kann auch dieser typische Vertreter der Eurocrime-Welle durchaus seine Akzente setzen, die in vielen Fällen derart gefällig wirken, weil sie sich über mehrere Jahre als Genre-Markenzeichen etablieren konnten. Die Geschichte erzählt eine der gefühlt unzähligen Varianten der tödlichen Bedrohung für eine designierte Millionenerbin, die vor allem wegen der Verpflichtung von Karin Dor hemmungslos an Beschützerinstinkte appelliert, was in Köhlers solide inszenierten Beitrag auch aufgehen wird. Der Einstieg schildert neben einigen glücklichen Zufällen vor allem die Rücksichtslosigkeit der verbrecherischen Organisation und deren Helfershelfer, die bereit sind, die komplette Besatzung eines Flugzeuges in den Tod zu schicken, um das anvisierte Opfer liquidieren zu können. Schnelle Vorstellungen unterschiedlicher Charaktere sorgen für angenehme Abwechslung in einem teils vorhersehbaren Verlauf, der von schönen Locations und extravaganter Bebilderung lebt, aber insbesondere mit seiner Top-Besetzung punkten kann.

Stewart Granger, der in jenem Zeitfenster einige Auftritte in derartigen Genre-Vertretern vorzuweisen hatte und in Deutschland große Popularität wegen seiner Rollen in Karl-May-Filmen erlangte, zieht seine gute Spiellaune aus der Tatsache, dass ein kompletter Verlauf um ihn herumkonstruiert wurde. Den Geheimagenten James Vine umweht eine merkliche Nonchalance, er erreicht seine Ziele mit Witz, Charme und gleichzeitig Verbissenheit, sodass wenige Zweifel bestehen, dass er sich zum strahlenden Helden der Geschichte hocharbeiten kann. An seiner Seite ist eine wie immer schöne und geschmeidig wirkende Karin Dor zu sehen, die sich zugunsten Stewart Grangers Reputation in einen Hauch von Naivität zu kleiden hat. Sandra Perkins gerät in einen Strudel aus Intrigen und Mord, ohne zu ahnen, wer es auf ihr Leben abgesehen haben könnte. Dass eine immense Summe im Hintergrund steht, liefert das nötige Motiv und gleichzeitig die passenden Verdächtigen, wenngleich im Bereich der Täterfindung und der entsprechenden Entlarvung kaum Spannung aufrechterhalten werden kann. Vielmehr gefällt sich Regisseur Köhler darin, das kriminelle Potenzial der Gegenspieler auf einem Silbertablett zu servieren, und in diesem Zusammenhang bekommt der interessierte Zuschauer sehr passende, teils sogar spektakuläre Zeichnungen geboten. Beim Thema spektakuläre Darbietung muss speziell die überaus attraktive Italienerin Scilla Gabel erwähnt werden, die wahlweise mit tatsächlichen, oder den scharfen Waffen einer Frau zu kämpfen weiß. In der Organisation "Das Auge" genießt sie ganz offensichtlich eine Sonderstellung und bekommt daher den Luxus eingeräumt, ihre sadistische Ader ausleben zu können, was sich insbesondere in den gemeinsamen Szenen mit ihrer österreichischen Kollegin Erika Remberg zeigt.

Die internationale Besetzung kann insgesamt als abwechslungsreich und ausgewogen beschrieben werden, da bis in die Nebenrollen Akzente gesetzt werden. Bekannte Interpreten wie Curd Jürgens, Rupert Davies, Adolfo Celi, Luis Induni, Demeter Bitenc oder Klaus Kinski bedienen die Schablonen zwischen Gut und Böse sehr überzeugend, können gleichzeitig für die Variabilität sorgen, die der Story hin und wieder fehlt. Eine recht unsentimentale Würze steht dieser Geschichte unterm Strich recht gut, auch wenn die Frage im deutschen Verleihtitel eigentlich nicht geklärt werden kann. Ein Mordanschlag folgt dem nächsten, doch es werden reihenweise andere Köpfe rollen, bis sich das Feld insofern lichten kann, als Brücken zu den Drahtziehern gebaut werden können. Da eine große Erbschaft über allem steht, wirkt das Ganze im Endeffekt vielleicht weniger ausgeklügelt, da es sich thematisch gesehen um einen gerne ausgeschlachteten Dauerbrenner handelt, doch durch nette Einfälle der Regie läuft alles zielführend, da der rote Faden nie aus der Hand gegeben wird. Inszenatorisch betrachtet, handelt es sich bei "Wie tötet man eine Dame?" schließlich um ein typisches Kind seiner Zeit, das mit obligatorischen bis extravaganten Kniffen Ausrufezeichen setzen und punkten kann, ohne dabei aus seinem sicheren Fahrwasser auszubrechen. Im Vergleich zur Konkurrenz ist allerdings nur ein einheitliche wirkendes Produkt entstanden, das nicht zuletzt so überaus kurzweilig ausgefallen ist, weil es sich den Luxus einer überdurchschnittlichen Entourage leistet, die sich hier keine Blöße gibt. Im letzten Drittel des Films mobilisieren sich noch einmal alle Kräfte, sodass ein insgesamt runder und angenehmer Eindruck zurückbleibt, der die Entscheidung erleichtern und vielleicht sogar beschleunigen wird, sich diesen soliden Vertreter zwischendurch wieder anzuschauen.



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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

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In der einschlägigen Werkschau des Freiberger Regisseurs Manfred R. Köhler, die sich zwischen Abenteuerkrimi und Agenten-Thriller bewegt, darf "Wie tötet man eine Dame?" natürlich nicht fehlen, welcher erfolgreicher unter dem Titel "Das Geheimnis der gelben Mönche" lief. Betrachtet man beide deutschen Titel, so lässt sich weder der eine, noch der andere als gelungen identifizieren, aber die Produktion wartet mit einigen anderen Lockvögeln auf, die anno 1966 noch eindeutig an die laufende Edgar-Wallace-Reihe angepasst waren. Um einen stilverwandten Film handelt es sich allerdings nur im weitesten Sinne, da die Geschichte sich noch eindeutiger an James Bond orientiert. Adolfo Celi ist beispielsweise bekannt aus der Reihe gewesen, Curd Jürgens oder Karin Dor üben hier sozusagen dafür, wenngleich ihre italienische Kollegin Scilla Gabel diesen Part eher von der Anlegung her übernimmt. So bleibt ein kleines Gedankenspiel zurück, dass diese Melange aus Verführung und Brutalität sich sehr gut als Bond- beziehungsweise Blofeld-Girl gemacht hätte. Umwerfend, diese Frau! Viele nette bis krude Einfälle helfen zeitweise über ein zu eintöniges Script hinweg, aber im sehenswerten Bereich gibt es mehr zu erfahren, als in enttäuschenden Gefilden. Köhler präsentiert einen regelrechten Genre-Rundumschlag, der für jeden Interessenten etwas zu bieten haben dürfte. Versehen mit einer Top-Besetzung dürfen sich die Reihen entscheidend lichten und am Ende bleibt primär nicht die Frage zurück, wie man eine Dame tötet, sondern mit welchen Dilettanten sie es auf Seiten der Kriminellen zu tun hatte. Aber so wird die Geschichte zu jeder Zeit am Laufen gehalten und das doch recht turbulent, eingängig und vor allem unterhaltsam

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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

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● SCILLA GABEL als LA TIGRA in
WIE TÖTET MAN EINE DAME? (|D|A|I|1966)



Im Jahr 1966 befand sich die italienische Schauspielerin Scilla Gabel auf dem absoluten Zenit ihres cineastischen Schaffens. Mit der Routine und schauspielerischen Souveränität aus bereits rund 45 Filmproduktionen füllt sie in dem Agentenkrimi "Wie tötet man eine Dame?" die Rolle der eiskalten Killerin La Tigra aus; ein Name der wie präziseste Eurospy-Poesie klingt. Die Aura der verführerischen Blondine wirkt dabei wie ein Wechselbad zwischen eiskalt und kochend heiß, sodass sie es im Vorbeihuschen versteht, das wohl vorwiegend männliche Publikum in die Tasche zu stecken. Gabel liefert hier das Paradebeispiel für den Typus der sadistischen Handlangerin, die im Zuge der weltweiten James-Bond-Welle die Kinoleinwände erobern konnte, da man oft keine bloßen Maschinen angeboten bekam. Weit davon entfernt, eine bloße, austauschbare Dekoration für die tonangebenden Hauptdarsteller zu sein, etabliert sie sich als das stilvolle und zugleich physisch brutalste Gesicht des kriminellen Syndikats "Das Auge". Geheimorganisationen wie diese hatten seinerzeit Hochkonjunktur, sodass Interpretinnen wie Scilla Gabel die Möglichkeiten bekamen, sich innerhalb roter Fäden entsprechender Skripte richtig auszutoben. Die Performance der Italienerin lebt dabei von einer hochgradig kalkulierten Körpersprache. Sie kokettiert lasziv mit ihrer Attraktivität und nutzt ihr sexy Styling gezielt als gewinnbringendes Machtinstrument. Besonders prägnant ist ihr wiederkehrendes Spiel mit der auffällig gestylten Frisur. Indem die Haare im ikonischen 60er-Jahre-Look oft ein Auge verdecken, nutzt sie den vielsagenden Kopfwurf, um im entscheidenden Moment einen stechenden oder vielmehr dominanten Blick freizugeben. La Tigra weiß nur zu genau, was sie zu bieten hat. Ihre Über-Femininität ist keine ausgesprochene Schwachstelle, sondern eine Waffe. Sie ist keine willenlose, maskulin wirkende Kampfmaschine, sondern bleibt in jedem Moment primär eine stolze, selbstbewusste Frau, die die Regeln der Verführung, Offerten und der Bedrohung eigenhändig diktiert. Innerhalb des weiblichen Figurenensembles nimmt La Tigra die Position der primären Antagonistin ein und steht dramaturgisch in der Hierarchie direkt als Nummer zwei hinter der eigentlichen Heldin Sandra, die von Karin Dor ebenfalls starke Konturen bekommt. So bildet Gabel den perfekten Gegenentwurf zu den klassischen Frauenrollen jener Ära, wenngleich sie sich dem Schema der Schablonen des Eurospy-Genres anpasst.

Während Karin Dor das passive und wie so oft unschuldige Opfer verkörpert, agiert Gabel als hochgradig offensive Jägerin. Gegenüber Erika Remberg, die als emotional abhängiger Spielball der Männer der Organisation gezeichnet wird, bleibt La Tigra emotional unnahbar und auch unerbittlich im direkten Umgang. Im direkten Kontrast zu der von Erika Remberg gespielten Stewardess, die im Angesicht des Verbrechens Nerven zeigt und kläglich versagt, demonstriert Gabel eine unbarmherzige und kriminelle Professionalität. Die aggressive Attitüde der Figur kristallisiert sich in der für den Verlauf schon legendären Konfrontation mit der angezählten Flugbegleiterin heraus. Als Tigra von ihrer Kontrahentin eine Ohrfeige erhält und als Miststück beleidigt wird, reagiert sie nicht mit Schock, sondern belächelt den physischen Angriff mit einer überheblichen, fast erotisierten Amüsiertheit. Die Aggression scheint sie psychologisch gesehen erst richtig auf Touren zu bringen und aktiviert ihre sadistische Lust am bevorstehenden Spiel. Erst als ihr im Zuge der Auseinandersetzung ihre Bluse zerrissen wird, kippt diese sadomasochistische Dynamik augenblicklich in rachsüchtige Wut um. Eine Verletzung ihrer eitlen, makellosen Fassade wiegt für sie weitaus schwerer als ein physischer Schlag. Der anschließende Blick auf die beschädigte Kleidung triggert einen finalen Schusswechsel mit der Maschinenpistole, bei dem sie das wehrlose Opfer gezielt verletzt. Ihre ausgeprägte boshafte Ader ergibt sich hierbei direkt aus dem Zusammenspiel von erotischer Machtdominanz und verletztem Narzissmus. Die Grausamkeit dient nicht nur der Festigung ihrer Position im männlich dominierten Syndikat, sondern speist sich aus der Lust an breit angelegter Erniedrigung. Mitleid existiert für sie nicht; Gewalt ist sowohl Werkzeug als auch privates Vergnügen. Dramaturgisch weist diese Szene, in der Tigra den großen Boss explizit darum bittet, der Stewardess das Köpfchen waschen zu dürfen, eine auffällige Parallele auf. Sie erinnert hierbei etwa stark an Tsai Chin in ihrer Rolle als Lin Tang – die unmenschliche Tochter der zeitgenössischen "Fu Man Chu"-Filme des ungefähr gleichen Zeitfensters. Ähnlich wie Lin Tang, die ihren Vater lustvoll und ergeben um die Erlaubnis zur Folterung bittet, wartet auch Gabel nicht stumpf einem Befehl, denn sie will ihr privates Vergnügen. Der Sadismus wird hier nicht als lästige Pflicht, sondern als ein vom Anführer gewährtes und dabei hochgradig privilegiertes Vergnügen inszeniert, das die weibliche Schurkin für sich reklamiert.

In dieser Szene übertrifft sich Scilla Gabel buchstäblich selbst. In engem Look, breitbeinig und mit Maschinenpistole auf einem Felsvorsprung stehend, orchestriert sie die Angst ihrer gefesselten Kontrahentin in für sie unerträgliche Sphären. Der Spaß scheint dabei ganz auf La Tigras Seite zu sein. Hier wird klar, dass sie noch nicht vorhatte, sie zu liquidieren, sondern sie in den Radius der Willenlosigkeit zu bringen, was anschließend durch die Kunst der Gehirnwäsche veredelt wird. Dass "Wie tötet man eine Dame?" weit mehr als nur ein lokaler Kriminalfilm war, zeigt seine enorme internationale Reichweite als aufwändige europäische Co-Produktion. Entstanden an exotischen Schauplätzen, bediente der Film den globalen Hunger nach dem sogenannten Eurospy-Kino. Dies spiegelt sich übrigens auch eindrucksvoll in den weltweiten Verleihtiteln wider. In diesem globalen Markt setzte Scilla Gabel mit ihrer Darstellung der La Tigra ein bemerkenswertes Ausrufezeichen. Sie verleiht einem nicht selten stereotypen Drehbuch-Klischee durch das Spiel mit Eitelkeit, Sadismus und unerschütterlicher Weiblichkeit ein unvergessliches, aber vor allem emanzipiertes Gesicht des Bösen. Gerne hätte man mehr in diese Richtung gesehen, doch der wahre weibliche Star der Produktion trägt eben den Namen Karin Dor. Gerade in der heutigen Zeit, in der das Genrekino der 1960er-Jahre gerne als verstaubt oder eindimensional kritisiert wird, liefert Scilla Gabel zumindest den darstellerischen Gegenbeweis. Man sollte sich diesen Film schon alleine wegen ihrer Performance anschauen, da sie ein aufregendes Dokument weiblicher Inszenierungskunst in einer damals vornehmlich von Männern dominierten Filmwelt ist. Während viele Krimis dieser Ära weniger gut gealtert sind, brennt sich Gabel mit einer zeitlosen, modernen, und völlig anziehenden Energie ins Gedächtnis des Zuschauers. Ihre Darstellung beweist eindrucksvoll, dass eine Femme fatale keine passive Verführerin sein muss, um das Publikum restlos zu fesseln, sondern durch die feine Balance aus unerschütterlicher Willensstärke, krimineller Spielfreude und physischer Präsenz zur unangefochtenen Attraktion des gesamten Films werden kann. Wer erleben möchte, wie eine Schauspielerin auf dem absoluten Zenit ihres Könnens ein recht starres Drehbuch-Klischee genüsslich sprengt und den namhaften Co-Stars mühelos auf Augenhöhe begegnet, für den ist dieser Film dank dieser hungrigen Raubkatze ein absolutes Pflichtprogramm, welches man sich durchaus auch häufiger anschauen kann.



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Sid Vicious
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Beitrag von Sid Vicious »

Eben nachgeschaut, der Film steht tatsächlich als MCP-DVD, ergo ungeschnitten, im Regal. Geschaut wurde WIE TÖTET MAN EINE DAME? zuletzt am 18. Juni 2012.
(M)Ein damaliges (putziges) Fazit konnte ich auch entdecken.

"Manfred R. Köhler holt aus einer kleinen Story eine ganze Menge heraus, denn Leerlauf oder Langeweile ist für „Das Geheimnis der gelben Mönche, die nicht wissen wie man eine Dame tötet“ ein Fremdwort."
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Prisma
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

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Sid Vicious hat geschrieben:
Mo., 07.09.2026 15:35
"Manfred R. Köhler holt aus einer kleinen Story eine ganze Menge heraus, denn Leerlauf oder Langeweile ist für „Das Geheimnis der gelben Mönche, die nicht wissen wie man eine Dame tötet“ ein Fremdwort."

Ja, so richtig haben sie es nicht raus, wie man eine Dame so richtig tötet :mrgreen:
Aber wie hätte man die Geschichte sonst am Laufen halten sollen? Ich mag den Film auch, da sind viele Ideen verarbeitet worden, die in einem solchen Film richtig Spaß machen. Die Besetzung ist erstklassig bis in die Nebenrollen, die Musik und die Schauplätze auch, und ich schaue mir den Film daher immer wieder sehr gerne an. Momentan bin ich ja dabei, Scilla Gabel etwas besser kennenzulernen und sie empfand ich in dieser Geschichte schon immer als großes Highlight.

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Sid Vicious
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Beitrag von Sid Vicious »

Prisma hat geschrieben:
Mo., 07.09.2026 21:12

Momentan bin ich ja dabei, Scilla Gabel etwas besser kennenzulernen und sie empfand ich in dieser Geschichte schon immer als großes Highlight. [/align]
Das ist sehr erfreulich, denn in der Regel würde der ganz besondere Filmfan ohne wenn und aber nur einen Namen nennen - von einem Typen der mir mittlerweile voll auf die Nerven geht:
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Richie Pistilli
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Beitrag von Richie Pistilli »

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Der Film würde doch perfekt in die Lisa-Collection von SK passen.

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Prisma
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Beitrag von Prisma »

Sid Vicious hat geschrieben:
Di., 08.09.2026 16:06
denn in der Regel würde der ganz besondere Filmfan ohne wenn und aber nur einen Namen nennen - von einem Typen der mir mittlerweile voll auf die Nerven geht

Der Name Klaus Kinski war zu dieser Zeit zwar sehr prominent und ist es heute auch noch, aber er spielt in dieser Geschichte keine besonders signifikante Rolle. So wie ich mich erinnere, hat er hier einen ziemlich schnellen Abgang, zugegeben recht gut inszeniert. In den Nebenrollen haben seine männlichen Kollegen oft bessere Parts erwischt, wie beispielsweise Luis Induni oder Adolfo Celi. Dass er Dir auf die Nerven geht, ist aber nicht nur auf diesen Film bezogen, wenn ich das richtig verstehe?

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Dschallogucker
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Beitrag von Dschallogucker »

Richtig genießen konnte ich Klaus Kinski in "Killerhaus", schon 3x gesehen, was selten bei mir vorkommt

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Sid Vicious
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Re: WIE TÖTET MAN EINE DAME? - Manfred R. Köhler

Beitrag von Sid Vicious »

Prisma hat geschrieben:
Di., 08.09.2026 22:34
Sid Vicious hat geschrieben:
Di., 08.09.2026 16:06
denn in der Regel würde der ganz besondere Filmfan ohne wenn und aber nur einen Namen nennen - von einem Typen der mir mittlerweile voll auf die Nerven geht
Der Name Klaus Kinski war zu dieser Zeit zwar sehr prominent und ist es heute auch noch, aber er spielt in dieser Geschichte keine besonders signifikante Rolle. So wie ich mich erinnere, hat er hier einen ziemlich schnellen Abgang, zugegeben recht gut inszeniert. In den Nebenrollen haben seine männlichen Kollegen oft bessere Parts erwischt, wie beispielsweise Luis Induni oder Adolfo Celi. Dass er Dir auf die Nerven geht, ist aber nicht nur auf diesen Film bezogen, wenn ich das richtig verstehe?
Das ist in einem groooooßen Umfang zu sehen. Ich finde, dass er in LEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG sehr gut ist. In DAS GESICHT IM DUNKELN (grandioser Film) ebenfalls. Ungeachtet dessen verdrehe ich während der Sichtung weiterer Edgar Wallace-Filme mittlerweile schon die Augen, wenn er erstmals im Bild auftaucht.

Es gibt aber eine Szene in einem Edgar Wallace-Film (ich tippe auf NEUES VOM HEXER), wo genau das nahezu parodiert wird. Ich glaube es kommt stets die Frage, ob Mylady noch einen Wunsch haben und irgendwann kreischt Mylady erschrocken, weil Diener und Harfenvirtuose Kinski aus dem Nichts auftaucht und seine rezidivierende (eines meiner Lieblingswörter) Frage stellt.

"Noch einen Wunsch, Mylady?“


Ich Kino erlebte ich folgendes: Zwei Typen sitzen ca. 5 Meter von mir entfernt und geben während der gezeigten Trailer ständig ein "Hä?" wieder. Wie das viele Leute machen, wenn sie nichts kapiert haben. Dann lief der Trailer zu LEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG. Kinski kam ins Bild und es folgte eine "Höeyyy" was von einem stakkatohaften "Hey-hey-hey-hey-hey-hey-hey-hey-hey-hey..." (Anfeuerung wie bei der Tour de France) abgelöst wurde.
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