Edgar Wallace VS Bryan Edgar Wallace - Vertriebsrechte, Produktionsfirmen u.v.m.
Edgar Wallace VS Bryan Edgar Wallace - Vertriebsrechte, Produktionsfirmen u.v.m.
Zu BRYAN EDGAR WALLACE und CCC: Wir waren ja für unsere nächste Nr. (1) im CCC-Archiv selbst tätig und können nun bestätigen, dass es in jedem Fall bis 1964, in dem Bryan Edgar Wallace auf dem Plakat steht auch etwas Entsprechendes von ihm gefunden wurde. Da ja CCC sofort von Rialto verklagt wurde, wenn Sie sich in der Richtung betätigten (z.B. erwirkte Rialto dass Wallace's name nie größer geschrieben werden durfte als der einer anderen an der Filmproduktion beteiligten Person !!), musste Artur Brauner vor Gericht immer was vorlegen, was den Tatsachen entsprach. So gibt es also tatsächlich ein Bryan Edgar Wallace Treatment zu "PHANTOM VON SOHO" und bei "UNGEHEUER VON LONDON CITY" wird ja ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er lediglich das Drehbuch von RA Staemmle überarbeitet hat - mehr steht in den Originalankündigungen auch nicht.
Bei den 3-4 Farb-BEW gibt es ja von CCC's Seite die Plakatansage "nach einer Story von ...", logischerweise müsste es dann auch eine Story von ihm geben. Nur weil niemand recherchiert hat, ob es diese Story gibt, heisst das ja noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Im Gegenteil, BEW war im Schriftverkehr immer auf korrekte Verträge bedacht. Aussagen, dass es einen "Freibrief" für die Benutzung seines Namens gegeben hätte sind in keiner Weise zu belegen, eher im Gegenteil. Zu jedem Film gibt es einen eigenen Vertrag. Im Laufe unserer Recherche haben wir einige Stories von BEW gefunden, die lediglich als Halb-Seiter in lokalen Tageszeitungen gedruckt wurden. Sowas wie "Der Mörder mit den Schwarzen Handschuhen" (ursprünglicher Titel) ist also möglich. Man müsste also mal nachforschen, was BEW so alles geschrieben hat. Hat bis dato niemand gemacht. Und keiner weiß auch, was mit seinem Nachlass geschehen ist.
Zusammengefasst: Brauner hat immer die Wahrheit zu BEW auf die Plakate gedruckt, BEW hat immer auf eigenen Verträgen mit Gegenleistung zu jedem Film bestanden.
Bei SCHWARZE HANDSCHUHE und KATZE ist das auf dem Plakat klar beschrieben. (KATZE war ja von TERRA und nicht von CCC, d.h. Terra muss einen eigenen Vertrag mit BEW gemacht haben...). Für FLIEGEN steht es noch in der Presseankündigung, da hat es dann wohl keinen Vertrag mehr gegeben (BEW ist Ende 1971 gestorben), beim GELBEN GRAB würde mich mal interessieren, ob er denn wirklich 1972 als BEW angekündigt worden war, da wir das erst mit der Videoveröffentlichung kennen.
Darüber hinaus ist "SIE TÖTETE IN EXTASE" ein viel naheliegenderer Kandidat für einen BEW-Tag als GELBES GRAB, wenn Brauner da also nicht BEW draufgeschrieben hat, wird BEW eben auch nicht mitgearbeitet haben.
P.S. es ist nachweisbar, dass BEW mit Ladislas Fodor zusammen an der Story zu "DER MANN MIT DEM GLASAUGE" schon 1961 gearbeitet hat. Dieser RIALTO -Film ist also legal ein BEW und kein EW -FILM. Nur mal so gesagt...
PPS. hatte den Etrusker damals auf VHS geshen und fand ihn sehr langweilig. Vor ein paar Jahren dann in einer guten Kino 35mm Projektion. Das war schon wesentlich besser. Kein Top-Film aber ein ordentlicher Giallo.
Bei den 3-4 Farb-BEW gibt es ja von CCC's Seite die Plakatansage "nach einer Story von ...", logischerweise müsste es dann auch eine Story von ihm geben. Nur weil niemand recherchiert hat, ob es diese Story gibt, heisst das ja noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Im Gegenteil, BEW war im Schriftverkehr immer auf korrekte Verträge bedacht. Aussagen, dass es einen "Freibrief" für die Benutzung seines Namens gegeben hätte sind in keiner Weise zu belegen, eher im Gegenteil. Zu jedem Film gibt es einen eigenen Vertrag. Im Laufe unserer Recherche haben wir einige Stories von BEW gefunden, die lediglich als Halb-Seiter in lokalen Tageszeitungen gedruckt wurden. Sowas wie "Der Mörder mit den Schwarzen Handschuhen" (ursprünglicher Titel) ist also möglich. Man müsste also mal nachforschen, was BEW so alles geschrieben hat. Hat bis dato niemand gemacht. Und keiner weiß auch, was mit seinem Nachlass geschehen ist.
Zusammengefasst: Brauner hat immer die Wahrheit zu BEW auf die Plakate gedruckt, BEW hat immer auf eigenen Verträgen mit Gegenleistung zu jedem Film bestanden.
Bei SCHWARZE HANDSCHUHE und KATZE ist das auf dem Plakat klar beschrieben. (KATZE war ja von TERRA und nicht von CCC, d.h. Terra muss einen eigenen Vertrag mit BEW gemacht haben...). Für FLIEGEN steht es noch in der Presseankündigung, da hat es dann wohl keinen Vertrag mehr gegeben (BEW ist Ende 1971 gestorben), beim GELBEN GRAB würde mich mal interessieren, ob er denn wirklich 1972 als BEW angekündigt worden war, da wir das erst mit der Videoveröffentlichung kennen.
Darüber hinaus ist "SIE TÖTETE IN EXTASE" ein viel naheliegenderer Kandidat für einen BEW-Tag als GELBES GRAB, wenn Brauner da also nicht BEW draufgeschrieben hat, wird BEW eben auch nicht mitgearbeitet haben.
P.S. es ist nachweisbar, dass BEW mit Ladislas Fodor zusammen an der Story zu "DER MANN MIT DEM GLASAUGE" schon 1961 gearbeitet hat. Dieser RIALTO -Film ist also legal ein BEW und kein EW -FILM. Nur mal so gesagt...
PPS. hatte den Etrusker damals auf VHS geshen und fand ihn sehr langweilig. Vor ein paar Jahren dann in einer guten Kino 35mm Projektion. Das war schon wesentlich besser. Kein Top-Film aber ein ordentlicher Giallo.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Der Kinoaushang und das Plakat der Cinerama Filmgesellschaft sind zumindest nicht mit Bryan Edgar Wallace beworben, obwohl in den Credits des deutschen Vorspanns "nach einer Story von Bryan Edgar Wallace" zu lesen ist. Vielleicht war das seinerzeit aber schon kein Aufhänger mehr. Allerdings kann ich mich auch nicht daran erinnern, dass die Toppic-VHS den BEW-Banner hatte, sonst hätte ich mir den Film damals bestimmt schneller zugelegt. Auf dem Cover ist nur das Plakatmotiv abgebildet.
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Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Danke schön. Da hat mir die Erinnerung einen Streich gespielt. Ich denke aber, das Auslaufen der Bryan Edgar Wallace Titel hat eher was mit dem Tod von BE Wallace zu tun. Auch denke ich, dass das Auslaufen der Edgar Wallace Serie auch eher was mit dem Rückzug von Preben Philipsen aus dem Kinogeschäft zu tun hatte (denn ER und nicht Rialto Deutschland hatte die Rechte erworben!).
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Ich denke auch, dass es auf jeden Fall eine große Rolle gespielt haben wird, wobei das Auslaufen der Serie(n) bestimmt ein Konglomerat aus zahlreichen Gründen ist. Bei der Rialto war nach meinem Empfinden der Drive raus, der Transfer zu etwas Neuem ist nach einem Fließband von Vohrer-Filmen nicht zu aller Zufriedenheit geglückt. Artur Brauner konnte mit "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" zwischenzeitlich einen Überraschungs-Coup landen, den Rialto nicht wirklich nachsimulieren konnte, denn die "Tote aus der Themse" stellt eigentlich einen konventionellen Rückschritt dar. So gut die beiden letzten echten Wallace-Vertreter in Orientierung auch gelungen sind, als komplett zufriedenstellend wurde das Geschäft im hauseigenen Vergleich wahrscheinlich nicht mehr identifiziert, vor allem am Aufwand gemessen. Ich finde, dass Artur Brauner die Gunst der Stunde da sehr gut nutzen konnte und das schätze ich so an ihm und seinen Produktionen. Für mich ist er nämlich nicht der ewige Zweite, für den ihn doch viele halten. Aber vielleicht wurde das Publikum ab einem gewissen Zeitpunkt auch einfach etwas müde von Wallace, könnte ja auch sein, außerdem war der Kino-Markt im Wandel.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Ich denke mit ziemlicher Bestimmtheit sagen zu können dass Artur Brauner die bedeutenderen Wallace Filme gemacht hat. Ich sehe Schwarze Handschuhe ganz klar in der Tradition der Bryan Edgar Wallce Filme und denke, wir können das auch belegen. Der Giallo als solcher ist nichts anderes als eine Produktionsverlagerung dt. Krimiproduzenten nach Italien, um die dortigen guten Produktionsbedingungen zu nutzen (und den Ital. Markt, der ja noch nicht „farbfernsehgeschädigt“ war). Sowohl „Blutige Seide“ als auch „Schwarze Handschuhe“ und „Grüne Stecknadel“ (nur um mal 3 wichtige Beispiele zu nennen) sind von den dt. Produzenten angestoßen worden. Auch Evelyn und Rote Dame, übrigens, aber dazu mehr in Krimi#2.
Also bei Brauner bin ich bei Dir.
Aber im Endeffekt geht es immer darum, mit den Filmen Geld zu machen. Alles andere ist Augenwischerei. Produzenten sind keine Künstler. Es muss also eine klare ROI-Rechnung aufgemacht worden sein. Noch einmal: Den BEW-Filmen liegt - entgegen der vorherschennden falschen Meinung - immer ein EINZELFILMVERTRAG für jeden der Filme vor, und zwar mit einer direkten Beteiligung BEWs an den Filmen (wenn sie nicht auf einem veröffentlichten Buch basieren). D.h. nach seinem Tod war kein solcherr Vertrag mehr möglich und daher auch kein BEW-Film. Tatsächlich wäre es sehr naheliegend, "Sie Tötete in Extase" oder "Grauen aus dem Nebel" als BEW zu vermarkten. Oder sogar noch "Enigma Rosso", wenn es so einfach gewesen wäre. War es aber nicht.
Zu den EW-REchten. Die lagen bei Philipsen und nicht bei Wendlandt. Philipsen zog sich zurück und Wendlandt hätte sie erwerben können. Tat er aber nicht. Erst später, als es Philipsen finanziell schlecht ging, konnte Wendlandt hier ein Schnäppchen machen. Sicherlich wird Wendlandt eine Kosten-Nutzen Rechnung gemacht haben, als er TOBIS gründete und weder Wallace noch Winnetou sah er weiterhin als gewinnbringend an. Alles andere sind Nebelkerzen. Auch im Filmemachen geht es letztendlich nur um's Geld.
Also bei Brauner bin ich bei Dir.
Aber im Endeffekt geht es immer darum, mit den Filmen Geld zu machen. Alles andere ist Augenwischerei. Produzenten sind keine Künstler. Es muss also eine klare ROI-Rechnung aufgemacht worden sein. Noch einmal: Den BEW-Filmen liegt - entgegen der vorherschennden falschen Meinung - immer ein EINZELFILMVERTRAG für jeden der Filme vor, und zwar mit einer direkten Beteiligung BEWs an den Filmen (wenn sie nicht auf einem veröffentlichten Buch basieren). D.h. nach seinem Tod war kein solcherr Vertrag mehr möglich und daher auch kein BEW-Film. Tatsächlich wäre es sehr naheliegend, "Sie Tötete in Extase" oder "Grauen aus dem Nebel" als BEW zu vermarkten. Oder sogar noch "Enigma Rosso", wenn es so einfach gewesen wäre. War es aber nicht.
Zu den EW-REchten. Die lagen bei Philipsen und nicht bei Wendlandt. Philipsen zog sich zurück und Wendlandt hätte sie erwerben können. Tat er aber nicht. Erst später, als es Philipsen finanziell schlecht ging, konnte Wendlandt hier ein Schnäppchen machen. Sicherlich wird Wendlandt eine Kosten-Nutzen Rechnung gemacht haben, als er TOBIS gründete und weder Wallace noch Winnetou sah er weiterhin als gewinnbringend an. Alles andere sind Nebelkerzen. Auch im Filmemachen geht es letztendlich nur um's Geld.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Das würde in diesem Kontext allerdings heißen, dass Du lediglich "Der Fluch der gelben Schlange" und "Der Teufel kam aus Akasava" meinst. Gemeint sind aber sicher die Bryan Edgar Wallace-Filme. Ich denke, es kommt hier bestimmt darauf an, wie man bedeutender definiert. Bleibt man bei den Zahlen, also wirtschaftlichen Belangen oder denen der Kinogänger oder der Auslandsvermarktung, liegen die Wallace Filme, die unter dem Prädikat "echt" vermarktet wurden, alleine wegen ihrer vielen Teile natürlich vorne. Aber das muss keine Referenz sein, denn ich finde die Bryan Edgar Wallace-Verfilmungen subjektiv gesehen beinahe durch die Bank gelungen, denn sie verfügen über einen völlig anderen Impulsreichtum. Genau wie bei den Karl May-Produktionen der cCc Filmkunst, ziehe ich diese den Rialto-Beiträgen vor. Bei Brauner macht sich vor allem das Fehlen einer kopflastigen Regie-Dominanz bemerkbar, und das macht sich im Mix bezahlt.
Zumindest wären es interessante Farbtupfer für die fortlaufende Reihe gewesen, aber das Lebenselixier der beiden Serien war meines Erachtens die gegenseitige Konkurrenz. Von Rialto Film kam nichts mehr, also war die Zeit für ein weiteres Fortschreiten abgelaufen, zumal in andere Projekte investiert wurde. "Sie tötete in Ekstase" steht außerdem nicht in der Tradition der BEW-Filme, vor allem, weil die Geschichte über keinen Whodunit verfügt, und sie mitunter eine Schaffensperiode von Jess Franco und Artur Brauner markiert, die ich zwar sehr gelungen finde, da sie in Anlehnung an Bestehendes doch andere Wege einschlägt, aber nicht klassisch in dieses Bild passen möchte. "Das Grauen kam aus dem Nebel" wurde damals übrigens mit folgendem Aufhänger beworben: »Ein Farbfilm nach dem "Stern"-Roman "Mord stand nicht im Stundenplan" von G. Scerbanenco.« Ich schätze also nicht, dass der BEW-Banner hier jemals geplant war.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Bryan Edgar war auch ein Wallace.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Das schon, der Einwurf war auch eher auf die Begrifflichkeiten beziehungsweise die Markennamen bezogen.
Ich kann mir vorstellen, dass jemand vielleicht Probleme mit der Zuordnung bekommen könnte, der nicht so mit der Materie vertraut ist.
Ich habe übrigens mal nachgeschaut und der deutsche Kino-Trailer bewirbt "Das Geheimnis des gelben Grabes" gegen Ende auch mit Bryan Edgar Wallace.
Diesen wirklich gut gemachten und atmosphärischen Trailer hatte ich zuvor noch nie gesehen.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Ich hatte das auch schon verstanden, du meintest natürlich die "echten" Wallace -Filme mit Zertifikatsstempel. Wobei sich bei unseren Recherchen herausgestellt hat, dass GLASAUGE ein waschechter Bryan Edgar Wallace ist. Ich halte das hier mit EUREKA!, die ja die CCC-Wallace Filme einfach unter "WALLACE at CCC" veröffentlicht haben (schöne Box aber die alten Filmarchiv Scans) und da eben keinen Unterschied zwischen EW und BEW gemacht haben.
Danke für die Info, ich habe mittlerweile den Trailer, den dt. Print und das Werbematerial geshen. Auf dem Werbematerial ist nichts mit BEW, auf dem Trailer und Print schon. Offiziell wurde er erst BEW-Film mit der DVD-Veröffentlichung.
Ich denke auch, dass wir dem "Geheimnis des Gelben Grabes" etwas auf die Spur gekommen sind, ich habe da so eine Theorie entwickelt, warum Brauner nur die drei Argentos und den Crispino als BEW verkauft hat und die anderen Gialli nicht.
Danke für die Info, ich habe mittlerweile den Trailer, den dt. Print und das Werbematerial geshen. Auf dem Werbematerial ist nichts mit BEW, auf dem Trailer und Print schon. Offiziell wurde er erst BEW-Film mit der DVD-Veröffentlichung.
Ich denke auch, dass wir dem "Geheimnis des Gelben Grabes" etwas auf die Spur gekommen sind, ich habe da so eine Theorie entwickelt, warum Brauner nur die drei Argentos und den Crispino als BEW verkauft hat und die anderen Gialli nicht.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Ein Satz der bei mir sofort Kopfnicken hervorgerufen hatte, mich in Bezug auf die Materie aber trotzdem seit einiger beschäftigt. Ich stimme wie gesagt vollkommen zu, die meisten dürften das tun, wenn gesagt wird, dass es unterm Strich ums Geld geht. Bei den Reihen Edgar Wallace und Bryan Edgar Wallace oder auch den Epigonen finde ich, dass es sich aber auch um eine Sache des Kalküls handelt, eine Art kühler Produzentenlogik. Immerhin haben sich einige Firmen wie beispielsweise die Arca Winston Films Corp. oder International Germania Film mit interessanten Beiträgen beteiligt, um etwas vom Kuchen abzubekommen. Es ist so oft zu hören, dass Fans nicht verstehen, warum man Filme späterer Produktionsjahre überhaupt unter den entsprechenden Bannern vermarktet hat, in Interviews mit Regisseuren ist manchmal sogar fast so etwas wie Empörung darüber herauszuhören, Produktionen unter diesen sogenannten Trivialmarken in die Kinos gebracht zu haben. Angeblich habe niemand etwas davon gewusst, was für mich ein Märchen ist. Nach meiner Ansicht wäre es unklug und wirtschaftlich gesehen unsinnig gewesen, die letzten Filme in Deutschland nicht in die Reihen zu packen, da der ohnehin rückläufige Zulauf noch kleiner gewesen wäre. Ich behaupte sogar, dass man die Zitrone noch mehr hätte ausquetschen können. Und trotz dieser paar Zwischentöne geht es am Ende doch nur um den Profit.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Die Weinert-Wiltons wurden produziert da CONSTANTIN die Möglichkeit sah, Marktverdrängung über Krimis zu erreichen. Die Weinert-Wiltons und auch andere wurden mit Alfonos Carcasona produziert, der den Opua Dei (wohl Geldwäsche...) mit hineinbrachte, was das Ganze dann wieder für CONSTANTIN billiger machte. CONSTANTIN hatte im Markt bekannt gegeben, dass RIALTO ihren Bedarf nicht decken konnte und es boten sich auch Hartwig und Dietrich an, Krimis für den Vetreib zu machen. Es ist davon auszugehen, dass z.B. NYLONSCHLINGE so ein Projekt war, dass sowohl BRAUNER als auch CONSTANTIN angeboten wurde, die aber beide ablehnten. Da müsste man auch noch genauer rein, da DIETRICHS MONACHIA, die dann die NYLONSCHLINGE machten, mit dem Geld nach Italien gingen und BLUTIGE SEIDE produzierten. Noch so eine Geschichte, die einen erstaunt zurückweichen lässt, wenn man mal die Decke ein wenig hebt.
Im Hintergrund sitzen immer Kaufleute, die sich am ROI orientieren. Die KRIMIS brachten gutes Geld für sehr wenig Aufwand ein und die Frage muss erlaubt sein,wieso Wendlandt bei derartig geringem Einsatz wie bei den beiden Italo-Krimis (die sehr gute Kasse in D machten), dann kein Geld mehr reinsteckte: Antwort: Irgendwas muss teurer geworden sein. Und das können dann nur die Rechte für Wallace sein, die nicht bei Wendlandt sondern bei Philipsen lagen. Kaufmännisch hat dann Wendlandt enschieden, mit TOBIS die Rechte an Chaplin zu kaufen und nicht die für Wallace.
Bei BEW bin ich immer noch der Meinung, dass in den BEW-Filmen auch BEW stecken musste, da sonst Brauner rechtliche Probleme bekommen hätte (hat). Da BEW 1971 starb konnte dann kein weiteres Material erstellt werden und daher hörte diese Reihe auf.
Ich würde sogar noch DEEP RED als BEW bezeichnen, weil da einige Element drin sind, die bei 4 Fliegen rausgelassen wurden und erst mit DR verfilmt wurden.
Wenn Ihr das hier lest, kann ich Euch alle nur einladen an unserer Erkundungsreise in die KRIMIs teilzunehmen, denn genau diesen Fragen gehen wir in den KRIMI-Ausgaben nach. Ich muss mich immer zurückhalten, da ich ja faktiscch eine Ausgabe weiter bin, als immer veröffentlicht wird, aber glaubt mir, das ist schon sehr spannend, alles. Und sehr viel von dem, was wir zu wissen meinen, ist einfach nur Geschwätz.
Im Hintergrund sitzen immer Kaufleute, die sich am ROI orientieren. Die KRIMIS brachten gutes Geld für sehr wenig Aufwand ein und die Frage muss erlaubt sein,wieso Wendlandt bei derartig geringem Einsatz wie bei den beiden Italo-Krimis (die sehr gute Kasse in D machten), dann kein Geld mehr reinsteckte: Antwort: Irgendwas muss teurer geworden sein. Und das können dann nur die Rechte für Wallace sein, die nicht bei Wendlandt sondern bei Philipsen lagen. Kaufmännisch hat dann Wendlandt enschieden, mit TOBIS die Rechte an Chaplin zu kaufen und nicht die für Wallace.
Bei BEW bin ich immer noch der Meinung, dass in den BEW-Filmen auch BEW stecken musste, da sonst Brauner rechtliche Probleme bekommen hätte (hat). Da BEW 1971 starb konnte dann kein weiteres Material erstellt werden und daher hörte diese Reihe auf.
Ich würde sogar noch DEEP RED als BEW bezeichnen, weil da einige Element drin sind, die bei 4 Fliegen rausgelassen wurden und erst mit DR verfilmt wurden.
Wenn Ihr das hier lest, kann ich Euch alle nur einladen an unserer Erkundungsreise in die KRIMIs teilzunehmen, denn genau diesen Fragen gehen wir in den KRIMI-Ausgaben nach. Ich muss mich immer zurückhalten, da ich ja faktiscch eine Ausgabe weiter bin, als immer veröffentlicht wird, aber glaubt mir, das ist schon sehr spannend, alles. Und sehr viel von dem, was wir zu wissen meinen, ist einfach nur Geschwätz.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Geht man diesen Weg vom Ende der Reihe wieder ein Stück zurück, ist noch "Das Gesicht im Dunkeln" zu erwähnen, der für viele einen (Stil)Bruch innerhalb der Reihe darstellt. Joachim Kramp erläuterte diesen Sachverhalt seinerzeit mit dem gleichen Unverständnis über das Aussetzen und schlussendlich Einstellen der Reihe, da die Rialto Film mit Beteiligung von einem Drittel der Kosten wohl kein Minusgeschäft eingefahren hätte. Riccardo Fredas Film wurde aufgrund der Machart einfach nicht gut aufgenommen. Zu viel fehlte vom ursprünglichen Wallace-Flair, wobei der Film über eine exzellente Geschichte verfügt. In den deutschen Titelcredits war Horst Wendlandt erstmalig nicht als ausführender Produzent aufgeführt; ein Anzeichen für die Missbilligung in Richtung des fertigen Produktes.
Ich bin der Ansicht, dass das Ausscheiden Alfred Vohrers als sozusagen dominante Kraft hinter den Filmen eine große Rolle gespielt hat, der zur Münchener Roxy Film wechselte und ihm wichtige Komponenten des Stabes folgten. Wallace war vermutlich alleine aus dieser Sicht nicht mehr so einfach oder eher in routinierter Komfortzone wie vorher zu produzieren. Möglich ist immerhin auch, dass die letzten drei Rialto Wallaces auch nur existieren, weil Artur Brauner in der Zwischenzeit nicht untätig war. Gemessen am internen Erfolg der Filme wurden fast 2,5 Millionen Kinobesucher für die drei Italo-Wallaces wohl eher als enttäuschend identifiziert, wenngleich derartige Zahlen gerade in dieser Zeit für mein Empfinden wirklich zufriedenstellend sind. Ich hätte den weiteren Werdegang der Wallace-Reihe jedenfalls noch gerne weiterverfolgt und schätze die italienischen Seelen der Produktionen sehr.
Ich bin der Ansicht, dass das Ausscheiden Alfred Vohrers als sozusagen dominante Kraft hinter den Filmen eine große Rolle gespielt hat, der zur Münchener Roxy Film wechselte und ihm wichtige Komponenten des Stabes folgten. Wallace war vermutlich alleine aus dieser Sicht nicht mehr so einfach oder eher in routinierter Komfortzone wie vorher zu produzieren. Möglich ist immerhin auch, dass die letzten drei Rialto Wallaces auch nur existieren, weil Artur Brauner in der Zwischenzeit nicht untätig war. Gemessen am internen Erfolg der Filme wurden fast 2,5 Millionen Kinobesucher für die drei Italo-Wallaces wohl eher als enttäuschend identifiziert, wenngleich derartige Zahlen gerade in dieser Zeit für mein Empfinden wirklich zufriedenstellend sind. Ich hätte den weiteren Werdegang der Wallace-Reihe jedenfalls noch gerne weiterverfolgt und schätze die italienischen Seelen der Produktionen sehr.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
"Die Nylonschlinge" war von Anfang an ein Projekt der NFA und wurde bereits 1962 in deren Verleihprogramm angekündigt (mit völlig anderer Besetzung) aber als Produktionsfirma standen die "Monachia" (Berlin) und "Urania" (Zürich) bereits fest. Man wollte am damaligen Krimi-Boom teilhaben. Warum sollte man also ein erfolgversprechendes Projekt wie dieses BRAUNER oder CONSTANTIN anbieten? Die NFA brauchte selbst kassenstarke Filme, um sich am Markt halten zu können.KRIMI! hat geschrieben: ↑Di., 05.08.2025 18:49Die Weinert-Wiltons wurden produziert da CONSTANTIN die Möglichkeit sah, Marktverdrängung über Krimis zu erreichen. Die Weinert-Wiltons und auch andere wurden mit Alfonos Carcasona produziert, der den Opua Dei (wohl Geldwäsche...) mit hineinbrachte, was das Ganze dann wieder für CONSTANTIN billiger machte. CONSTANTIN hatte im Markt bekannt gegeben, dass RIALTO ihren Bedarf nicht decken konnte und es boten sich auch Hartwig und Dietrich an, Krimis für den Vetreib zu machen. Es ist davon auszugehen, dass z.B. NYLONSCHLINGE so ein Projekt war, dass sowohl BRAUNER als auch CONSTANTIN angeboten wurde, die aber beide ablehnten. Da müsste man auch noch genauer rein, da DIETRICHS MONACHIA, die dann die NYLONSCHLINGE machten, mit dem Geld nach Italien gingen und BLUTIGE SEIDE produzierten. Noch so eine Geschichte, die einen erstaunt zurückweichen lässt, wenn man mal die Decke ein wenig hebt.
"Der Würger mit der Maske" (Blutige Seide) war ursprünglich ein Projekt, an dem sich der "Europa-Filmring" beteiligte. Ausführender Produzent für die Monachia war damals Georges Stilly, der davon ausging, dass der Film bis Anfang Februar 1964 fertiggestellt sein würde.
Dietrich kann im Grunde mit diesem Film gar nichts zu tun gehabt haben, denn der Kassenerfolg der "Nylonschlinge" hatte ihm die Tür zu CONSTANTIN geöffnet, wo man ihm die Produktionsleitung von "Ein Sarg aus Hongkong" übertrug. Da die Außenaufnahmen vor Ort bereits im Januar 64 stattfanden hatte er kaum Zeit für andere Sachen. Seltsamerweise hatte er die Monachia inzwischen aufgelöst, und stattdessen eine deutsche Tochterfirma der Schweizer Urania gegründet. Später kam noch "Top-Film" hinzu. Dann geriet Dietrich bei den Dreharbeiten in Hongkong in Schwierigkeiten und Kollege Hartwig musste einspringen. So entstand der Film offiziell als Produktion der Rapid und der Urania.
"Blutige Seide war inzwischen längst fertigestellt, doch der "Europa-Filmring" ging in Konkurs. Erst zum Ende des Jahres wurde der Film dann überraschend vom "Gloria-Verleih" herausgebracht.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
@Bluebird. Vielen Dank für die Info. Ich bitte um eine kurze Ja/Nein Beantwortung einer Frage: Du kannst also belegen das Dietrich nicht der Inhaber der Monachia war, die Blutige Seide co-produziert hat? Wenn"ja" wäre ich sehr daran interessiert. Viele liebe Grüße
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
@Prisma: Laut Kramp wurde von der Vermarktung von "Das Messer" als nächsten Edgar Wallace Film Abstand genommen, aufgrund eines Rechtsgutachtens. Das hat nichts mit Alfred Vohrer zu tun. Sondern mit rechtlichen (finanziellen) Überlegungen. Es wäre also wichtig, dieses Rechts-Gutachten einmal lesen zu können
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Natürlich war Dietrich Inhaber der Monachia (eine Zeitlag mit Willy Zeyn als Monachia-Zeyn). Ich gehe nur davon aus, dass er während der Produktionszeit von "Blutige Seide" kaum involviert gewesen ist, zumal auch nur Stilly genannt wird.KRIMI! hat geschrieben: ↑Do., 07.08.2025 21:29@Bluebird. Vielen Dank für die Info. Ich bitte um eine kurze Ja/Nein Beantwortung einer Frage: Du kannst also belegen das Dietrich nicht der Inhaber der Monachia war, die Blutige Seide co-produziert hat? Wenn"ja" wäre ich sehr daran interessiert. Viele liebe Grüße
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Also war die Top-Film auch von ECD? Da in den Credits der Filme (fast) immer George Stilly genannt wurde, dachte ich, das wäre seine Firma.
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
@ Bluebird. Vielen Dank. Und selbstverständlich kann jeder seine Meinung zu dem Thema haben. Ich will Dir also gar nicht widersprechen. Viel mehr dazu gibt es dann in Krimi!#2 (hoffentlich), da wir schon intensiv recherchiert haben. Ein Nachweis, dass Dietrich nicht der Inhaber der Monachia
in München war, hätte nun einiges geändert und in Frage gestellt. Die Monachia-Zeyn war die Folgegesellschaft der Monachia nach Blutige Seide. Zeyn Jr und seine Frau waren zu diesem Zeitpunkt und später auch noch Festangestellte bei Urania. Stilly übrigens auch. Spannend.
@ Stefan. Stilly war langjähriger produktionsleiter von Dietrich vorher und nachher auch noch....
in München war, hätte nun einiges geändert und in Frage gestellt. Die Monachia-Zeyn war die Folgegesellschaft der Monachia nach Blutige Seide. Zeyn Jr und seine Frau waren zu diesem Zeitpunkt und später auch noch Festangestellte bei Urania. Stilly übrigens auch. Spannend.
@ Stefan. Stilly war langjähriger produktionsleiter von Dietrich vorher und nachher auch noch....
Re: DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES - Armando Crispino
Jetzt sind wir aber weit ab vom Thema. Bitte Krimi 2 abwarten und dann können wir länger darüber sprechen.
- Richie Pistilli
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Re: Edgar Wallace VS Bryan Edgar Wallace - Vertriebsrechte, Produktionsfirmen u.v.m.
Ein sehr interessanter Thread! Mille grazie für die vielen Infos
Nutze diesen gleich mal für die folgende Beitragssammlung:
Hörbeitrag: Edgar-Wallace-Spezial: Pulp Fiction aus Deutschland (DLF 2019, 30 Min.)
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ed ... d-100.html
Hörbeitrag: Edgar Wallace – Unvergessener Klassiker des Krimis
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn ... 0d9e6b121/
Lesestoff:
Edgar Wallace - 'German Grusel': Zwischen Popkultur und Sittengemälde der 1960er-Jahre. Ein kritischer Blick auf Deutschlands längste Kinofilmreihe
Der vierte Band der Paradigma-Reihe versammelt Beiträge aus einem Master-Seminar, das im Wintersemester 2020/21 stattgefunden hat. Ziel und Inhalt des Seminars war eine kritische Sichtung der Filmreihe im Blick auf ihre Themen, Strukturen und Inszenierungen – immer vor dem Hintergrund ihrer Entstehungszeit. So stellt die Blütezeit der Wallace-Reihe nicht nur einen Zeitraum gesellschaftlich-politischen Wandels in der BRD dar, die 1960er-Jahre waren auch in filmästhetischer Hinsicht ein Wandelszeitraum, bedingt nicht zuletzt durch die Konkurrenz von Schwarzweiß- und Farbfilm sowie durch die Medienkonkurrenz zum neuen Leitmedium Fernsehen. Die damit verbundene zweite Frage des Seminars richtete sich auf die intraserielle Wandlung der Filmreihe zwischen den ausgehenden 1950er und den beginnenden 1970er-Jahren und damit auch auf ihre filmgeschichtliche und filmästhetische Anbindung und Verortung. Die nachfolgend präsentierten Beiträge stellen das Ergebnis dieser Sichtungen und Diskussionen vor. Sie sind drei übergeordneten Bereichen zugeordnet, die sich (1) dem Genre und der Serialität der Reihe widmen, bevor sie (2) Fragen von Raum(strukturen), Weltentwurf und Gesellschaftskonzeption und (3) den für die Wallace-Reihe genreprägenden Motivkomplexen ‚Sexualität‘ und ‚Gewalt‘ nachgehen.
Pdf: https://www.uni-muenster.de/imperia/md/ ... allace.pdf
https://www.uni-muenster.de/Ejournals/i ... e/view/453
Wiederkehrende Besetzung von Schauspielern in der Edgar Wallace-Reihe [Maren Plottke]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... reihe.html
How to British: Die Inszenierung des Britischen in den deutschen Edgar Wallace-Filmen [Charlotte Stein]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Die komischen Figuren der Edgar Wallace-Filme am Beispiel von DER ZINKER – Wer lacht über wen und warum? [Johanna Boch]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... warum.html
Skurril, experimentell und einzigartig. Komposition und Arrangement der Wallace-Filmmusik [Louisa Melzow]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... musik.html
Exploitation im Edgar Wallace-Farbfilm: Der Anfang vom Ende? [Annelene Fichtner]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... mende.html
Der Wallace-Baukasten: Kriminalfall, Falltüren und die richtige Fallhöhe – Semantisierungsmuster und Raumtopologie in den deutschen Edgar Wallace-Filmen [Anna-Noemi Bartl]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Oberflächen der Unterwelt: ‚Bürgerlichkeit‘ und ‚Nicht-Bürgerlichkeit‘ in DER FROSCH MIT DER MASKE [Alexandra Schwind]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... MASKE.html
Ideale Schwiegertochter, loyale Ehefrau, sexy ‚Blondine‘ und Femme fatale: Frauenfiguren in den deutschen Edgar Wallace-Filmen [Nele Dingler]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Maskierte Mörder*innen. Zum Spiel mit Identität, Täterschaft und Schuld [Friederike Haul]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... chuld.html
„Sie haben sich die ganze Zeit verstellt. Sie sind gar nicht blind“ – Eine exemplarische Analyse der Semantisierung und Funktionalisierung von Behinderung
in DIE TOTEN AUGEN VON LONDON [Ann-Kathrin Hickert]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ONDON.html
‚Hallo, hier spricht Edgar Wallace‘ – Nur wodurch? Über die Funktion von Medien in den Wallace-Filmen [Lena Hortian]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Zwischen SCHWARZWALDMÄDEL und SCHULMÄDCHEN-REPORT. Erotisierung Sexualisierung in den Edgar Wallace-Filmen [Michael Boch]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Schaulust und Macht. Erotisierung und Sexualisierung von Gewalt in den Edgar Wallace-Filmen [Romany Schmidt]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Von Peitschen, Flammenwerfern und Bohrmaschinen. Phallische Waffeninszenierung in den Wallace-Filmen [Jan-David Wiegmann]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Der Tod im Edgar Wallace-Film: Zur Entwicklung der Bildhaftigkeit des Leichnams im Kontext des Todestabus [Sarah Niesius]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... tabus.html
Dokus:
"Ein Produzent hat Seele oder er hat keine" (Dokumentation über Horst Wendlandt, 2002)
https://www.youtube.com/watch?v=OExgEZgICwM
"Mein Vater Horst Wendlandt" (Dokumentation, 2009)
https://www.youtube.com/watch?v=k-I1quniGAY
Nutze diesen gleich mal für die folgende Beitragssammlung:
Hörbeitrag: Edgar-Wallace-Spezial: Pulp Fiction aus Deutschland (DLF 2019, 30 Min.)
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ed ... d-100.html
Hörbeitrag: Edgar Wallace – Unvergessener Klassiker des Krimis
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn ... 0d9e6b121/
Lesestoff:
Edgar Wallace - 'German Grusel': Zwischen Popkultur und Sittengemälde der 1960er-Jahre. Ein kritischer Blick auf Deutschlands längste Kinofilmreihe
Der vierte Band der Paradigma-Reihe versammelt Beiträge aus einem Master-Seminar, das im Wintersemester 2020/21 stattgefunden hat. Ziel und Inhalt des Seminars war eine kritische Sichtung der Filmreihe im Blick auf ihre Themen, Strukturen und Inszenierungen – immer vor dem Hintergrund ihrer Entstehungszeit. So stellt die Blütezeit der Wallace-Reihe nicht nur einen Zeitraum gesellschaftlich-politischen Wandels in der BRD dar, die 1960er-Jahre waren auch in filmästhetischer Hinsicht ein Wandelszeitraum, bedingt nicht zuletzt durch die Konkurrenz von Schwarzweiß- und Farbfilm sowie durch die Medienkonkurrenz zum neuen Leitmedium Fernsehen. Die damit verbundene zweite Frage des Seminars richtete sich auf die intraserielle Wandlung der Filmreihe zwischen den ausgehenden 1950er und den beginnenden 1970er-Jahren und damit auch auf ihre filmgeschichtliche und filmästhetische Anbindung und Verortung. Die nachfolgend präsentierten Beiträge stellen das Ergebnis dieser Sichtungen und Diskussionen vor. Sie sind drei übergeordneten Bereichen zugeordnet, die sich (1) dem Genre und der Serialität der Reihe widmen, bevor sie (2) Fragen von Raum(strukturen), Weltentwurf und Gesellschaftskonzeption und (3) den für die Wallace-Reihe genreprägenden Motivkomplexen ‚Sexualität‘ und ‚Gewalt‘ nachgehen.
Pdf: https://www.uni-muenster.de/imperia/md/ ... allace.pdf
https://www.uni-muenster.de/Ejournals/i ... e/view/453
Wiederkehrende Besetzung von Schauspielern in der Edgar Wallace-Reihe [Maren Plottke]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... reihe.html
How to British: Die Inszenierung des Britischen in den deutschen Edgar Wallace-Filmen [Charlotte Stein]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Die komischen Figuren der Edgar Wallace-Filme am Beispiel von DER ZINKER – Wer lacht über wen und warum? [Johanna Boch]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... warum.html
Skurril, experimentell und einzigartig. Komposition und Arrangement der Wallace-Filmmusik [Louisa Melzow]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... musik.html
Exploitation im Edgar Wallace-Farbfilm: Der Anfang vom Ende? [Annelene Fichtner]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... mende.html
Der Wallace-Baukasten: Kriminalfall, Falltüren und die richtige Fallhöhe – Semantisierungsmuster und Raumtopologie in den deutschen Edgar Wallace-Filmen [Anna-Noemi Bartl]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Oberflächen der Unterwelt: ‚Bürgerlichkeit‘ und ‚Nicht-Bürgerlichkeit‘ in DER FROSCH MIT DER MASKE [Alexandra Schwind]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... MASKE.html
Ideale Schwiegertochter, loyale Ehefrau, sexy ‚Blondine‘ und Femme fatale: Frauenfiguren in den deutschen Edgar Wallace-Filmen [Nele Dingler]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Maskierte Mörder*innen. Zum Spiel mit Identität, Täterschaft und Schuld [Friederike Haul]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... chuld.html
„Sie haben sich die ganze Zeit verstellt. Sie sind gar nicht blind“ – Eine exemplarische Analyse der Semantisierung und Funktionalisierung von Behinderung
in DIE TOTEN AUGEN VON LONDON [Ann-Kathrin Hickert]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ONDON.html
‚Hallo, hier spricht Edgar Wallace‘ – Nur wodurch? Über die Funktion von Medien in den Wallace-Filmen [Lena Hortian]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Zwischen SCHWARZWALDMÄDEL und SCHULMÄDCHEN-REPORT. Erotisierung Sexualisierung in den Edgar Wallace-Filmen [Michael Boch]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Schaulust und Macht. Erotisierung und Sexualisierung von Gewalt in den Edgar Wallace-Filmen [Romany Schmidt]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Von Peitschen, Flammenwerfern und Bohrmaschinen. Phallische Waffeninszenierung in den Wallace-Filmen [Jan-David Wiegmann]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... ilmen.html
Der Tod im Edgar Wallace-Film: Zur Entwicklung der Bildhaftigkeit des Leichnams im Kontext des Todestabus [Sarah Niesius]
https://www.uni-muenster.de/Germanistik ... tabus.html
Dokus:
"Ein Produzent hat Seele oder er hat keine" (Dokumentation über Horst Wendlandt, 2002)
https://www.youtube.com/watch?v=OExgEZgICwM
"Mein Vater Horst Wendlandt" (Dokumentation, 2009)
https://www.youtube.com/watch?v=k-I1quniGAY