DER SIZILIANER - Carlo Lizzani

Harte Kerle, grobe Keilereien, heiße Feger und unbarmherzige Gangster.
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Richie Pistilli
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DER SIZILIANER - Carlo Lizzani

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Der Sizilianer (D)
Die Rache des Sizilianers (D)
Torino nera (IT)
La vengeance du Sicilien (F)
Turín negro (ES)
Mord i Torino (DNK)
Zamka (YUG)
The Young Avengers
Black Turin

IT 1972

R: Carlo Lizzani
D: Bud Spencer, Domenico Santoro, Andrea Balestri, Nicola Di Bari, Marcel Bozzuffi, Françoise Fabian, Guido Leontini, Elio Zamuto, María Baxa, Gigi Ballista, Mario Pilar, Gianni Milito, Vittorio Duse u.a.



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Deutsche Erstaufführung: 25.05.1975

Synchronkartei

Schnittbericht: Deutsche Kinofassung - Originalfassung

Nischenkino

Remember it for later

Score: Gianfranco Riverberi & Gian Piero Reverberi

IMCDb

OFDb



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"Das Gericht befindet den Angeklagten Rosario Rao des ihm zur Last gelegten Verbrechens für schuldig und verurteilt ihn zu fünfzehen Jahren Zuchthaus. Der Verurteilte hat die Kosten des Prozesses zu tragen."


Der Sizilianer Rosario Rao (Bud Spencer) steht zufällig in der Nähe eines Mafiamordes mitten im Turiner Fußballstadion. Da er eine Waffe bei sich trägt nimmt ihn der Staatsanwalt fest und steckt den Sündenbock hinter Gitter. Doch Rosarios dreizehnjähriger Sohn Mino (Domenico Santoro) glaubt nicht an die Schuld seines Vaters. Auf eigene Faust will er den wahren Killer finden. Unterstützung findet Mino nur bei dem jungen Rechtsanwalt Mancuso (Nicola Di Bari) und einer Prostituierten (), die ebenfalls noch eine Rechnung mit den Killern begleichen will. Es dauert nicht lange bis sie die Gewalt des Syndikats zu spüren bekommen. [Quelle: Castle View Film / Intergroove]


Ein Mafia-Mord im vollbesetzten Turiner Fußballstadion bildet den Ausgangspunkt. Rosario Rao (Bud Spencer) stand zufällig in der Nähe des Erschossenen, noch dazu trägt er die Waffe bei sich. Das reicht dem Staatsanwalt, um den unschuldigen Rosario als Sündenbock in den Knast zu stecken. Bestochene Zeugen haben vorher die unsichere Kette der Beweisaufnahme geschlossen. Rosarios dreizehnjähriger Sohn Mino (Domenico Santoro) glaubt nicht an die Schuld seines Vaters und spürt den Killern auf eigene Faust nach. [Quelle: Castle View Film / AL!VE]



Inspiriert von einer Nachrichtenmeldung inszenierte Carlo Lizzani im Jahr 1972 einen melodramatischen Mafia-Film, der in der Einwanderermetropole Turin spielt. Genauer gesagt handelt es sich bei dem Streifen um eine Detektivgeschichte, in der die beiden Söhne eines zu unrecht eingeknasteten Vaters dessen Unschuld zu beweisen versuchen. Unterstützung erhalten sie dabei von einem befreundeten Anwalt, der gemeinsam mit den beiden minderjährigen Knirpsen immer tiefer in den Verbrechenssumpf eintaucht, bis ihnen irgendwann ein gnadenloser Killer auf die Fersen gesetzt wird, der zuvor bereits sämtliche Mitwisser aus dem Verschwörerkreis eliminiert hat. Verkörpert wird der zu unrecht inhaftierte Familienvater von keinem Geringeren als dem Dampfhammer Bud Spencer, der dieses Mal eine todernste Performance aufs Parkett legt. Dabei spielt er einen Arbeiter der Baubranche, der zugleich gewerkschaftlich organisiert ist. Was Rosario Rao, so der Name seines Rollencharakters, auf den Tod nicht leiden kann, ist die wirtschaftliche Ausbeutung der sizilianischen Zuwanderer durch deren Vorgesetztenriege, denen er wiederum durch seine solidarischen Interventionen immer wieder auf die Füße tritt. Als Dank dafür wird ihm ein Mord in die Schuhe geschoben, infolgedessen er dank gekaufter Falschaussagen im Knast landet. Als nach vielen Jahren urplötzlich einer der gekauften Zeugen von einem Auto überrollt wird, sehen seine beiden Söhne den Zeitpunkt gekommen, seine Unschuld zu beweisen. Zwar gelingt es ihnen nach und nach mit der Unterstützung eines befreundeten Anwalts entlastendes Beweismaterial zusammenzutragen, das ihnen aber von den Schergen der mafiösen Auftraggeber kurz darauf wieder entrissen wird. Als dann auch noch Rosarios dreizehnjähriger Sohn Mino unter die Räder kommt, bricht der Inhaftierte aus der Haftanstalt aus, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.


Carlo Lizzani präsentiert in seinem Film nicht nur liebevoll gezeichnete Charaktere, sondern offenbart auch eine sozialkritische Komponente, indem er die Ausbeutung mafiöser Großunternehmer gegenüber zugewanderten Hilfskräften thematisiert. Ferner beleuchtet er die Lebenswelt der turiner Arbeiterschicht, zu der auch die beiden minderjährigen Protagonisten zählen, die anstatt dem Schulbesuch zu frönen, notgedrungen illegal eingeführte Zigaretten verkaufen und Nahrungsmittel rauben. Inszenatorisch bietet der Film sowohl ruhige Momente als auch actiongeladene sowie einen durchweg hochgehaltenen Spannungsbogen. Neben Bud Spencer und Françoise Fabian, die seine Ehefrau spielt, treten auch noch Marcel Bozzuffi, Elio Zamuto und Guido Leontini als Nebendarsteller in Erscheinung. Domenico Santoro und Andrea Balestri, die die beiden minderjährigen Söhne Raos verkörpern, waren zur damaligen Zeit bereits Kinderfilmstars, die bereits in verschiedenen Filmproduktionen mitwirkten. Abgerundet wird detektivgeschichtliche Mafia-Drama mit einer passenden Filmmusik, die aus der Soundschmieder der beiden Reverberi-Brüdern Giancarlo und Gian Piero stammt.


Fazit: Carlo Lizzanis DER SIZILIANER entpuppt sich als ein sehenswerter "Kriminalfilm mit melodramatischen Momenten, der sich um Milieutreue bemüht und von den Darstellern überzeugend vorgetragen wird[Zitat: Lexikon des internationalen Films]

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Score:


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