Third - SOFT MACHINE

Ohrenschmaus und Hörgenuss
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Sid Vicious
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Third - SOFT MACHINE

Beitrag von Sid Vicious »

SOFT MACHINE - Third 1.jpg




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Ich kenne Leute, die machen schon bei ELP und erst recht bei THE NICE schlapp. Denen würde ich natürlich niemals SOFT MACHINE empfehlen. Es sei denn: Es handelt sich um jene selbsternannten Musikexperten, die bei näherer Betrachtung vom immerzu zitierten Tuten und Blasen der Nachtwächter keine Ahnung haben und trotzdem meinen, sie hätten sich jegliche Musikweißheiten mit überdimensionalen Löffeln einverleibt.

SOFT MACHINE werden dem Canterbury-Sound zugeordnet. Eine Spielweise die ich erst vor kurzer Zeit und dank David Weigel kennen- als auch schätzen lernte. Genannter Musikstil ist eine Untergruppierung des Prog-Rock, allerdings ohne dessen Bombast und stattdessen mit Jazz- als auch Freejazzelementen ausgestattet

Auf SOFT MACHINE wurde ich durch das Mitwirken von Kevin Ayers aufmerksam, der 1974 kurzzeitig gemeinsam mit Nico, Eno und John Cale unter dem saudämlichen Akronym ACNE musizierte. Ayers ist allerdings nur Teil der ersten SOFT MACHINE-Langrille - welche noch relativ gemäßigt klingt. Der Nachfolger („Second“) wirkt da schon deutlich komplizierter als auch herausfordernder. Wer „Second“ gemeistert hat, der ist auf einem guten Weg, aber freilich längst noch nicht am Ziel, denn das dritte Album – „Third“ – wird ihn (den Hörer) noch deutlich mehr fordern, was mich von dem Output einer Band, die sich nach einen Buch von Burroughs benannt hat, nicht wirklich überrascht.

„Third“ ist schwierig, uneingängig. „Third“ sperrig und durch und durch nicht jedermanns Sache. Die enthaltenen Kompositionen lassen beim ersten Hören keine klaren Linien („Moon in June“ mit etwas Wohlwollen ausgeklammert) ausmachen. Wer sich einer solchen Spielweise gewachsen fühlt und bereit ist, das Wagnis einzugehen, der wird – je nach erwähnter Eignung – belohnt, da er/sie während seiner/ihrer Rezeption etwas verinnerlichen kann, das ihn/sie tief in die „Third“-Musikkompositionen, ergo in eine andere Welt hineinzieht.

Bei mir funktionierte es jedenfalls, da ich mich auf die spezielle Musik einlassen konnte, nichts hinterfragt habe (!) und das Gesamtwerk einfach nur wirken ließ. Fazit: Ganz schwieriger Stoff!
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