"Nick Knatterton - Die aufregenden Abenteuer des berühmten Meisterdetektivs"
Im Dezember 1950 begann die Knatterton-Welle. Dass es eine sehr hochgehende Welle werden würde, ahnte damals noch niemand, am wenigsten der Verfasser. Als das erste Abenteuer in der Illustrierten "Quick" erschien, lag die "Währungsreform", die jedem Bundesbürger ganze DM 40,- als Startkapital gab, bereits anderthalb Jahre zurück. (Zitat aus dem Vorwort zur ersten Geschichte "Der Schuss in den künstlichen Hinterkopf")
Der Zeichner Manfred Schmidt sollte zunächst für acht Wochen eine Bildgeschichte nach dem Vorbild der amerikanischen Comicstrips zeichnen, Auftraggeber war das Wochenmagazin "Quick". Vom großen Erfolg überrascht, verkaufte Schmidt sogar die Filmrechte an seiner Figur, die bereits Stichwortgeber im Bundestag war und deren Popularität eine frühe Welle der Merchandising-Produkte lostrat. Dem Schöpfer des kantigen Schnüfflers wurde es nach drei Jahren zu viel und er bat darum, den Detektiv - wie seinerzeit dessen berühmten Kollegen Sherlock Holmes - sterben zu lassen. Nach einer Zeichenblockade legte Schmidt den Bleistift nieder, doch die von ihm geschaffene Figur überstand die Jahre und feiert nun ein Comeback auf DVD. Im Gegensatz zu den oftmals recht bissigen Randbemerkungen neben den Sprechblasen der Comic-Bilder, richtete sich das Fernsehen auf ein breiteres Altersspektrum an Zuschauern ein und zog deshalb so mancher gesellschaftskritischen Spitze den Stachel. Das Finanzamt als Blutsauger der Nation wurde ebenso milder behandelt wie die Herren aus Bonn, obgleich die Polizei weiterhin als überwiegend einfältig, faul und begriffsstutzig gezeichnet wird. Wer hier jedoch eine allgemeine Ablehnung der Ordnungskräfte und staatlichen Autoritäten vermutet, irrt: die Verbrecher kommen in den Comics ebenfalls schlecht weg und stolpern meist über eigene Versäumnisse oder über die Annahme, Nick Knatterton unterschätzen zu können. Mit reiner Brutalität ist auf Dauer kein Erfolg einzufahren, denn auch der Meisterdetektiv ist in der Kunst des Nahkampfes bewandert und kennt den einen oder anderen Trick, mit dem man einen Gegner - wenigstens kurzzeitig - ausschalten kann.
Nick Knatterton wird als "Meisterdetektiv, Sports- und Gentleman, Beschützer der Verfolgten, Verfolger alles Bösen, Schrecken der Unterwelt und Freund alles Schönen, eines guten Tropfens und der Tierwelt" beschrieben. Die Parole "Es ist unmöglich, von ihm nicht gefangen zu werden" kommt Edgar-Wallace-Fans irgendwie bekannt vor.... Die Handlung wird vom Synchronsprecher Christian Marschall kommentiert, während der karierte Freiherr von Knatter sein eigentümliches Timbre von Hans Jürgen Diedrich erhält. Passend zum zeitlichen Rahmen, in denen die Geschichten notiert wurden, ist das Drehbuch bemüht, die Fälle so aufzulösen, dass auch die Gauner eine zweite Chance erhalten. Selbstredend geschieht dies oft augenzwinkernd, doch der gute Wille, die Zeichentrickserie zum einem Vergnügen für die ganze Familie zu machen und nicht nur für den intellektuellen "SPIEGEL"-Leser, ist offensichtlich. Häufig wiederkehrende Sujets wie Erpressung, Entführung und Diebstahl geistigen Eigentums sorgen für kurzweilige Unterhaltung, wobei die temporeichen Einsätze des Detektivs anhand der ausgefuchsten technischen Spielereien auch dem James-Bond-Freund Spaß machen könnten - für ein verblüfftes Kopfschütteln sorgen sie allemal. Der Detektiv muss sich mehr als einmal aus einer misslichen Lage befreien, Fesseln sprengen, über Mauern klettern, Falltüren ausweichen und anderen Versuchen entkommen, ihn gewaltsam bei seinen Ermittlungen zu stoppen. Seine Contenance verliert er dabei nie, auch wenn er hinterlistig von seinen Gegnern - vor allem in Gestalt verführerischer Damen, die nicht selten die Drahtzieherinnen des Komplotts sind - getäuscht worden ist. Kombiniere: Für Fans nostalgischer Comics.
Im Dezember 1950 begann die Knatterton-Welle. Dass es eine sehr hochgehende Welle werden würde, ahnte damals noch niemand, am wenigsten der Verfasser. Als das erste Abenteuer in der Illustrierten "Quick" erschien, lag die "Währungsreform", die jedem Bundesbürger ganze DM 40,- als Startkapital gab, bereits anderthalb Jahre zurück. (Zitat aus dem Vorwort zur ersten Geschichte "Der Schuss in den künstlichen Hinterkopf")
Der Zeichner Manfred Schmidt sollte zunächst für acht Wochen eine Bildgeschichte nach dem Vorbild der amerikanischen Comicstrips zeichnen, Auftraggeber war das Wochenmagazin "Quick". Vom großen Erfolg überrascht, verkaufte Schmidt sogar die Filmrechte an seiner Figur, die bereits Stichwortgeber im Bundestag war und deren Popularität eine frühe Welle der Merchandising-Produkte lostrat. Dem Schöpfer des kantigen Schnüfflers wurde es nach drei Jahren zu viel und er bat darum, den Detektiv - wie seinerzeit dessen berühmten Kollegen Sherlock Holmes - sterben zu lassen. Nach einer Zeichenblockade legte Schmidt den Bleistift nieder, doch die von ihm geschaffene Figur überstand die Jahre und feiert nun ein Comeback auf DVD. Im Gegensatz zu den oftmals recht bissigen Randbemerkungen neben den Sprechblasen der Comic-Bilder, richtete sich das Fernsehen auf ein breiteres Altersspektrum an Zuschauern ein und zog deshalb so mancher gesellschaftskritischen Spitze den Stachel. Das Finanzamt als Blutsauger der Nation wurde ebenso milder behandelt wie die Herren aus Bonn, obgleich die Polizei weiterhin als überwiegend einfältig, faul und begriffsstutzig gezeichnet wird. Wer hier jedoch eine allgemeine Ablehnung der Ordnungskräfte und staatlichen Autoritäten vermutet, irrt: die Verbrecher kommen in den Comics ebenfalls schlecht weg und stolpern meist über eigene Versäumnisse oder über die Annahme, Nick Knatterton unterschätzen zu können. Mit reiner Brutalität ist auf Dauer kein Erfolg einzufahren, denn auch der Meisterdetektiv ist in der Kunst des Nahkampfes bewandert und kennt den einen oder anderen Trick, mit dem man einen Gegner - wenigstens kurzzeitig - ausschalten kann.
Nick Knatterton wird als "Meisterdetektiv, Sports- und Gentleman, Beschützer der Verfolgten, Verfolger alles Bösen, Schrecken der Unterwelt und Freund alles Schönen, eines guten Tropfens und der Tierwelt" beschrieben. Die Parole "Es ist unmöglich, von ihm nicht gefangen zu werden" kommt Edgar-Wallace-Fans irgendwie bekannt vor.... Die Handlung wird vom Synchronsprecher Christian Marschall kommentiert, während der karierte Freiherr von Knatter sein eigentümliches Timbre von Hans Jürgen Diedrich erhält. Passend zum zeitlichen Rahmen, in denen die Geschichten notiert wurden, ist das Drehbuch bemüht, die Fälle so aufzulösen, dass auch die Gauner eine zweite Chance erhalten. Selbstredend geschieht dies oft augenzwinkernd, doch der gute Wille, die Zeichentrickserie zum einem Vergnügen für die ganze Familie zu machen und nicht nur für den intellektuellen "SPIEGEL"-Leser, ist offensichtlich. Häufig wiederkehrende Sujets wie Erpressung, Entführung und Diebstahl geistigen Eigentums sorgen für kurzweilige Unterhaltung, wobei die temporeichen Einsätze des Detektivs anhand der ausgefuchsten technischen Spielereien auch dem James-Bond-Freund Spaß machen könnten - für ein verblüfftes Kopfschütteln sorgen sie allemal. Der Detektiv muss sich mehr als einmal aus einer misslichen Lage befreien, Fesseln sprengen, über Mauern klettern, Falltüren ausweichen und anderen Versuchen entkommen, ihn gewaltsam bei seinen Ermittlungen zu stoppen. Seine Contenance verliert er dabei nie, auch wenn er hinterlistig von seinen Gegnern - vor allem in Gestalt verführerischer Damen, die nicht selten die Drahtzieherinnen des Komplotts sind - getäuscht worden ist. Kombiniere: Für Fans nostalgischer Comics.